Darf der Vermieter die Grunfmiete erhöhen?

9 Antworten

Nein, das ist unzulässig. Diese Forderung kannst du zurückweisen. Und dazu musst du auch nicht zum Mieterschutzbund gehen, wie andere der Meinung sind. Sowas kann doch ein Mieter selber dem Vermieter beantworten.

Die Miete bezieht sich auf das Haus und nicht pro Person. Es gibt zwar ein Gesetz, nach dem der Vermieter bei Zuzug einer Person die Miete erhöhen darf. Jedoch in deinem Fall ist das zweifellos reine Willkür und nicht irgend wie sachlich begründet, wie er die 200€ plausibel erklärt.

Eine Mieterhöhung kann der Vermieter mit Begründung der Anpassung auf die ortsübliche Miethöhe vornehmen. Aber erstens gibt es dafür genaue gesetzliche Vorgaben, und zweitens ist das ja in diesem Fall gar nicht die Absicht des Vermieter. Er bringt eine anderee Begründung, die nicht gültig ist.

Auf die Nebenkosten gehe ich nicht ein, denn deine Frage bezieht sich ausschließlich auf die Grundmiete.

Der Vermieter darf die Grundmiete erhöhen, muss dabei aber die Vorgaben de §558 BGB beachten.

Da Du praktisch alle verbrauchsbezogenen Nebenkosten selbst an die Versorger bezahlst, fällt der höhere Verbrauch als Grund weg. Das wäre auch nur dann gerechtfertigt, wenn er in der nächsten Abrechnung aufzeigen könnte, dass die Kosten aufgrund des Zuzugs deutlich gestiegen sind.

Aber es geht ausschließlich um die Grundmiete und lt. Gesetz sind max. 20 % Erhöhung innerhalb von 3 Jahren möglich.

Somit könnte er in diesem Jahr eine Mieterhöhung verlangen in Höhe von 20 % und da es für Einfamilienhäuser praktisch keine Vergleichswerte gibt, hättest Du bei der Wohnfläche und der im Verhältnis sehr geringen Miete wohl kaum eine Chance, diese abzuwehren, wenn der Vermieter rechtlich korrekt vor geht.

Die Miete muss ab dem Erhöhungszeitpunkt (ab jetzt also früh. Oktober 2018) mindestens 1 Jahr stabil bleiben. Erst danach könnte der Vermieter die nächste Erhöhung beantragen. Da im Dezember d. J. drei Jahre um sind, in denen 20 % max. möglich waren, könnte er also ab Januar 2020 wieder eine höhere Miete verlangen. Wenn er also jetzt nicht 40 % mehr verlangt, hätte er doch innerhalb der nächsten Jahre die Möglichkeit, die Miete Zug um Zug wann immer möglich zu erhöhen, um am Ende doch auf 700 € Grundmiete oder sogar mehr zu kommen.

Mein Vorschlag: Warte erst einmal das offizielle Mieterhöhungsverlangen ab.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Also gibt es eine rechtliche Regelung zu dem Thema die das Ganze doch eingrenzt....

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Nein - deswegen darf er die Grunfmiete nicht erhöhen.

Der Vermieter darf die NK-Vorauszahlung anpassen, wenn davon auszugehen ist, daß irgendwelche Betriebskosten sich erhöhen. Das sehe ich aber in diesem Fall ebenfalls nicht, da Du ja das Meiste eh' schon selbst zahlst.

Lass' Dich am Besten beim Mieterverein beraten.

Andererseits: für 500 EUR kalt bekomm' ich in meiner Region eine 30qm-Wohnung. Ich denke, mit der Miete, die Du zahlst, bist Du recht gut bedient.

Darf man fragen WO Du ein EFH mit 140m² für 500€ Grundmiete mietest ? In meiner Stadt gibt es dafür eine Altbauwohnung 40m² im Hinterhof . . .

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Ich wohne auf dem Land... 300 Einwohner wenn es hoch kommt... Infrastruktur gibt's hier nicht...

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