Darf der Chef seinen Mitarbeitern zukünftig nicht mehr zum Geburtstag gratulieren, wegen neuem Datenschutz usw.?

5 Antworten

Eine persönliche Gratulation ist unproblematisch.

Was einwilligungspflichtig ist, sind Geburtstagskalender und deren Veröffentlichung/Aushängung (z.B. am schwarzen Brett/Intranet).

Warum? Mit der Kenntnis von Geburtstagen kann man Unsinn anstellen. Manche Anbieter wie z.B. die Telekom/Finanzamt nutzen das als Verifikationsmerkmal, wenn man anruft. Sie wollen damit sicher stellen, dass nur die Person selber anruft. Ob das eine geeignete Maßnahme ist, ist eine gänzlich andere Frage.

Der Chef braucht die genauen Geburtstage seiner Mitarbeiter - etwa zur Alterfeststellung. Er kann dann natürlich auch gratulieren.

Etwas anderes sind Geburtstagslisten. Erstens muss da nicht das Jahr drinstehen. Zweitens empfiehlt es sich die Einwilligung der Mitarbeiter zur Veröffentlichung zu holen. Aber genauso gut geht es andersrum wenn der Chef vorher nachfragt (oder auf der Liste) hinschreibt "wer da nicht draufstehen möchte, melde sich bitte".

Man kann es übertreiben (ich bin DSB). Im echten Leben passieren viel schlimmere Sachen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Ja, dazu bedarf es wirklich einer Einwilligung der Angestellten. Obwohl die meisten darüber lächeln, ich kenne auch niemanden in unserer Firma der nein gesagt hätte, aber wir mussten tatsächlich alle unterschreiben, dass der Geburtstagskalender aufgehangen werden durfte.

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