Darf der Mieter beim Stromanbieter für Betriebsstrom mitreden?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

der Vermieter hat sich mehrere Angebote einzuholen und ist zur Kostengünstigkeit verpflichtet

Kann ich das auch im Gesetz irgendwo wiederfinden?

0

Ich wollte wissen ob es diebezüglich neue erkenntnisse gibt. ich stehe derzeit mit einem ähnlichen problem da und mir fällt es schwer dies so einfach zu akzeptieren.

mein Sachverhalt. unser haus mit 5 Partein hat im jahr 2007 ca 28 m3 warmwasser verbraucht. meine wohneinheit allein 15 m3 (liegt daran, das die meisten im haus auf arbeit oder nach dem sport dort duschen;) insgesamt waren dies kosten von 1500 Euro. bei uns wurden die Kosten jedoch nicht durch die qm der wohnung sondern durch den verbrauch abgerechnet. das sind allein für meinen freund und mich knapp 800 Euro. bei uns wird das wasser in einem tank aufbewahrt und ständig durch erhitzt (strom)....ich habe täglich betriebskostenabrechnungen auf meinem schreibtisch und diesbezüglich vergleichsmöglichkeiten. hatte aber nie solche hohen warmwasserkosten. Wie ist das nun mit der wirtschaftlichkeit? das problem...wenn alle im haus kein warmeswasser mehr benutzen und der zähler sich einmal kurz bei mir drehen würde, hätte ich die kompletten kosten. weil, die Kosten von knapp 1500E sind ja auf jeden fall da. wollte meinen vermieter anschreiben um gegebenenfalls eine gemeinsam lösung (zB durchlauferhitzer) zu finden. wobei ich nicht glaube das der geizige vermieter druaf eingehen wird.

Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit steht in § 556 Abs. 3 Satz 1 BGB am Ende. Der Vermieter hat bei der Abrechnung der Betriebskosten den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten.

Allerdings habe ich noch nie ein Urteil gelesen, in dem der Vermieter seine Nachzahlung nicht erhalten hat, weil der den Hausstrom nicht vom Billiganbieter bezogen hat. Damit wäre ich sehr vorsichtig. Ich denke, nur in krassen Ausnahmefällen, in denen sich der Vermieter nach Gesprächen oder Schriftwechsel entgegen jeder wirtschaftlichen Vernunft weigert, den Anbieter zu wechseln, kann der Mieter die Nachzahlung verweigern oder sogar die Vorauszahlungen zurückbehalten. Wie gesagt, ich wäre (als Mieter) sehr vorsichtig damit.

Nein, es geht nicht darum den Vermieter zu verklagen oder die Nebenkosten nicht zu zahlen. Wir wollen nun, da wir wissen, der Anbieter ist doch teuer, den Vermieter bitten einen günstigeren zu wählen. Also für die Zukunft. Das wir jetzt die Rechnung haben ist zwar absoluter Mist, aber ist so.

0

Gilt der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit also so, dass wir unseren Vermieter anschreiben können und ihn auffordern dürfen den Anbieter zu wechseln. Wir haben mit einem simplen Online-Vergleich Strom- und Gasanbieter gefunden, da würden wir bei dem jährlich Verbrauch immerhin knappe 400 Euro sparen. Ich finde, dass ist ne ganze Menge.

0

Wenn die Kosten so hoch sind liegt dies eher nicht am Stromanbieter sondern an der Art des Verbrauches. Die Ersparnisse bei einem günstigeren Anbieter sind meist minimal und machen nur wenige Prozent aus, so daß man vielleicht anstatt 94 Euro auf 88 Euro kommt...

Ich würde eher die Ursache bekämpfen. Wenn man mit Strom heizt ist dies generell teuer.

Ein Anspruch auf den günstigsten Anbieter hat ein Mieter nicht.

Diese Heizung ist eine Gasheizung und nur der Brenner und die Rohrbegleitheizung sind eben verantwortlich für den Stromverbrauch, wird uns erzählt. Wie gesagt, es ist ein Doppelhaus und auch unsere Nachbarn haben die Kosten satt, haben aber bisher nichts gesagt. Wir haben unseren Vermieter aufgefordert uns den hohen Verbrauch zu erklären. Wir reden hier von 7800 kWh im Jahr. Wir finden das viel zu hoch und es ist da schon ne Zeitschaltuhr drin, dass nachts die Rohrbegleitheizung aus ist. Okay, wir haben auch das Pech, unsere Nachbarn heizen Sommer wie Winter, keine Ahnung warum, also zahlen wir ja die Grundkosten mit. Die Abrechnung wird vom Vermieter nach Quadratmeter vorgenommen. Nur haben wir eben nicht vor einfach so hier weiterzuwohnen und nicht zu sagen, dass wir die Kosten viel zu hoch finden. Noch mehr sparen geht echt nicht. Wir haben schon alles nur auf Minimum eingestellt. Ich versteh überhaupt nicht, wie die Heizung so viel verbrauchen kann. Bisher gab es vom Vermieter nur das Kommentar, es wäre für ihn plausibel. Ach ja, in Euro reden wir hier von 1.200 Euro jährlich und das ist NUR der Betriebsstrom.

0
@nitsrek

Du hast ja nun die Richtung aufgezeigt bekommen. Vielleicht hilft Euch konkret der örtliche Mieterbund o.ä.

0

Frisst die Rohrbegleitheizung wirklich "enorme Strommassen"? Das ist doch eher ein zusätzlicher Frostschutz.

Aber wenn ihr schon einen wesentlich günstigeren Anbieter gefunden habt, dann könntet Ihr doch einfach mal den Vermieter darauf aufmerksam machen.

Vielleicht freut der sich ja darüber, weil er nicht täglich Vergleiche anstellt und er deshalb vielleicht von diesem Angebot gar nichts weiss.

Na das gesamte Warmwasser und alles läuft über die Rohrbegleitheizung. Heißt Sommer wie Winter. Wir wohnen erst seit letztem Jahr Oktober hier und konnten die Nebenkostenabrechnugn gar nicht fassen. Der Betriebsstrom der Heizung beträgt monatlich rund 94 Eus, da ist sie noch nicht mal gelaufen. Unglaublich eigentlich.

0

Ja, der Vermieter muss im Interesse der Mieter kostengünstige Anbieter nehmen.

kann ich mir nicht vorstellen! Wo steht das?

0
@Mismid

Gebot der Wirtschaftlichkeit, spätestens seit der Mietrechtsreform 2001 (?).

0
@HerrLich

das gilt aber nicht für die Wahl des Energieversorgers, es sei denn man wählt einen der teurer als der lokale ist

0

Was möchtest Du wissen?