Darf der Vermieter deswegen die Kaution einbehalten?

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11 Antworten

Der darf das.

Wenn man davon ausgeht, dass Du schon zwei Wochen nach Rückgabe der Wohnung 70 % der Kaution zurück erhalten hast, bist Du doch ein echter Glückspilz. Normalerweise hätte der Vermieter die volle Kaution 6 Monate einbehalten dürfen und danach einen angemessenen Anteil noch für die Betriebskosten 2017 zurück behalten können.

Für letztes Jahr musstest Du 30 € nachzahlen. Ich nehme mal an, der Vermieter hat gute Gründe, warum er für 2017 von deutlich mehr aus geht. Das wird er auch belegen können.

Du gehst jetzt zum Anwalt und der Anwalt wird ihm schreiben. Aber wieviel wird der Anwalt zurückfordern? 139 € oder 100 € oder wieviel?

Egal. Der Vermieter wird entweder darauf eingehen oder er wird sich unter Verweis auf seine Kalkulation wehren, die er dann beifügt. Jetzt kann Dein Anwalt nochmal schreiben, aber am liebsten würde er gleich Klage einreichen.

Meine Empfehlung: Lass es sein. Das einzige, was Du erreichen kannst, ist doch, dass Du Geld, das Dir zusteht, früher bekommst. Also kein Gewinn. Stattdessen aber bleibst Du womöglich auf Anwaltskosten sitzen, die so viel ausmachen, wie das, was Du früher zurück bekommst. Also effektiv ein Verlust!

Ob das Geld nun auf dem Kautionssparbuch 0 % Zinsen bringt oder auf Deinem Konto ebenso viel, ist doch völlig egal. Spar Dir das Geld für den Anwalt, ärgere Dich ein wenig und warte ansonsten einfach ab, bis die Abrechnung im kommenden Jahr eintrifft.

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Nicht einbehalten sondern richtigerweise zurückbehalten. Quasi als Sicherheit zur Abdeckung einer möglichen Nachzahlung aus Abrechnung 17. Das ist korrekt und rechtlich so absolut zulässig, insofern erfahrungsgemäß eine Nachzahlung zu erwarten ist.

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Kommentar von christmasbaby
04.08.2017, 18:11

Ich war beim Anwalt die Betriebskosten Abrechnung stimmt mit dem Mietvertrag nicht überein und mir bleibt ein Guthaben von 240€ also nichts mit 30€ Nachzahlung gut das ich bei einem Anwalt war 🙌🏻

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Vermutlich (!) war die Nebenkostenabrechnung für das Kalenderjahr 2016. Es wäre mehr als ungewöhnlich, wenn diese bereits den Zeitraum bis 30.6.2017 beinhaltet hätte.

Da es ja mittlerweile hauptsächlich zu Jahresanfang immer kalt ist, liegt hier ein recht großer Zeitraum in der Heizperiode.

Der Einbehalt von 169 EUR erscheint mir hier durchaus in Ordnung.

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Kommentar von christmasbaby
14.07.2017, 11:49

stop mal ich habe nur 6 Monate gewohnt im Jahr 2017 und die Heizungen waren ständig kalt deswegen haben wir sie ausgelassen und nachts gefroren :D

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Ja darf er. Wobei 169 € für ein halbes Jahr etwas hoch gegriffen sind, wenn du fürs letzte Jahr nur 30 € nachzahlen musstest.

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Jetzt will der Vermieter 169€ ''wegen evtl Nachzahlungen 2017'' einbehalten darf er das ??

Dafür ist die Kaution u. a. da.

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Ja, das darf er. Ich denken mal, dass es sich bei der bisherigen Abrechnung um die für 2016 handelt. 2017 steht ja noch aus.

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Ja. Einen Teilbetrag der Kaution einbehalten bis zur Abrechnung der Betriebskosten, genau so ist es rechtens.

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Kommentar von christmasbaby
14.07.2017, 11:44

Die Betriebskosten Abrechnung ist für das Jahr das ich dort gewohnt habe 

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Ich denke, ein Einbehalt von € 40 bis 50 für die Betriebskosten 2017 wäre angemessen. Du hast in 2016 für 5 Monate € 30 nachbezahlt. In 2017 hast du dort 6 Monate gewohnt. Folglich sind nach meiner Auffassung € 169 zu viel.

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Kommentar von anitari
14.07.2017, 11:40

In 2017 hast du dort 6 Monate gewohnt.

Davon aber 4 Heizmonate!

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Ja! Das kann er!

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Meine Frage ist beantwortet Danke :) 

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