Darf der Inhalt einer Mailbox unerlaubt veröffentlicht werden?

6 Antworten

Wenn ich den Ab über Freisprechanlage abhöre ,hab Besuch hören die doch mit. Es gibt keine Vorschrift nur übern Hörer den AB abzuhören, deswegen denk ich gibt es da keinen Vertauensschutz für das gesprochene Wort, denn es handelt sich ja nicht um einen heimlichen Mitschnitt.

Ich würde Sagen das auf Anrufbeantworter gesprochene Texte nicht den selben Schutz genießen wie z.B. ein "Vieraugengespräch" - vor allen Dingen ist dem Sprecher ja bekannt, dass seine Worte aufgezeichnet werden.

Der Anrufer könnte meiner Meinung nach eher wegen dem Kunst und Urheber-Recht eine Veröffentlichung untersagen aber nicht wegen der Vertraulichkeit.

Hallo Brille Fielmann,

an dieen § (das Verwertungsrecht), habe ich auch gedacht. Kommt aber meiner Meinung nach nicht infrage. Wenn ein DJ daraus eine Musikschleife produzieren würde, könnten sich die Herrschaften vor Gericht streiten. So aber hat ja die Öffentlichkeit auch ein Interesse zu erfahren, was da nun zusammengeschimpft worden ist.

Das Urheberrecht würde schon gar nicht verletzt, weil niemand bestreitet, dass Wulff die Ansage gemacht hat - Im Gegenteil, eher ein Fall, in dem der Urheber die Urheberschaft leugnen möchte.

Ein Gericht müsste zwei Dinge abwägen.: auf der einen Seite das Öffentliche Interesse - auf der anderen, die Tatsache, dass Bild mit einem Text, der nicht von ihren Autoren verfasst worden ist, Auflage macht.

Grüße Topi

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@Topina

Ich möchte bezweifeln, das es diesbezüglich ein Informationsrecht der Öffentlichkeit gibt welches die O-Ton-Wiedergabe der Sprachdatei rechtfertigt, Auf der anderen Seite wusste Herr Wulff sehr genau, wessen Telefonanschluss er da gewählt hat und was Journalisten nun einmal so beruflich machen - also wird er gegen eine Veröffentlichung einer Abschrift kaum etwas unternehmen können.

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ich kann es mir nicht vorstellen ,das es erlaubt ist und es können auch mega private nachrichten darauf sein,was ist mit privatphäre usw.? bei strafsachen kann ich es glauben und musst auch schon mal meinen ab ,abgeben ,weil mord drohungen usw. darauf waren,aber grundsätzlich geht das nicht. wer privat bei mir den text mit hört ,hat nichts zu erzählen und auf dem ab,könnten auch nachrichten für andere fam.mittglieder bestimmt sein,das bekommt ja auch jeder mit und deshalb kann ich das nicht glauben . wenn ich aber den anrufer darauf hinweise ,das mittgeschnitten wird,muss der davon aus gehen das ich dies evtl. nutzen muss ,um meine rechte durch zu setzen. ich wünsche viel glück.

Ich denke wirklich, dass das mit einem Brief vergleichbar ist. Wenn du einem Freund/einer Freundin einen Brief schreibst, kann der Empfänger den Brief an andere weitergegen. Er kann laut daraus vorlesen und aus deinem Brief zitieren. - Es ist "sein" Brief - nicht mehr "dein" Brief. - Auch wenn es dem Schreiber unangenehm ist. Z.B. wenn der Brief ein Liebesgeständnis enthält. Ich glaube auch Texte auf Mailboxen dürfen ungstraft verbreitet werden. Das scheint mir vor allem eine Frage von "Stil" zu sein. - Wenn nun, wie in diesem Fall, ein Streit um den Inhalt beginnt, wächst das Interesse der Öffentlichkeit, an dem was da gesagt worden ist- und in welchem Ton.

Grüße Topi

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