Darf der Händler in meinem Namen neue Bestellung auslösen, mir die Zahlungsmethode vorschreiben und wie verhalte ich mich jetzt ggü. Inkasso und dem Händler?

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3 Antworten

Nachbesserung wohl nicht erfolgreich. Artikel geht zurück, du behälst die Kohle, erklärst nachweisbar den Rücktritt vom Kaufvertrag.

Inkassounternehmen kriegt einen Widerspruch.

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Wenn ich mich recht an mein BWL Studium erinnere, hat der Händler, bei beschädigter Ware, die Möglichkeit zwei mal nachzubessern. D.h. Neulieferung, Reparatur, etc. Gibt es keinen Erfolg, haben Sie das recht vom Kaufvertrag zurückzutreten und Schadensersatz statt der Leistung zu fordern. Da der Händler die Beschreibung seines Artikels mehrere male geändert hat handelt es sich evtl. um eine arglistige Täuschung. Somit ist der Kaufvertrag nichtig. 

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Ich weiß nicht wo dein Problem ist:

Du wolltest einen neuen Artikel da der alte einen Defekt aufwies.

Hast Du bekommen! Das Vorgehen ist zwar ungewöhnlich aber letztendlich ist dagegen nichts einzuwenden. Er hat dir das Geld zurückerstattet und dir einen neuen zugeschickt den Du natürlich auch bezahlen musst.

Wenn der neue einen Defekt aufweist, dann musst Du um Mängelbeseitigung bitten.

Aber zu aller erst musst Du den Artikel jetzt erst mal bezahlen.

Es ist auch ganz normal das ein Inkassounternehmen eingeschaltet wurde wenn Du den Artikel bis jetzt nicht gezahlt hast.

Auch macht das "umbenennen" des Artikels daraus jetzt keinen "illegal Artikel".

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Kommentar von mepeisen
31.03.2016, 07:31

Du solltest Zivilrecht von Strafrecht mal gedanklich trennen.

Der TE wollte einen altersgerechten Artikel. Diesen hat er nie bekommen, da die Beschreibung in WESENTLICHEN Punkten schlichtweg falsch war. Ob das nun Absicht war (und damit eventuell sogar strafrechtlich relevant) oder nur fahrlässig vom Händler ist im Zivilrecht eigentlich egal.

In allen Fällen kann der TE seinen Kaufvertrag anfechten, da nie eine passable übereinstimmende Willenserklärung zustande kam. Zudem sind solche Artikel, die nach wenigen Tagen bereits defekt sind, für ein Kleinkind nicht nur ein erhebliches Gesundheits-/Verletzungsrisiko, sondern deuten auch auf ganz gravierende Material- und Fabrikationsfehler hin. Dass dem nicht so ist, das muss der Händler im Übrigen bis zu 6 Monate beweisen (Beweislastumkehr).

Insofern: Ob "illegal" im Sinne von strafrechtlich verboten: Mag sein, muss nicht sein. Aber vom Kaufvertrag zurücktreten ist nach der Schilderung des TE durchaus drin.

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