Darf der Vermieter einem die Wohnung kündigen, wenn man sich entgegen dem Mietvertrag einen Hund zulegt?

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16 Antworten

Unter Umständen ja.

Auch wenn ein generelles Haustierverbot unwirksam ist, die Haltung von Hunden oder Katzen, bedarf der Zustimmung des Vermieters.

Ihr solltet es also nicht drauf ankommen lassen oder gleich eine andere Wohnung suchen. Eine wo die Haltung eines Hundes möglich ist.

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In unserem Mietvertrag sind Haustiere verboten. Ich habe aber vor ein paar Jahren gehört, dass solche Klauseln in Mietverträgen nichtig seien.

Es ist aber kein Freibrief.

Darf der Vermieter einem die Wohnung kündigen, wenn man sich entgegen dem Mietvertrag einen Hund zulegt?

Wenn der Vermieter auffordert den Hund abzuschaffen und man der Aufforderung nicht nachkommt, muss man damit rechnen

MfG

johnnymcmuff

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http://www.merkur.de/leben/wohnen/bgh-urteil-kein-generelles-hundeverbot-mietwohnungen-zr-2810976.html

Die Unwirksamkeit des generellen Verbots führe jedoch nicht dazu, „dass der Mieter Hunde oder Katzen ohne jegliche Rücksicht auf andere halten kann“, stellte der 8. Zivilsenat des BGH klar. Vielmehr müsse eine „umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolgen“.

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Das heißt Fragen muss man den Vermieter trotzdem, auch wenn der Vertrag eine unwirksame Klausel enthält.

Wenn der Vermeiter dann gute Gründe nennt, kann man keinen Hund halten.

Auf keinen Fall sollte man einfach einen Hund anschaffen, ohne vorher die Lage geklärt zu haben.

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Darf der Vermieter einem die Wohnung kündigen, wenn man sich entgegen dem Mietvertrag einen Hund zulegt?

Ja, wenn man dem Abschaffungsverlangen nicht nachkäme, darf er das :-O

Auch eine unwirksame Tierhaltungsklausel ist kein Freifahrtschein, ungefragt Hund oder Katze zu halten. Diese Tiere sind keine Kleintiere i. S. d. G. und bedürfen grundsätzlich der vorherigen, ausdrücklichen Zustimmung des VM.

Ohne sie kann der VM Unterlassung und unverzügliche Abschaffung des Hundes beanspruchen und widrigenfalls tatsächlich den MV fristlos kündigen.

Wir überlegen uns einen Hund anzuschaffen. Hat dort jemand Erfahrung? 

Ihr solltet deshalb das Vorhaben mit eurem VM besprechen und euch seine Zustimmung (idealerwesie schriftlich) bestätigen lassen, bevor ihr euch einen Hund zulegt :-O

G imager761


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Kommentar von Georg63
10.01.2016, 12:10

bedürfen grundsätzlich der vorherigen, ausdrücklichen Zustimmung des VM.

Und genau das müsste im Vertrag stehen - sonst ist es eben nicht nötig zu Fragen. Man riskiert trotzdem eine negativ ausfallende Interessenabwägung, aber ein pauschales Verbot ist eben nicht wirsam.

Bevor du wieder ausfällig wirst, suche bitte mind. ein Urteil raus, was nach 2013 gefällt wurde.

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Ein generelles Haustierverbot im Mietvertrag ist unwirksam. Das bedeutet aber nicht, dass man sich nun problemlos einen Hund anschaffen kann. Hunde und Katzen bedürfen der Genehmigung des Vermieters. Also vor Anschaffung nachfragen. Eine Anschaffung kann der Vermeiter begründet verweigern. Schafft man sich trotzdem einen Hund an oder auch ohne nachzufragen, wird der Vermieter euch abmahnen und Abschaffung des Hundes verlangen. Kommt ihr dem nicht nach, kann er euch fristlos kündigen.

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Steht da direkt, dass alle Haustiere verboten sind - also ohne Einschränkungen? Wenn dem so ist, kannst du die Klausel als nicht geschrieben ansehen - dann ist Tierhaltung erstmal nicht verboten.

Wenn du dir jetzt einen Hund anschaffst und dem Vermieter keinen Grund für ein nachträgliches Verbot lieferst, hat er keinen Grund für eine Kündigung und ohne Grund kann er nicht Kündigen.

Natürlich musst du genau daraf achten, dass der Hund keinen Grund zur Beanstandung liefert - Bellen, Schmutz hinterlassen, Leute bedrohen, .... - da gibts auch keine Ausrede von wegen Hunde sind halt so.

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Kommentar von imager761
10.01.2016, 09:15

Wenn du dir jetzt einen Hund anschaffst und dem Vermieter keinen Grund für ein nachträgliches Verbot lieferst, hat er keinen Grund für eine Kündigung und ohne Grund kann er nicht Kündigen.

Falsch - s. m. Kommentar zu Wissensdurst84 :-)

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Kleintiere darf er dir nicht verbieten, wie Rennmäuse und sowas. Größere Tiere sind ohne absprache ein grund zur kündigung

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Der Mietvertrag ist das Gesetz. Wenn da drin steht "verboten" dann ist es so!
Stimme Dich in jedem Fall VOR dem Kauf eines Hundes mit Deinem Vermieter ab. Wenn er zustimmen sollte, lass es Dir schriftlich geben.

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Er darf dir kündigen und auch verlangen, dass der Hund anderweitig unterzubringen ist oder die fristlose Kündigung droht

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Guten Abend,

einfache Frage, einfache Antwort:

Ein pauschales Haustierverbot ist in der Tat rechtswidrig, die entsprechende Klausel damit unwirksam. Der Vermieter kann dir daher nicht wegen eines Hundes kündigen.

Etwas anderes gilt nur, wenn die Wohnung für Hunde ungeeignet ist oder der Hund massiv das Haus beschädigt oder andere Mieter/Nachbarn belästigt. Die Wohnung gilt dann als für den Hund ungeeignet, wenn die Hundehaltung da Tierquälerei wäre, beispielsweise wenn Du drei Dobermänner in einer 30 m2 Wohnung halten willst .Der Vermieter ist in diesem Fall jedoch beweispflichtig.

Ich hoffe ich konnte helfen und meine Antwort war hilfreich für dich. Ich wünsche noch einen schönes Wochenende.

Liebe Grüße

Wissensdurst84

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Kommentar von Bitterkraut
10.01.2016, 03:38

Und das steht wo?

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Kommentar von imager761
10.01.2016, 09:11

einfache Frage, einfache Antwort: Ein pauschales Haustierverbot ist in der Tat rechtswidrig, die entsprechende Klausel damit unwirksam.

Der Vermieter kann dir daher nicht wegen eines Hundes kündigen.

Dies ist einfach - falsch :-O

Ein unwirksames Tierhaltungsverbot ist nichtig, gilt also von Anfang an als nicht vorhanden. Ohne mietvertragliche Regelung gilt aber, dass aussschl. Kleintiere, die überlicherweise in Behältnissen und in geringer Anzahl und artgerecht gehalten werden, ungefragt angeschaftt werden dürfen.
Für Hunde und Katzen gilt dies nicht, deren Haltung bedarf der vorherigen, ausdrücklichen Zustimmung des VM und natürlich aller M und Gäste des Mietshauses.
Andernfalls kann  der VM Unterlassung und Abschaffung durchsetzen oder widrigenfalls fristlos das MV kündigen :-O

Ein generelles Hundehaltungsverbot ist unwirksam mit der Rechtsfolge, das der künftige Hundebesitzer beanspruchen darf, eine "im Einzelfall und unter Abwägung der widerstreitenden Interessen sachliche Begründung" zu erfahren, weshalb er keinen Hund in dem Mieträumen halten darf.

G imager761

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Du brauchst die *schriftliche* Zustimmung des Vermieters.

Hat er einen guten Grund gegen Hundehaltung, dann kannst Du keinen Hund anschaffen.

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Wenn im Mietvertrag steht, dass Haustiere verboten sind, kann er natürlich kündigen. Aber rede mal mit deinem Vermieter, vielleicht lässt sich das ja ausreden und regeln.

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Kommentar von Georg63
10.01.2016, 01:03

Wenn das so drin steht, ist es einfach nur unwirksam.

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Kommentar von marla80
10.01.2016, 08:20

da gebe ich BITTERKRAUT recht. es bedeutet lediglich,dass der Vermieter bei jedem Eizellen Fall entscheidet.das wiederum bedeutet, er darf Mieter A erlauben einen Hund zu halten und Mieter B im gleichen Atemzug verbieten. und das ist rechtens. er darf es zwar nicht von vornherein verbieten, ABER kann die Haltung von Hunden dennoch bei Erfragen der Mieter verbieten...ich würde vorher eine schriftliche Genehmigung des Vermieters einholen, dann bist du auf der sicheren Seite. das haben wir auch so gemacht

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Die Klausel, die pauschal die Hundehaltung verbietet, ist unwirksam, aber sie wird dadurch ja nicht ins Gegenteil verkehrt. Du mußt eine schriftliche Erlaubnis des Vermieters haben und er muß eine Begründung haben, warum er sie ggf. nicht gibt. Das bedeutet, ein begründetes, individuelles Haltungsverbot kann durchaus ausgesprochen werden, nur eben kein pauschales.

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Kommentar von Georg63
10.01.2016, 01:02

Wo steht, dass man eine Erlaubnis einholen muss, wenn weder ein wirksames Verbot noch ein Erlaubnisvorbehalt im Vertrag steht?

Mir gehts dabei nicht um moralische Dinge oder gute Nachbarschaft sondern rein um den rechtlichen Aspekt.

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Nein, er darf nicht kündigen! Da müsste der Hund schon massiv stören ( bellen, beißen, ) oder unverhältnismäßig groß für die Wohnung sein.

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Ja das ist ein Kündigungsgrund.

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Wenn du das ohne Einwilligung tust, steht dir die Kündigung ins Haus. Es sei denn, es handelt sich um einen Blinden- oder Assistenzhund, auf den ein Familienmitglied angewiesen ist.

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