Darf der Arbeitgeber Überstunden einfach abziehen?

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5 Antworten

Ein klares nein. Du wolltest ja arbeiten, konntest aber nicht aufgrund einer Weisung des Chefs.

Wenn der Laden wegen eines Heizungsschaden nicht arbeiten kann, ist das zwar bedauerlich, aber nicht dein Problem, sondern des Chefs und sein Risiko.

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Das kommt darauf an, was für einen Arbeitsvertrag Du hast. Bei einer "reinen" Festanstellung musst Du nur deine Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Macht der Arbeitgeber keinen Gebrauch davon, ist das sein Pech.

Also: In welcher Form sind flexible Arbeitszeitmodelle in welcher Art Dokumenten (Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag, ...) bestimmt?

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Der Arbeitsausfall muss so abgerechnet werden als hättest du normal gearbeitet, denn er wurde nicht von dir verschuldet.

Es ist das Betriebsrisiko des Arbeitgebers, der sich nach § 615 BGB im Annahmeverzug befindet.

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nun entweder du verzichtest auf ein paar Tage Urlaub oder es wird mit Überstunden ausgeglichen denn die Tage in denen ihr zu Hause gewesen seid wird euch Arbeitgeber nicht schenken da ihr ja keine Leistung erbracht hattet

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Kommentar von gfnetuser
22.05.2016, 09:22

Gute und richtige Antwort.

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Kommentar von Jewi14
22.05.2016, 09:31

Nein schlechte und ganz falsche Antwort!!!

Der FS und seine Kollegen wollten ja arbeiten, durften aber nicht auf Weisung des Chefs. Es doch das Problems des Chef, wenn er den AN keine Arbeit anbieten kann. 

Totaler Unsinn, den du schreibst. Das Chef trägt das Betriebsrisiko, nicht der Arbeitnehmer!

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Kommentar von toomuchtrouble
22.05.2016, 09:46

Bei der Fragestellung gehe ich von einem Heizungsausfall beim Arbeitgeber aus, der allgemein zum Betriebsrisiko gehört. Danach gerät der Arbeitgeber in Annahmeverzug und muss den Lohn zahlen.

Handbuch der Betriebsrisikolehre

http://www.meub.de/Inhalte/arbeitsrecht/indiv\_ar/ar\_indiv\_pdf/10\_unversch\_ausf/01.pdf (siehe Seite 12ff.)

Kurze Definition

https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/betriebsrisiko\_idesk\_PI10413\_HI520709.html

Verdi-Stellungnahme

https://www.verdi.de/service/fragen-antworten/++co++467ebfaa-a6fc-11e0-74d6-00093d114afd

Gesetzesgrundlage:

https://dejure.org/gesetze/BGB/615.html

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Kommentar von Familiengerd
22.05.2016, 11:56

da ihr ja keine Leistung erbracht hattet

Das ist nicht das Problem!

Nicht die Arbeitnehmer haben zu wenig oder keine Leistung erbracht, sondern der Arbeitgeber hat nicht genug Arbeit angeboten!!

Damit verstößt er gegen eine seiner arbeitsvertraglichen Hauptpflichten! Dass er das nicht "mit Absicht" tut und an den Umständen keine Schuld hat, spielt dafür und für die daraus sich ergebenden Konsequenzen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch § 615 BGB "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" überhaupt keine Rolle!!

Von diesem Grundsatz kann nur dann abgewichen werden, wenn dadurch die wirtschaftliche Existenz des Betriebs konkret gefährdet wäre!

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