Darf der Kaufumfang nach Beurkundung verändert werden?

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Wesentliche Bestandteile gehören zum Kaufgegenstand ebenso dazu wie Zubehör. Sowohl fest installierte (mit dem Boden verbundene) Aussenbeleuchtung wie auch (mit dem Haus verbundene) Einbauschränke sollten hierunter zu qualifizieren sein. Sonstige Inneneinrichtung zählt jedoch nicht dazu. Das Problem sehe ich in der Beweisbarkeit bzw. in der unklaren Formulierung des Kaufvertrages. Steht da "Haus mit wesentlichen Bestandteilen und Zubehör" oder wirklich nur "Haus" wie gesehen? Könnte mit -möglichst unabhängigen- Zeugen der Zustand bzw. der Umfang des Kaufgegenstands belegt werden? Existiert eine Fotodokumentation?

Besser wäre die Situation natürlich (Tipp), wenn als Anlage zum Kaufvertrag ein Verzeichnis erstellt worden wäre, in dem zumindest die Gegenstände einzeln aufgeführt wurden, auf die es dem Käufer ankommt.

Fazit: Im Prinzip gehören die Gegenstände wohl dazu, fraglich ist die Durchsetzbarkeit dieses Anspruchs, da der gewollte Zustand nachgewiesen werden muss. Die fehlenden Gegenstände sollten im Übergabeprotokoll aufgeführt werden (die Übergabe zu verweigern, halte ich aufgrund der Wertrelationen für überzogen), damit erhält der Käufer die Möglichkeit, einen -angemessenen- Teil des Kaufpreises zurückzuhalten. Abhängig natürlich davon, wie die Durchsetzbarkeit (s.o.) beurteilt wird.

Übrigens: Der Porsche in der Garage ist weder wesentlicher Bestandteil noch Zubehör. Der müsste schon ausdrücklich mit im Kaufvertrag erwähnt sein, wenn er Kaufgegenstand werden soll. Anders die Situation beim Verkauf einer Spedition und deren LKW. Aber das führt jetzt etwas weit.

Danke für die ausführliche Antwort. Im Kaufvertrag steht "wie gesehen".

Der Käufer hatte jedoch aufgrund des Herganges bis zur Beurkundung bereits vermutet, dass der Verkäufer etwas in der Art plant und so hat er am Tag der Beurkundung den Zustand "wie gesehen" fotografisch dokumentiert. Er hat Bilder, auf denen ein Zeuge mit der Tageszeitung dieses Tages zu sehen ist - ebenso wie die betreffenden Gegenstände. Das sollte zum Nachweise reichen, oder? Welche Handhabe hat denn dann der Käufer? Kann er auf Herausgabe bestehen oder kann er auch den Preis mindern?

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was nicht im vertrag steht gehört auch nicht dazu. wenn vor der beurkundung ein porsche in der garage stand gehört er auch nicht dazu

Garagentor und Fenster sind auch nicht im Vertrag erwähnt. Sie sind jedoch wesentliche Bestandteile. Lass mich die Frage so formulieren, ob fest montierte Lampen am Haus oder auf dem Grundstück auch wesentlich Bestandteile sind, da sie nicht lose, sondern fest montiert sind?

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@Quickfinger

diese sollten schon dazu gehören. aber man kann es sehen wie man will, sind in der wg. z.b. wandlampen fest montiert kann sie der verkäufer auch mitnehmen weil es dann einrichtungsgegenstände sind. blöde situation

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Genau der selben Meinuhg bin ich auch, wenn es in der Beurkundung nicht festgehalten ist, kann der Verkäufer die dinge auch mit nehmen. Ist leider so

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