Darf der Ausbildungsbetrieb ohne zu fragen den Schwerpunkt der Ausbildung im Ausbildungsvertrag ändern?

4 Antworten

Ich bin zwar Fachausbilder.. Aber bei diesen Schwerpunktgeschichten kenne ich mich nicht wirklich aus. Nach meinem dafürhalten hast du den Ausbildungsvertrag MIT einem Ausbildungsrahmenplan unterschrieben, der bereits den Schwerpunkt und die Ausbildungsziele beinhalten müsste, auch wenn die tatsächliche Fachabtrennung erst im 3. Lj. erfolgt. Der Vertrag ist auch explizit mit diesem Rahmen von der Kammer anerkannt worden / dort eingetragen. Eine Abänderung durch den Ausbildungsbetrieb "einfach so" aus "betrieblichen Interessen" ist NICHT möglich.  (Dieses Argument ist eh ein Witz und käme nur dann zum tragen, wenn der Ausbildungsbetrieb wirklich aus nachweisbaren Gründen den Schwerpunkt nicht mehr ausbilden KANN und nicht, weil die Arbeitskraft des Lehrlings nun aktuell besser in eine andere Sparte passen würde.. Das hat dann nichts mehr mit einer tatsächlichen Ausbildung zu tun. Wenn er es wirklich nicht mehr KANN dann müsste er dich mit diesem Argument kündigen und dann würde man sich Kammerseitig bemühen, dass du die Ausbildung evtl. überbetrieblich weiterführen kannst ). Das wäre ident dazu, dir während der Ausbildung ein komplett anderes Berufsbild "aufs Auge zu drücken". Mit anderen Worten: Keinesfalls einfach so hinnehmen. Meine Empfehlung wäre: Bei der zuständigen Gewerkschaft nachfragen. Falls das nichts bringt: Bei der Kammer

Danke für die Ausführliche Antwort. Ich habe nur Angst das der Ausbildungsbetrieb mich dann wirklich kündigt wenn ich mich an die IHK wende. 

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@whisper22

Das geht nur mit einem ganz, ganz triftigen Grund - wie schon geschrieben - im Endeffekt nur dann, wenn es wirklich dort keine tatsächliche Möglichkeit mehr gibt, dich weiter auszubilden. Du stehst unter einem ganz besonderen Kündigungsschutz! In diesem Fall würde man sich 100%ig um eine Weiterführung der Ausbildung kümmern, da nicht dein Verschulden! Denk daran: Diese eine Fehlentscheindung jetzt.. Also wenn du "Ja und Amen" sagst wird dazu führen, dass du in deinem GESAMTEN Berufsleben nicht besonders glücklich sein wirst. Im ürigen wie gesagt: Erst die Gewerkschaft. Dort kannst du dich 100%ig so beraten lassen, dass da nichts zum Betrieb durchsickert. Die Kammern halten bei sowas gegenüber den Betrieben eigentlich auch "die Klappe".. Die habens nur leider nicht so mit reinen "Beratungsgesprächen"..

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Hast du deinem Ausbilder gesagt, das du dich einzig wegen dem Schwerpunkt für den Betrieb entschieden hast? 

Wende dich an die IHK bzw. HWK, die für dich zustandig ist! 

Ja und das wusste der Ausbilder auch bereits bevor er das geändert hat. Er ist der Meinung das dies viel besser passen würde damit ich übernommen werde, nur das ich nicht übernommen werden möchte für die Stelle die er in Betracht zieht. Er weiß auch das ich nicht begeistert bin diese Stelle anzunehmen, aber mir kommt es so vor als wenn er denkt das ich es später doch mache.

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wenn das alle unterschreiben: ja

Alle = ausbildungsbetrieb, auszubildene und die kammer die die prüfung abnimmt.

Unterschieben ist der Ausbildungsvertrag von allen, allerdings der "alte" Ausbildungsvertrag. Der Schwerpunkt wurde einfach durchgestrichen und der neue Schwerpunkt darüber geschrieben. Nun habe ich beide Ausbildungsverträge.

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@whisper22

wenn man was ändert in einem vertag müsse alle die unterschieben haben damit einverstanden sein. einseitige änderungen sind nicht zulässig?

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