Darf der Lehrer das in der Klausur?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Ja, so etwas darf der Lehrer 90%
Nein, so etwas darf der Lehrer nicht 10%

6 Antworten

Ja, so etwas darf der Lehrer

Der Lehrer kann euch sagen, was in der Klausur dran kommt und dann doch was ganz anderes machen. Es liegt in der Verantwortung der Schüler sich vollumfänglich für ein Fach vorzubereiten und nicht nur für evtl. Klausuraufgaben. Die Tatsache, dass die eine oder andere Aufgabe in einer Klausur nicht behandelt wird, impliziert doch nicht, dass man sie nicht beherrschen muss.

Ja, so etwas darf der Lehrer
Im Unterricht wird gesagt, dass wir uns bei einer bestimmten Aufgabe das Beispiel, an dem wir einen Sachverhalt erklären sollen, selbst aussuchen dürfen.

Das ist schön. Lernen und dabei selber denken!

Dann kommt aber die Klausur, z.B. in Chemie oder Bio, wo steht, dass wir etwas an einem vorgegebenem Beispiel erklären müssen!

Natürlich ist das in Ordnung. Schließlich habt ihr dieses Prinzip im Unterricht schon einmal angewendet (anhand eines Beispiels erklären).

Wir schreiben ein Tafelbild auf, welches ich auch so in der Klausur bei der Reproduktion hingeschrieben habe.

Dass du dir sowas merken kannst...

Aber dann sagt der Lehrer bei der Besprechung, dass es keinen Sinn ergibt, dies und jenes aufzuschreiben!

Auch völlig in Ordnung. Das Tafelbild umfasst meist etwas mehr als nur genau ein Thema, sondern auch Einblicke in andere Fälle wie bei der DNA-Replikation zur Code-Sonne. Wenn du aber die Funktionsweise von Translation und Transkription nennen sollst, brauchst du die Sonne nicht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Abitur 2020 an einem Gymi (math.-naturwiss. Vertiefung) | SN
Dass du dir sowas merken kannst...

Es ist extrem erstaunlich. Ich habe Leute gesehen die haben wirklich tagelang für Chemieklausuren gelernt. Ich frage "was lernst Du da so viel, das war doch kaum Stoff" - "alles auswendig".

0 Verständnis für das Konzept, konnte aber jedes Tafelbild, jede Aufgabe 1:1 zu Papier bringen.

0 Lernwert, maximale Lernbelastung.

Es ist unglaublich was Menschen alles in ihren Kopf bekommen, wenn sie nur genug Zeit investieren.

... ich kann das bis heute nicht ganz glauben xD

Gruß

1
@AldoradoXYZ

Ich hab dafür immer im Unterricht gelernt und nur notfalls mich nochmal zu Hause hingesetzt. Und damit bin ich auch ganz gut gefahren.

0
@LeProblemo

Das ist der Unterschied zwischen Verstehen und Auswendig lernen.

Chemie scheint da so ein Mischding zu sein, wo man auch mit Auswendiglernen relativ weit kommt.
In Mathe würde niemand auf die Idee kommen. Erklärt wohl etwas warum Chemie oft dann im Dreier-, Viererbereich landet und das in Mathe nicht so "gut" aussieht.

Gruß

1
@AldoradoXYZ

Gerade in Mathe kommst fu mit sturem Regelanwenden sehr weit

0

Na ja beim Zitieren hast du meine Begründungen weggelassen, was den Sinn meiner Aussagen ausmacht :)

Jeder von uns hat 1 anderes Beispiel gelernt, welches wir uns selbst aussuchen durften, aber dann soll in der klausur jeder das gleiche zeichnen (Strukturformel), die man sich nicht erschließen kann sondern auswendig lernen muss. Somit haben die einen ja so gesehen Pech und die anderen Glück,wenn sie das richtige Beispiel gelernt haben. Ist das gerechtfertigt ?

0
@coolpandafreak
bei einer bestimmten Aufgabe das Beispiel, an dem wir einen Sachverhalt erklären sollen, selbst aussuchen

Und du bist davon ausgegangen, dass genau diese Aufgabe exakt so formuliert auch in der Arbeit wieder auftaucht? Ganz schön naiv.

0
Ja, so etwas darf der Lehrer

Es geht am Ende darum, dass Du den Lern-Stoff beherrscht. Wie Du das machst, liegt grundsätzlich in Deinen eigenen Händen, aber sorgfältiges und konzentriertes Aufpassen im Unterricht ist da sicher sehr zentral.

Lern-Stoff = Wissen. Manche Dinge muss man nunmal nicht (nur) auswendig wissen, sondern sie auch souverän beherrschen ... .

Stufen des Wissens – Schulnote:

kein Wissen => 6
zu wenig Wissen => 5

alles auswendig gelerntes Wissen => sollte mindestens zu einer 4 reichen ...
Grund: Ich kann vielleicht alles auswendig lernen, aber wenn ich nix davon verstanden habe, werde ich nicht weit kommen...

damit nächste Stufe: verstandenes Wissen => damit sollte man es wenigstens bis zu einer 3 schaffen können.
Grund: Ich kann manches vielleicht verstehen, es aber deswegen noch lange nicht anwenden

weitere Stufe: anwendbares Wissen => sollte in der Regel zu einer 2 reichen
Grund: ich kann z.B. rein in der Theorie schon verstanden haben, wie ich ein Auto zum Fahren bringe, aber trotz meines rein theoretische Wissens würde ich nicht weit kommen => ich muss das Verstandene auch anwenden und mit dem Auto in der Praxis fahren können

schließlich oberste Stufe: souverän beherrschtes Wissen => das wäre dann die 1.
Beispiel: Es gibt zwar ganz viele Leute, die Auto fahren, aber das Autofahren beherrschen tun von denen eher wenige (wie ich annähernd täglich erleben muss...)

Also zusammgefasst: Es ist der falsche Denk-Ansatz, zu fragen, was der Lehrer darf oder nicht. Der richtige Denk-Ansatz ist die Frage: Wie gut beherrsche ich den Lern-Stoff ... und das dann einordnen in die obige Skala, dann weiß man schon vor der Klausur, was man ungefähr haben wird ... und wenn man merkt, dass es zu wenig ist, wüsste man theoretisch, was man dagegen tun kann ... ;-)

Ja, so etwas darf der Lehrer

Hey,

In dem Falle sind es Strukturformeln, die ich nicht alle auswendig kann!

Du kannst gar nicht alle kennen, Du sollst das Konzept dahinter verstanden haben.

Es erwarten auch niemand, dass Du alle Zahlen kennst, trotzdem sollst Du das Konzept hinter "Zahl" so weit verstanden haben, dass Du damit rechnen kannst.

Wenn Du an einer vorgegebenen Strukturformel erklären sollst, dann wird geprüft ob Du das Konzept verstehst, nicht, ob Du diese eine Strukturformel auswending kennst.

Wir schreiben ein Tafelbild auf, welches ich auch so in der Klausur bei der Reproduktion hingeschrieben habe.

Reproduktion ist die niedrigste Form des Wissens. Oftmals stellt ein Lehrer eine Frage und erwartet nun demonstriertes Wissen, nicht, dass man das Tafelbild 1 zu 1 wiedergeben kann.

Ich kenne das aus der Schulzeit allerdings auch. Leute haben Chemie überhaupt nicht verstanden und dann alles auswendig gelernt. Die haben dann ihr auswendig gelerntes Wissen in die Klausur gequetscht und gehofft dafür Punkte zu bekommen. Lehrer wollen aber mindestens Transferleistung sehen, also bekanntes Wissen auf neue (aber ähnliche) Sachverhalte anwenden.

Auswendig Lernen bringt in den meisten Fälle kaum bis gar keine Punkte und zeigt viel mehr, dass man nicht mal weiß was man da schreibt. Zum Beispiel dann, wenn man eine Antwort 1:1 aus der Erinnerung kopiert, diese aber kaum etwas mit der Aufgabe zutun hat.

Das ist übrigens auch der Grund warum man in Klausuren häufig aufgaben bekommt, die zwar mit dem vorher behandelten Thema zutun haben, aber eben so noch nicht gestellt wurden. Es gibt da etwas Neues, Unbekanntes und genau das will der Lehrer sehen, dass man die Konzepte verstanden und anwenden kann.

Ich sage also, dass er nicht nur darf, sondern sogar muss.

Gruß

Zu den Strukturformeln: Wir sollten uns für eine entscheiden und diese Auswendiglernen um sie auch zeichnen zu können. Somit hat jeder im Kurs eine andere Strukturformel auswendig gelernt. In der Klausur kommt aber, dass wir eine bestimmte zeichnen sollen! Dann ist es ja so dass die einen Glück haben und die anderen Pech und das, obwohl sie auch gelernt haben, nur eine andere !

0
@coolpandafreak

Also aus meinem Chemie-LK kenne ich das so, dass man beliebige Sturkturformeln zeichnen können musste.

Zum Beispiel sowas wie:

3-Isobutyl-2-methoxypyrazine

Man muss dann die Bezeichnung in seine Komponenten zerlegen und entsprechend zeichnen.

Dass ihr euch vorher bestimmte ausgesucht habt und dann ein paar Leute schon den Fall aus der Klausur hatten ist natürlich blöd.
Generell hätte aber jeder alle zeichnen können sollen.

An Stelle des Lehrers hätte ich eine genommen, die noch keiner zuvor gewählt hatte.

Gruß

1
Ja, so etwas darf der Lehrer

Ist mies, etwas anderes anzukündigen, aber jeder behandelte Stoff kann drankommen.

Den Punkt mit dem Tafelbild versteh ich nicht. Wenn das Geschriebene nicht die Lösung war, dann ist es eben falsch.

Das mit dem Tafelbild: Ich habe es genauso aufgeschrieben wie es an der Tafel stand, aber dann wurde gesagt, dass es doch nicht zählt, weil es keinen Sinn ergibt und dass wir es uns selbst hätten erschließen sollen

0
@coolpandafreak

Bei dem Tafelbildbeispiel wäre schon die konkrete Aufgabe und die gegebene Antwort nötig um das beurteilen zu können.

Ich kenne es so, dass die vorherigen Tafelbilder nie 100% zu gestellten Aufgaben gepasst haben. Etwas Abwandlung war immer drin, damit eben nicht nur Auswendiglernen abgeprüft wird.

Gruß

0

Was möchtest Du wissen?