Darf der Chef so mit uns umgehen?

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5 Antworten

  1. Unflätiges Benehmen ist leider keine Straftat, solange dadurch nicht die Rechte anderer verletzt werden. Sich gegen die Ausbrüche eines Chefs erfolgreich und ohne Nachteile befürchten zu müssen zur Wehr zu setzen, ist aber nicht einfach. Als einzige Möglichkeit fällt mit spontan das Verlassen des Raumes ein. Aber selbst das könnte als Arbeitsverweigerung interpretiert werden.
  2. Einen Mitarbeiter, der von einer Gehaltspfändung betroffen ist an den Pranger zu stellen geht gar nicht. Dadurch wird eindeutig die Privatsphäre dieses Mitarbeiters verletzt. Ihm kann ich nur dringend raten so etwas nicht unwidersprochen hinzunehmen und auch vor einer Unterlassungsklage nicht zurückzuschrecken. Eine Kündigung aus diesem Grund hätte vor keinem Arbeitsgericht Bestand.
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Diskriminierung aufgrund ist in Deutschland nicht erlaubt. Er diskriminiert den zahlungsunfähigen Mitarbeiter aufgrund seiner finanziellen Situation. Damit hätte der Chef vor einem Arbeitsgericht ganz schlechte Karten.

Ein fachlich untermauerter, sogar lauter "Anschiss" ist erlaubt.

Beispiele: "Ihre Arbeit ist in ihrer Ausführung absolut unter aller Sau." oder "Wenn ich ihre Leistungen in den vergangen Wochen mir ansehe vergeht es mir" wäre zwar ziemlich deftig, aber erlaubt.

Beleidigende Kraftausdrücke gepaart mit Bezug auf einzelne Personen hätten für den Chef vor Arbeitsgericht Konsequenzen. Beispiel: "Sie Idiot" oder "Sie Idiot haben..."

Wo bewegen wir uns gerade? Hast Du Beispiele?

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Auch in Österreich kann der Arbeitgeber nicht einfach so sehr persönliche Internas zu einem Mitarbeiter ausplaudern. Ob ein Mitarbeiter irgendwo Schulden hat und ob der Arbeitgeber pfändet, geht niemanden etwas an.

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Soweit mir bekannt ist darf der Chef einer Firma, sofern er mehrheitlicher Inhaber ist, Firmengeheimnisse preisgeben.

Was Beleidigungen angeht darf er das natürlich nicht und das kann man anzeigen.

Was die Sache mit den Schulden angeht kann der Chef der Firma vom Mitarbeiter Schadensersatz verlangen, sofern dieser entweder wissentlich oder grob Fahrlässig solch hohe Betriebsausgaben veranlasst hat.

Ich würde dennoch Raten, mal zur Gewerkschaft zu gehen, die kennen sich mit dem Arbeitsrecht am besten aus.

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Kommentar von mepeisen
19.10.2016, 15:20

Soweit mir bekannt ist darf der Chef einer Firma, sofern er mehrheitlicher Inhaber ist, Firmengeheimnisse preisgeben.

 Bei Pfändungen handelt es sich um keine Firmengeheimnisse, sondern um private Dinge, die der Chef NIEMANDEM erzählen darf. Nicht mal anderen Mitarbeitern bzw. Kollegen. Ausnahme: Personalabteilung bzw. Abrechnungsfirmen, die aber für sich ebenfalls eine Verschwiegenheitspflicht haben.

Was die Sache mit den Schulden angeht kann der Chef der Firma vom Mitarbeiter Schadensersatz verlangen, sofern dieser entweder wissentlich oder grob Fahrlässig solch hohe Betriebsausgaben veranlasst hat.

Es geht hier nicht um Schäden o.ä. Es geht um Pfändungen. Und der Chef muss das Gehalt ohnehin auszahlen. Im entsteht kein Schaden, nur weil er verpflichtet ist, einen Teil des Gehaltes an den Gläubiger des Mitarbeiters zu überweisen.

 

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Geh am besten zu eurem Betriebsrat und schildere dort das Problem!
Die können dir sicher weiterhelfen.


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