Darf der Vermieter eine Mieterhöhung machen, wenn bereits das Haus vom Vermieter zum Verkauf reingestellt wurde?

17 Antworten

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Darf er.

@schelm1 und Andere haben ja schon geschrieben, dass es zulässig ist und die Berechnungsbasis für den Kauforeis erhöht.

Dazu kommt noch, dass er dem Käufer erspart sich durch eine Mieterhöhung unbeliebt zu machen.

Wenn er nämlich auf Basis "erzielbare Miete verkauft" weil die derzeitigen Mieten unter dem Mietspiegel liegen, so muss der Käufer kurz nach dem Kauf die Miete erhöhen udn den entsprechenden Ärger erdulden.

Kauft er mit der angepassten Miete, hat er für mindestens 15 Monate Ruhe.

Dem Vermieter ist klar, dass er sein Haus nur dann verkauft, wenn er den von ihm gewünschten Kaufpreis erzielen kann. Es sei denn, er benötigt das Geld dringend, um etwas anderes zu finanzieren oder hohe Schulden abzutragen.

So kann es durchaus sein, dass er irgendwann seine Verkaufsbemühungen (vorerst) einstellt. Somit kann das Ansinnen, jetzt noch die Miete zu erhöhen, zwei Gründe haben:

  1. Falls er nicht verkauft, seine Einnahmen zu verbessern.
  2. Für den Verkauf das Objekt durch höhere Mieteinnahmen aufzuhübschen.

Ein dritter Grund wäre auch noch denkbar, aber bei nur 10 % Erhöhung eher unwahrscheinlich:

Mit dem Mieterhöhungsverlangen ergibt sich automatisch auch ein Sonderkündigungsrecht für den Mieter. Wird dem Mieter die Miete nach der Erhöhung zu viel, kann er von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, das zwar die Kündigungsfrist nicht abkürzt, jedoch bis zum Mietende vor der Erhöhung schützt. Die Hoffnung, dass ein Mieter kündigt, um dann das Haus leer noch besser zu verkaufen, könnte durchaus auch ein Grund für eine Mieterhöhung sein. Um das zu erreichen, braucht man aber normalerweise nicht mit 10 % Erhöhung anzufangen, sondern dann geht man bis zur absoluten Obergrenze, die gerade möglich ist. Deshalb bei Dir wohl eher unwahrscheinlich.

Jedenfalls hat das Mieterhöhungsverlangen mit der Verkaufsabsicht rein rechtlich nichts zu tun.

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