Darf der Vermieter die Miete um 20% erhöhen?

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13 Antworten

Wenn es sich um eine freifinazierte Wohnung handelt oder die Sozialbindung abgelaufen ist, dann darf die Kaltmiete alle 3 Jahre um bis zu 20% steigen, sofern die ortsübliche Miete nicht überstiegen wird.

Quelle (u.a.): http://de.wikipedia.org/wiki/Mieterh%C3%B6hung

Ja bei mir war das schon über der Ortsüblichen Miete aber es wurde umfangreich Modernisiert.

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@Manni9999

Das ist insofern egal, als dass dann die ortsübliche Miete für vergleichbare Objekte zu Rate gezogen werden muss. Also grundsätzlich ist es egal ob modernisiert oder nicht.

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@fungolfer

Nein, eine Modernisierungserhöhung darf auch über die ortsübliche Vergleichsmiete gehen bzw. ändert sich durch die Modernisierung im Zweifel auch die ortsübliche Vergleichsmiete für die Wohnung...

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@XtraDry

Hab ich ja sinngemäß auch so geschrieben. Frage ist, was, wenn kein Vergleichsobjekt zur Verfügung steht?

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Mieterhöhungen jeglicher Art sind reglementiert. D.h., es sind gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Für Modernisierungsmieterhöhungen gelten etwas abweichende Vorschriften, spielt in deinem Fall also keine Rolle. Von der letzten Mieterhöhung bis Zugang des neuerlichen MEV müssen mindestens 12 Monate verstrichen sein, ebenfalls seit Einzug in die Wohnung, ansonsten ist es unwirksam. Grundsätzlich sind bei wegen Anpassung an die örtliche Vergleichsmiete erfolgten Mieterhöhungsverlangen drei Vergleichswohnungen exakt mit Name und Adresse der jeweiligen Mieter zu benennen, so dass du die Möglichkeit hast, dich selbst davon zu überzeugen, dass tatsächlich gleiche Lage und Ausstattung vorhanden sind. Desweiteren ist das MEV zustimmungspflichtig. Das bedeutet, nur mit deiner unterschriebenen Zustimmung kann mehr Miete gefordert werden. Ist die Aufforderung auf Zustimmung nicht im MEV beinhaltet, ist dieses unwirksam, wie auch bei Fehlen der Angaben zu den Vergleichswohnungen. Nach Zustellung des MEV hast du, incl. des Eingangsmonats, drei Monate Überlegungsfrist, ob du zustimmst, widersprichst oder kündigst. Falls du kündigst (das müsste innerhalb der Überlegungsfrist erfolgen) kannst du ab Auslaufen dieser Frist mit einer Frist von 2 Monaten kündigen. Du bräuchtest dann die erhöhte Miete bis zum Auszug nicht zahlen. Prüfe nun anhand meiner Ausführungen, ob die Kündigung die gesetzlichen Vorschriften erfüllt und womöglich unwirksam ist. Suche evtl. die Unterstützung des örtlichen Mietervereins, Mitgliedschaft vorausgesetzt.

Wenn er die Miete erhöht muss er die Mieterhöhung begründen.

Einfach mal so um 20 % erhöhen, das funktioniert nicht.

Wenn er eine Begründung mit der "ortsüblichen Vergleichsmiete" abliefert, muss er drei vergleichbare Wohnungen benennen.

Wenn die Erhöhung mit Modernisierungsmaßnahmen begründet, muss die Mieterhöhung vor Beginn der Maßnahmen angekündigt werden.

Und dann wird es Spannen,

11 % der Modernisierungskosten dürfen umgelegt werden. Dabei sind Renovierungskosten und Instandhaltungsmaßnahmen abzuziehen.

Das setzt eine ziemlich differenzierte Vorlage einer Berechnung voraus. Wenn du sowas nicht bekommen hast, brauchst du die Mieterhöhung nicht akzeptieren.

siehe auch:

http://www.internetratgeber-recht.de/MietrechtAllgemein/Mieterhoehung/ma01-3-1.htm

Außerdem musst du der Mieterhöhung erst nach einer Frist von 2 Monaten zustimmen, also per heute wäre das ab 1. Mai - auch das wird gern übersehen.

es gibt verträge da steht das drine das er die Miete jedes jahr erhöhen darf musst du mal nach gucken

Nur wenn Moderniesiert worden ist hat man bei mir auch gemacht musste dann die Wohnung aufgeben ist das eine Imobilien Firma die mit A anfängt ?

Unsinn...

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Nehme das zurück.

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Nein, aber ich merke das der uns raus haben will. Er wohnt über uns und ich denke Erdgeschoß mit Garten wäre ihm lieber. Mir sind nur etwas die Hände gebunden... Habe einen kleinen Säugling. Wir würden gerne gestern als morgen aus diesem Loch hier raus. Er macht auch immer viel Krach und fordert von uns nur und selber macht er nichts.

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20 % ist ok wenn die Miete 3 Jahre nicht mehr erhöht wurde. Sie darf aber dabei nicht die Ortsübliche Grundmiete überschreiten. Es gibt Listen wo du die Ortsübliche Grundmiete einsehen kannst.

Diese Miete, darf die des Mietspiegels um 10% überschreiten.

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Ja, die Miete kann alle drei Jahre um 20 % im Rahmen des örtlich geltenen Mietspiegels erhöht werden. Modernisierungsmaßnahmen können zusätzlich mit 11 % p.a. auf die Mieter umgelegt werden.

Hi,

leider darf der vermieter die Grundmiete innerhalb von 3 jahren um bis zu 20% anpassen (nur bis zr ortsüblichen Miete). Allerdings muss er die Mieterhöhung in Schriftform begründen. Tut mir leid,

lg soccer

Wenn er in den letzten drei Jahen die Miete nicht erhöht hatte und die 540 Euro nicht über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, darf er das...

Darf er und finde ich auch völlig legitim. Es geht immer nur um die "armen" Mieter, aber Vermieter haben auch keine Kobolde mit Töpfen voller Gold...

Ja, darf er, aber nur alle 3 Jahre das dann passieren.

Das ist gerade die erlaubte Obergrenze.

Ja aber doch nicht 20 % das war doch unter 10% ?

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leider darf er dies aber 20% sind schon hart....

Mit welcher Begründung?

Mietspiegel der Stadt angepasst. Wohne aber in nem Altbau mit nicht isoliertem Bad, Wasserboiler in der Küche und er hat einige Maßnahmen noch nicht ergriffen, welche er vor Einzug zugesagt hat.

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@moeppimops

DAS wäre allerdings ein Grund für eine Mietminderung. "vor dem Einzug zugesagt" nur leider wahrscheinlich nicht schriftlich, oder? Würde auf jeden Fall vorher nochmal freundlich mit dem Vermieter reden, bevor du rechtliche Schritte ergreifst!

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@Almludler

Er wohnt über uns und unser Verhältnis ist nicht sehr gut, da er nur fordert und seinen Pflichten nicht nachkommt. Er will uns hier raus haben... Er hat sich auch einfach den Gartentürschlüssel nachgemacht, damit er uneingeschrenkt in den Garten kann. Ich will hier nur noch raus!!!

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@moeppimops

Wenn du eh unbedingt raus willst, zahl die Miete einfach nicht mehr die nächsten 3 Monate, dann hast du Kaution für was schöneres! Soweit ich weiss hat der Vermieter bei Mietschulden sowieso das nachsehen! Und deloungierung dauert bis zu einem Jahr! Viel Glück noch!

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