Darf der Pflegedienst das?

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15 Antworten

Das Problem ist, dass Ihre Mutter das Haus verlässt oder das Klingeln nicht hört oder hören will. Am einfachsten ist es, tatsächlich dem Pflegedienst einen Schlüssel zu überlassen. Aus unserer Erfahrung gehen die Pflegedienste sorgsam mit den Schlüsseln um. Wenn Sie niemanden mehr vertrauen, können Sie nur dafür sorgen, dass ihre Mutter zu den vereinbarten Zeiten die Tür öffnet. Es darf nicht sein, dass der Pflegedienst zwei Stunden später zur Medikamentengabe kommt, wenn die Pillen zu einem späteren Zeitpunkt genommen werden sollen. Wenn die Medikamente mal eine Stunde früher oder später verabreicht werden, ist dies eigentlich kein Problem, weil sich im Blut ein Wirkstoffspiegel aufgebaut hat.

Ich glaube, da handelt es sich nicht " nur um Medikamentenabgabe", sondern um eine dementielle Entwicklung deiner Mutter. Ob die Ursachen eine körperliche Erkrankung(z.B. chron. Blasenentzündung, BD, Nieren, Schilddrüse.....), zuwenig Flüssigkeitszufuhr, zuwenig fördernde Aussenkontakt, unpassende Medikamente (paratoxe Wirkung...) usw. sein können sollte in einer geriatrischen Klinik (Memory-Klinik) abgeklärt werden. In der jetzigen Situation ist auch der Pflegedienst keine längerfristige Lösung.

Deine Mutter reagiert auf Fremde mit grossem Misstrauen und Argwohn, nimmt keine Hilfe an und wird über kurz oder lang auch mit dir bösen Streit anfangen, oder irgendwo herumirren. Du wirst ihr nichts mehr recht machen können, wenn ihre Krankheit so weiter geht. Du meinst es gut, mit deinen Ratschlägen. Deine Mutter wird es aber als Bevormundung empfinden und dich dafür wieder wie ein kleines Kind behandeln, schimpfen, möglicherweise auch schlagen. Deshalb zieh dich zurück und geh auch mit deinen Gefühlen bewusst um, bevor es passiert, dass du selbst zurückschlägst.

Sprich unbedingt ehrlich und offen mit dem Hausarzt darüber. Er sollte dir weiterhelfen. Gib die Betreuung und Pflege in andere professionelle Hände und komm sie häufig und gerne besuchen. Sprich dann nur von früher und von den schönen Zeiten. Versuch nicht, sie mit logischen Argumenten bei bestehenden Konflikten zu beeinflussen. Sie wird es erstens nicht verstehen und zweitens nur böse reagieren, was ja nicht das Ziel deines Besuchs ist.

Du bist nicht alleine mit dem Problem. Es gibt viele Selbsthilfegruppen von Angehörigen mit einer Demenzkrankheit. Schütze dich vor zu grosser Enttäuschung und Hilflosigkeit. Such in deiner Nähe eine Angehörigengruppe. Ich weis ja nicht wo du wohnst. hier ein ähnlicher Link:

http://www.sprechzimmer.ch/includephp/previewdoc.php?fileid=2593

Du hast doch ein Gegenargument... Wenn sie sich nicht an die vereinbarten Zeiten halten können, können sie schon noch weniger den Schlüssel verlangen. Würde auch nicht wollen, wenn sie früher oder später kommen, daß sie dann in die Wohnung gehen ohne daß ich da bin.

Vielleicht einfach mal den Pflegedienst wechseln?

Es ist aber leider kein Einzelfall! Meine Oma war auch lange Zeit bettlägerig und meine Tante musste tagsüber natürlich zur Arbeit. Sie hat dann von den Nachbarn erfahren, dass der Pflegedienst fast immer zu spät zum Frühstück und viel zu früh zum Mittag kam - manchmal kaum 2 Stunden dazwischen!

Wenn der Dienst zu den vereinbarten Zeiten +/- eine halbe Stunde kommt (was ja bei Medikamenten auch wichtig wäre!), öffnet Deine Mutter ja die Tür! Also sehe ich keine Veranlassung den Schlüssel abzugeben.

denn was ist, wenn der Pflegedienst jetzt zwar die Schlüssel hat, aber meine Mutter nicht anzutreffen ist, wenn sie denn mal zum Arzt oder halt zum Einkaufen oder zu Nachbarn verschwindet? Dann müssten die ja auch nochmal wieder kommen und sie will halt nicht einfach "fremde" Leute in die Wohnung lassen und am Ende ist sie gar nicht da. Die Medikamente vergißt sie zu nehmen, darum musste das vom Krankenhaus aus gemacht werden und ich habe leider keine Zeit mich um sie richtig zu kümmern, da ich mich derzeit beruflich mich verwirklichen möchte und ich dadurch noch weniger Zeit habe, mal nachdem rechten zu sehen. Es geht halt nur um die Medis.

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Du hast einen Vertrag mit dem Pflegedienst und nicht mit der Mitarbeiterin. In dem ist geregelt wann die Frau zu erscheinen hat. Fahr zum Pflegedienst hin, beschwere dich sachlich. Am besten fixierst das auch nochmal schriftlich und läßt den Brief gleich da. Poche auf Vertragserfüllung, ansonsten suchst du dir einen anderen Pflegedienst.

das hab ich auch bereits gemacht und die haben sich nur über meine Mail diesbezüglich kaputt gelacht und mir dann gedroht, das sie ab nächste Woche die Versorgung aufgrund dessen einstellen, wenn ich denen nicht die Schlüssel nachmachen würde. Es kann nicht sein, wenn die ab 18 Uhr bestellt für abends die Tabletten machen müssen, das die dann schon um 15 oder 16 Uhr kommen, aber ich glaube, das geht bei denen wieder aus den Ohren raus und ich bin dann immer deren Blitzableiter. Die Krankenkasse hat auch gesagt, das die das so nicht machen kann, nur ich wollte eigentlich zumindest noch das die das bis Jahr machen und dann nach den Feiertagen, das kann nicht sein, das die jetzt ohne Weihnachten ohne was da steht.

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@Eisblume2009

Die Pflegedienste sind genauso wie Altenheime und Pflegeheime zertifiziert und werden geprüft. Es gibt Zentralverbände bei denen du dich beschweren kannst. Der Vertrag sagt aus, das es keinen Schlüssel gibt. Das wäre dann ein Vertragsbruch, such dir bitte einen Anwalt. Einen Beratungsschein bekommst du auf jeden Fall.

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Leider wird es nicht ohne Schlüssel gehen, denn die zeiten beim Pflegedienst sind so eng gelegt, das sie nicht immer lange warten können, bis ihnen endlich jemand die Tür öffnet.Jedesmal wenn sie dann umsonst kommen,bekommen sie dafür kein Geld. wenn ihr es aber nicht möchtet, dann steht es euch frei, einen anderen Pflegedienst dafür zu beauftragen. Ich schätze aber, das der da auch nicht mitspielt!

  1. Der Pflegedienst hat keinen rechtlichen Anspruch auf einen Schlüssel zum Wohneigentum der Pflegeperson.

  2. Der Pflegedienst hat sich an die vereinbarten Zeiten zu halten.

Wenn also sichergestellt ist, dass deine Mutter den Pflegedienst immer zur vereinbarten Zeit erwartet und empfangen kann, gibt es gar kein Problem. Probleme in der Abwicklung, die durch fehlerhaftes Verhalten des Pflegedienstes enstehen, sind nicht durch Euch zu verantworten. Ich würde mal mit dem Pflegedienstleiter sprechen oder gegebenenfalls die Krankenkasse einschalten.

Als letztes Mittel kannst Du immer noch den Pflegedienst wechseln, aus eigener Erfahrung muss ich aber sagen, dass es davon zwar viele gibt, wirklich gute aber selten zu finden sind.

Ein mobiler Pflegedienst kann sich jederzeit verspäten, wenn bei einem Kunden was Unvorhergesehenes passiert, und auch mal eine Stunde früher kommen, wenn ein Kunde ausfällt. Und wenn deine Mutter die Klingel nicht immer hört, brauchen die einen Schlüssel. Wie sollen sie sonst rein kommen? Und deine Mutter geht einkaufen plus/minus um die Zeit? Das geht natürlich gar nicht! Deine Mutter hat offensichtlich noch nicht verstanden, dass sie diesen Pflegedienst braucht. Denn es gibt Spielregeln, und sie sabotiert sie. Ich bin übrigens Rollstuhlfahrerin und brauche für manche Dinge auch einen Pflegedienst. Deshalb kenne ich das alles. Die können euch übrigens auch kündigen, wenn es sogar nicht hinhaut. Was du leider tun musst, ist ein ernstes Wort mit deiner Mutter reden. Sie möchte gut versorgt sein - also muss sie sich an Regeln halten. Sie kriegt ja wahrscheinlich nur eine Spritze, vermute ich mal, aber die ist wichtig. Tipp noch: Ist es ein privater Pflegedienst? Und ganz in ihrer Nähe? Ihr zahlt die Anfahrt mit, übrigens auch eine vergebliche!

Wenn der Pflegedienst seine Tätigkeit durch mangelnde Kooperation des Patienten nicht ungehindert durchführen kann, ist er natürlich berechtigt, den Vertrag zu beenden.

Selbstverständlich ist deine Mutter nicht gezwungen, einen Schlüssel zu ihrer Wohnung zur Verfügung zu stellen, anderseits muss sie dann abe dafür sorgen, dass der Pflegedienst ungehindert und ohne längere Wartezeit Zugang erhält, um seine Arbeit zu tun.

Andererseits frage ich mich, wofür deine Mutter überhaupt einen Pflegedienst zum Medikamentenstellen und/oder -Verabreichen benötigt, wenn sie selbst einkaufen kann.

Das ist zwar rechtens, was die machen, aber ob es anständig ist, ist eine andere Frage. Ich kenne die näheren Umstände nicht, empfehle aber, vielleicht nach einem anderen Dienst zu suchen und den auszuprobieren, womöglich klappt es dann besser. Gruß, q.

wenn ihr keinen Schlüssel rausgeben wollt, vereinbart doch feste Zeiten, an die sich beide halten müssen. Wenn der Pflegedienst da nicht mitmacht, such dir einen anderen - es gibt doch genug davon.

es gibt noch mehr Pflegedienste, die sich über euch als Kunden freuen würden. Kündige ihnen und such dir einen anderen.

Ich gebe Dir mal einen Tip.

Der Pflegedienst ist darauf angewiesen, daß er in die Wohnung der Mutter reinkommt, um seine verdammt gute und unterbezahlte Arbeit durchzuführen.

Daß die in die Wohnung müssen, ist logisch und daß die deswegen auch einen Schlüssel brauchen ist auch logisch.

Die können auch nicht zu einer festgelegten Zeit kommen, denn die haben mehrere Patienten. Und wenn Ihr das nicht einseht, dann muß halt einer aus Eurer Familie da antanzen.


Dieser Pflegedienst hat auch noch andere Vorteile. Wenn der kommt und Deine Mutter da mal rumliegt, dann ist jemand da, der einen Arzt rufen kann.

Bei uns hatte der Pflegedienst sogar zwei Schlüssel, weil er morgens und abends kommen mußte.

Außerdem gib Deiner Mutter einen Notrufsender. Hängt um Hals und wenn man drauf drückt, kommt jemand.

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!

Bitte, es ist völlig üblich, dass ein Pflegedienst den Schlüssel bekommt. Entweder Pflegedienst zu üblichen Bedingungen oder kein Pflegedienst.

Deine "Bedingungen" sind völlig überzogen.

ich bin ehemaliger Altenpfleger(3 jährige ausbildung+9 Jahre Praxis) und ich kann euch nur eins sagen der mobile Pflegedienst ist für die Katz(IN MEINEN AUGEN IST DAS KEINE OPTIMALE PFLEGE--Geldmacherei---das ist Pflege vom letzten Jahrhundert siehe defizitäre Pflege) Unterbezahlt ??!! das war hoffentlich ironisch gemeint! Als Patient hat man gut zu zahlen.. Wenn sich der Pflegdinst verspätet dann ist das nich das Problem des KUNDEN(DAS IST EINE DINSTLEISTUNG UND KEINE CHRISTLICHE NÄCHSTENLIEBE...) P.S der mobile pflegedienst arbeitet oft mit ungelerntern Pflegekräften, aktivierende Pflege bleibt dort auf der Strecke.... Die Pflege allgemein ist verlogen und verheuchelt, wenn ich schon die ganzen pflegeleitbilder durchlese spriengt mir das messer in der HOSE AUF.. Das Modell gibt uns die Möglichkeit, Pflege ganzheitlich zu betrachten sowie existentielle Erfahrungen zu beachten und zu nutzen. Unsere pflegerische Zielsetzung beinhaltet die Teilziele Fähigkeiten zu erhalten, zu stabilisieren, wieder zu erlangen, sowie wiedererlangen von Wohlbefinden und Selbstbestimmung. VERHEUCHELT VERHEUCHELT Bei Behandlungspflege wie z.B Wundversorgung, Insulinvergabe,etc ist der MPD sinnvoll aber bei der klassischen Pflege seit ihr mit einer sogennanten Polin besser dran!!

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