Darf der Verkäufer sein Auto zurückverlangen?

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8 Antworten

Sofern ein Kaufvertrag zu Stande kam, selbst mündlich dürfte hier reichen da ja ein Zeuge vorhanden ist, sollte da nichts mehr passieren können. Der Verkäufer hat die Ware ausgegeben, der Käufer hat bezahlt. Wenn dem Verkäufer DANACH einfällt das er vielleicht noch mehr für den Wagen bekommen könnte ist das schlicht sein Problem und er hat Pech gehabt. 

Wann Geldübergabe und Kaufvertrag zu Stande kahmen wär noch interessant um hier eindeutige Auskunft zu geben aber wenn es so ist wie ich vermute kann sich der Käufer freuen und der Verkäufer wird seine Autos in Zukunft vielleicht besser prüfen.

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Der Motor scheint in einem deutlich besseren Zustand zu sein, als angegeben wurde. Nicht schlecht.

Es gäbe noch die Anfechtung durch Irrtum: http://www.heise.de/resale/artikel/Irrtum-beim-Kauf-Wann-der-Kaufvertrag-angefochten-werden-darf-1180172.html

"So kann ein Vertrag wegen Irrtums angefochten werden. Das allerdings nicht nur vom Kunden, sondern auch vom Händler. Das ist beispielsweise der Fall, wenn im Vertrag versehentlich ein falscher Preis angeboten wird, also z.B. 200 statt 2000 Euro. Dabei ist aber entscheidend, dass sich der Händler in seiner
Erklärung geirrt hat, also z.B. einfach verschrieben hat. Wer sich bei
seinem Angebot verkalkuliert und später feststellt, dass die Ware doch
mehr wert ist oder er den Preis eigentlich nicht halten kann, hat Pech
gehabt.

Oder wenn das Angebot mit dem Mengenrabatt versehentlich an einen
Kunden geschickt wird, der aus Sicht des Händlers für dieses Angebot
noch gar nicht in Frage kommt. Auch Irrtümer, die die "verkehrswesentliche Eigenschaften" einer Ware oder Dienstleistung betreffen, erlauben eine Anfechtung. Das sind wichtige Produkteigenschaften, also wenn das bestellte Auto ein Cabrio sein soll, es aber nicht ist."

Das wäre ein Hebel, an dem der Verkäufer ansetzen könnte, die verkehrswesentlichen Eingenschaften. Ob der Motor kaputt ist oder nicht ist aus meiner unjuristischen Sicht ein solche.

Ich sehe den Kauf noch nicht in trockenen Tüchern. Aber die Jura-Profis könnten das anders sehen, dann bitte ich um Korrektur.

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Kommentar von Mikkey
14.11.2016, 18:16

Ein guter Beitrag, dennoch meine ich, dass der Verkäufer hier seinen Irrtum nicht zur Rückabwicklung des Kaufs einwenden kann. Er hatte alle Möglichkeiten, sich vor dem Verkauf über die Beschaffenheit des Schadens zu informieren. Das er das nicht getan hat, kann nicht dem Käufer angelastet werden, sondern war eigene Fahrlässigkeit.

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Zum Zeitpunkt der Übergabe war der Vertrag beidseitig erfüllt.

(Defektes) Auto wechselt Besitzer A zu B.

200,- Euro wechseln den Besitzer B zu A.

Das war vereinbart und wurde beidseitig erfüllt.

Dafür braucht es keinen schriftlichen Vertrag, der mündliche gilt ebenfalls. Die zum Kauf mitgenommene dritte Person kann die ordnungsgemäße Abwicklung des Vertrages vermutlich bestätigen.

Weiß nicht, was der Verkäufer jetzt anfechten will.
Dass ER sich versehen hat...?

Pech.

Grüße, ------>

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Wenn ein Kaufvertrag zustande kam (münflich oder besser schriftlich) und das Geld bezahlt wurde , dann ist das Geschäft durch.

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Da der Kaufpreis noch nicht bezahlt wurde (?) und kein Vertrag vorliegt, ist das Geschäft leider nicht rechtsgültig sondern in den Vorverhandlungfen stecken geblieben. Wer hat denn die Kfz-Papiere ?

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Kommentar von hanslernt2
15.11.2016, 11:05

Der Kauf wurde direkt abgeschlossen hatte ich ja geschrieben. Papiere alles vorhanden

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Hat er pech gehabt, kann er so viele Anwälte anrufen wie er will

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Es gilt: gekauft wie gesehen.

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Kaufvertrag?

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Kommentar von PatrickLassan
14.11.2016, 13:57

Kaufverträge kann man von wenigen Ausnahmen abgesehen auch mündlich abschließen.

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