darf der vermieter den mietvertrag bei schwangerschaft kündigen?

7 Antworten

Hallo,was ist das den für ein Vermieter,das geht ja garnicht.Demnächst bekommst du noch die Kündigung wenn du nach acht zur Toilette gehst.Wende dich umgehend an den Mieterbund,die helfen dir weiter.

die können da leider nicht helfen...

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ja, wir haben auch gleich einen termin gemacht, mal schauen was die sagen. schon eine recht dubiose situation...

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Dem Mieter steht mithin ein uneingeschränktes Widerspruchsrecht gegen die Kündigung zu. Dass es sich um eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten 2-Fam-Haus handelt, spielt nach dem Willen des Gesetzgebers keine Rolle (§ 549 Abs 2 BGB). Auch bei einer wirksamen Kündigung des Mietverhältnisses im 2-Fam-Haus kann der Mieter daher eine Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen. Das Mietrecht gewährt ihm durch § 574 BGB einen solchen Rechtsanspruch bei Vorliegen eines "Härtefalles". Es müssen aber schon außergewöhnlich Gründe vorliegen. Es besteht mithin voller Kündigungsschutz für den Mieter.

Zu beachten: Der Vermieter von Wohnraum soll den Mieter auf die Möglichkeit des Widerspruches gegen die Kündigung rechtzeitig hinweisen. (568 Abs.2 BGB). Der Vermieter kann jedoch die Fortsetzung des Mietverhältnisses ablehnen, wenn der Mieter den Widerspruch nicht bis spätestens 2 Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses schriftlich erklärt hat § 574 b Abs 2 BGB. Der Vermieter verliert dieses Ablehnungsrecht, wenn er den Mieter nicht rechtzeitig auf die Möglichkeit des Widerspruchs hingewiesen hat. Der Mieter kann dann Gründe für einen Härtefall auch noch im ersten Termin eines Räu-mungsrechtstreites vorbringen ohne zurückgewiesen zu werden § 574 b Abs 2 Satz 2 BGB.

Nun ist zu klären, ob bei Schwangerschaft ein Härtefall vorliegt. Am besten erfragst Du das beim Mieterbund.

Kündigungsschutz im 2-Familienhaus eingeschränkt Zurück zur Auswahl der Immobilien-Gerichtsurteile Wohnt ein Mieter zusammen mit dem Vermieter in einem 2-Familienhaus, kann der Vermieter dem Mieter auch dann die Wohnung aufkündigen, wenn er kein berechtigtes Interesse im Sinn des Gesetzes vorweisen kann. Das Sonderkündigungsrecht gilt selbst dann, wenn Vermieter und Mieter im Zusammenhang mit der Benutzung ihrer Wohnungen keine Gelegenheit zum Zusammentreffen haben. Die gesetzliche Kündigungsfrist des Vermieters verlängert sich jedoch von 3 auf 6 Monate und der Mieter kann sich auf die Sozialklausel berufen, wenn die Kündigung für ihn eine besondere Härte bedeutet. Hat der Vermieter kommentarlos gekündigt, ist der Widerspruch des Mieters sehr erfolgversprechend, jedoch kann der Vermieter die Gründe nachreichen. http://www.versicherungspfalz.de/body_ukuendt.htm Ich denke mal, in der Schwangerschaft könnte das mit der sozialen Härte klappen. Ich würds mal mit einem Anwalt probieren!

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