Darf der Nachbarn einen hässlichen Anbau errichten?

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16 Antworten

massgebend ist baugenehmigung,über geschmack lässt sich streiten und kein kriterium wegen anbau

"Nachbarschützend" sind nur die Vorschriften zu Grenzabstandsflächen, zur Belichtung von Aufenthaltsräumen, zur Art der baulichen Nutzung und zum Brandschutz. Aus- und Einsicht gehören nicht dazu, Gestaltung schon gar nicht. Es geht Dich auch nichts an, ob er eine Baugenehmigung hat, solange er nicht gegen die genannten Vorschriften verstößt.

Du hast nur dann Mitspracherecht, wenn das Problem so groß wird, dass der Wert deines Hauses bei Weiterverkauf daran leidet. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn nun dein Fenster zugemauert wäre, sodass kaum mehr Licht rein kommt.

Ansonsten braucht er schon eine Baugenehmigung, zumindest wenn es WOHNraum ist und nicht nur n kleiner Gartenschuppen für den Rasenmäher. Wenn du wissen willst, ob er dazu eine Genehmigung hast, kannst du ganz böse sein und beim Bauamt nachfragen....böse deswegen, weil Schwarzbauten abgerissen werden müssen.

Seehausen 27.10.2012, 10:46

"Nachbarschützend" sind nur die Vorschriften zu Grenzabstandsflächen, zur Belichtung von Aufenthaltsräumen, zur Art der baulichen Nutzung und zum Brandschutz. Aus- und Einsicht gehören nicht dazu, Gestaltung schon gar nicht. Es geht Dich auch nichts an, ob er eine Baugenehmigung hat, solange er nicht gegen die genannten Vorschriften verstößt.

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Wenn es dein direkter Grundstücksnachbar ist und du keine Nachbaranhörung erhalten hast, dann hat er keine Baugenehmigung.

Somit kannst du die Bauaufsicht informieren, die voraussichtlich weitere Arbeiten untersagt.

Wenn dieser Anbau allerdings genehmigungsfähig wäre, kann sich der Nachbar immer noch eine Baugenehmigung verschaffen und weiter bauen.

Ob die Baumaßnahme nun hässlich ist oder nicht, darüber hast du nicht zu entscheiden.

Guten Morgen, meine Mutter wohnt in einer Siedlung, die insgesamt geplant und gebaut wurde. Da alle Häuser einheitlich sind gibt es genaue Auflagen in wie weit das Gesamtbild verändert werden darf. Dort wo die Häuser individuell geplant und gebaut werden ist das nicht so streng. Ich würde mich beim zuständigen Bauamt oder der Gemeinde informieren. LG

sambacat 27.10.2012, 08:24

...ich meine ja auch, dass ein Anbau das Gesamtbild einer Wohnsiedlung nicht verschandeln darf, darum staune ich, das sowas von der Baubehörde genehmigt wird, sofern er überhaupt eine Baugenehmigung hat...

Ich bin nicht die einzige, die auf diese Objekt nun blicken muss. Vielleicht sollte ich ich mit meinen Nachbarn darüber beraten, ob und was man dagegen tun kann.

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Seehausen 27.10.2012, 10:42

Dann muss die Gemeinde aber eine Ortsgestaltungssatzung erlassen haben; und selbst wenn dies so ist haben Nachbarn keinen Rechtsanspruch auf die Einhaltung derartiger Satzungen ("nicht nachbarschützend")

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Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat dein Nachbar dafür eine Baugenehmigung, da kannst du wohl nichts dagegen machen.

Solange der Nachbar eine Baugenehmigung hat und auf seinem Grundstück baut/bleibt,... kann er bauen wie er möchte. Nur weil du meinst, dass es nicht in die Umgebung passt und/oder hässlich aussieht wird dem Nachbar ganz bestimmt nicht die Baugenehmigung entzogen!!!!

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt"

Eine Baugenehmigung wird er mit Sicherheit haben und sein Projekt somit auch durchsetzen können. Warum sollte er auch auf deinen Geschmack Rücksicht nehmen? Ich persönlich würde das auch nicht tun. Es hat nunmal nicht jeder den gleichen Geschmack, damit musst du dich abfinden.

Versuch doch einfach mal, mit dem Nachbarn vernünftig zu reden, und teile ihm evtl. ein paar "Verbesserungsvorschläge" mit. Vielleicht nimmt er sich das ja zu Herzen.

Warum immer gleich Nachbarschaftskriege riskieren und sich selbst die Nerven kaputt machen? Stell dir mal vor, der Nachbar würde dir vorschreiben, wie du dein Haus zu gestalten hast. Wäre für dich sicherlich auch nicht schön, oder?

LG, Targaryen

schnucki65 10.12.2012, 22:59

Sagt die richtige !

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Du kannst dich beim Bauamt informieren. Vielleicht hast du Glück und er muss alles abreissen.

Seehausen 27.10.2012, 10:47

"Nachbarschützend" sind nur die Vorschriften zu Grenzabstandsflächen, zur Belichtung von Aufenthaltsräumen, zur Art der baulichen Nutzung und zum Brandschutz. Aus- und Einsicht gehören nicht dazu, Gestaltung schon gar nicht. Es geht Dich auch nichts an, ob er eine Baugenehmigung hat, solange er nicht gegen die genannten Vorschriften verstößt.

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Frag doch da mal beim örtlichen Bauamt nach.

UND: Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich - was der Eine als chic empfindet - schmerzt den Anderen... Es ist SEIN Haus und SEIN Grund und Boden, also darf er (fast) alles.

Seehausen 27.10.2012, 10:41

Die immer wiederholten Antworten "frag doch mal beim Bauamt nach" sind so unsinnig wie falsch.

Erstens gibt es mindestens 7 Bauämter, zweitens geben die keine mündlichen Auskünfte, drittens dürfen die über Dritte nichts sagen, viertens geht das alles den Fragesteller nichts an und fünftens unterliegen Auskünfte von Bauaufsichtsämtern nicht mehr der Amtshaftung.

Also was solls. außer Punktejägerei??

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Wenn es Dein Nachbar ist, solltest Du eigentlich vorher dazu gehört werden. Du kannst nämlich Widerspruch einlegen. Frag doch mal bei der Baubehörde nach.

Leijona 27.10.2012, 08:17

Widerspruch, weil es ihm nicht gefällt? Das gibt es nicht. Wenn der Nachbar eine Baugenehmigung hat, und die wird er haben, hat er Pech. Soweit kommt es noch, dass man sich nach dem Geschmack der Nachbarn richten muss.

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Andrea2009 27.10.2012, 08:19

Nee! Der Nachbar darf bei meinen Umbauplänen nicht seinen Senf dazugeben. Wo kämen wir da hin...???

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blondie1705 27.10.2012, 08:39
@Andrea2009

Klar kann der Nachbar Widerspruch einlegen, denn bisher war es einstockig und jetzt soll es zweistockig werden. Ob ein Widerspruch Erfolg hat, ist natürlich eine andere Sache.

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Seehausen 27.10.2012, 10:44

Wie kann man nur solch einen baurechtlichen Unsinn verbreiten!!!!

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Seehausen 27.10.2012, 10:46

"Nachbarschützend" sind nur die Vorschriften zu Grenzabstandsflächen, zur Belichtung von Aufenthaltsräumen, zur Art der baulichen Nutzung und zum Brandschutz. Aus- und Einsicht gehören nicht dazu, Gestaltung schon gar nicht. Es geht Dich auch nichts an, ob er eine Baugenehmigung hat, solange er nicht gegen die genannten Vorschriften verstößt.

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Eine Baugenehmigung wird er womöglich schon brauchen - allerdings leider nicht von dir.....

In Deutschland werden nur hässliche Anbauten genehmigt!

Gehe mal davon aus, daß er eine Baugenehmigung benötigt - insbesondere wenn er von eingeschossig auf zweigeschossig baut. Vielleicht hat er sie ja schon? Denn in den meisten Fällen wird er hier ja nicht Deine Meinung, sondern die Genehmigung des Bauamtes einholen müssenn ..........

Er wird sicher eine Baugenehmigung dafür brauchen und wahrscheinlich auch bekommen haben.

Aber nach den Geschmäckern der Nachbarn wird da nicht gefragt.

Danke für eure Anworten!

Bei der Baubehörde kann ich natürlich mal nachfragen... Mich würde nur interessieren, ob jemand von euch sowas schon mal erlebt oder davon gehört hat, und davon berichten kann, wie es am Ende ausgegangen ist...?

Andrea2009 27.10.2012, 08:38

Ohne Baugenehmigung: Abriss - mit Baugenehmigung steht das Teil heute noch.

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Seehausen 27.10.2012, 10:44
@Andrea2009

Andrea2009 sollte nicht ständig solche inkompetenten Pseudoantworten verbreiten!

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guinan 27.10.2012, 16:53
@Seehausen

Ich habe von einem Fall im Bekanntenkreis gehört. Sie wohnte in einem nichtgenehmigten Teil des Hauses. Die Baubehörde teilte ihr mit, dass sie ausziehen müsse, da dies abgerissen werden müsse, da es nicht genehmigt war. Sie zog aus und verlangte die Kosten für den Umzug von der Vermieterin. Diese wurde in einem Vergleich bewilligt. Das Gebäude wurde jedoch nicht abgerissen- wie das sein kann, wurde nicht geklärt. Vermutet wird, dass sie es als eine Erweiterung ihrer eigenen Wohnung ausgegeben hat und nicht als 2 Wohnungen. Sollte dort allerdings wieder jemand wohnen, was keiner weiß, wäre es unrechtmäßig. Da lief viel unter der Hand, selbst die Baubehörde zeigte sich nicht koscher in ihrem Verhalten.

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Bin ich froh, das ich nicht dein Nachbar bin.

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