Darf der Arbeitgeber solch eine Frage über das Privatleben stellen?

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9 Antworten

Du kannst deinem Chef sagen, dass deine Oma nicht im Krankenhaus liegt, sondern zuhause dringend der Pflege bedarf, weil es ihr nicht gut geht.  Dein Chef möchte den Namen des Krankenhauses und den Nachnamen deiner Oma wahrscheinlch deshalb wissen, um dort anzurufen und nachfragen, ob es tatsächlich stimmt, dass das der Grund für deinen Urlaubsantrag ist. Was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Notfalls könntest du dir vom behandelnden Arzt bestätigen lassen, dass es sich hier um einen "Notfall" handelt.

All das geht den Chef aber nichts an! Man muß einen Urlaubsantrag nicht begründen und der Chef hat da nichts nachzuprüfen!

Und er würde vom KH sowieso keine Auskunft kriegen.

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Du hast vermutlich die Erkrankung deiner Oma als Grund für den Urlaubsantrag angegeben, deshalb die Bitte des Arbeitgebers um Übermittlung der Daten, um deine Angaben überprüfen zu können.

Wenn deine Oma nicht im Krankenhaus liegt, teile dem Arbeitgeber mit, dass sie in ihrer häuslichen bzw. familiären Umgebung gepflegt wird.

Damit sollte die Rückfrage erledigt sein, ohne zu sehr in die Privatsphäre einzudringen.

Man muß einen urlaubsantrag nicht begründen und wenn man es tut, hat der Cehf da nichts nachzuprüfen. Es geht ihn schlicht nichts an, was mit der Oma ist und wo sie ist. Da muß man sich nicht rechtfertigen. Der Chef hat seine Nase da rauszuhalten.

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Was Du in Deinem Urlaub machst ins Dein Ding und Du musst Dich natürlich NICHT rechtfertigen.

Ob und wie sich das mit Deiner Arbeit bzw. Vorgesetzten verträgt musst Du entscheiden.

Der Urlaub wurde bereits genehmigt, du solltest also auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein.

Die Frage ist eher unangemessen und wahrscheinlich auch nicht zulässig, wenn es sich dabei nicht um "Smalltalk" handelt. Zumal das Vorgehen sehr dumm scheint, da selbst das Krankenhaus nach Angabe des Namens (hoffentlich) keine Angaben machen wird...

Fragen darf er, antworten mußt du aber nicht. Deine Oma geht deinen Chef gar nichts an. Wenn der Urlaub regulär ist, geht es ihn auch nichts an wie, wo und mit wem du ihn verbringst.

Nur, wenn du Sonderurlaub hättest, wegen Hochzeit oder todesfall oder dergleichen und dann weder bei der Hochzeit noch bei der Beerdigung bist, aknn der AG das vielleicht reklamieren.

Was dann aber durchaus zum Ergebnis haben könnte, dass beim nächsten Mal so kurzfristigen Urlaubswünschen mit einer solchen begründung nicht entsprochen wird.

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@AalFred2

... nicht entsprochen wird

... sofern der Arbeitgeber die Verweigerung einer Urlaubsgenehmigung stichhaltig begründen kann!

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@Familiengerd

Natürlich, wobei man sich durchaus einen Personalmangel während der Ferienzeit vorstellen kann, der zur berechtigten Verweigerung des Ansinnens führt.

Ich habe bei der ganzen Frage irgendwie das Gefühl, wir kennen nicht die ganze Geschichte.

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@AalFred2

Bloßer Personalmangel in der Urlaubszeit rechtfertigt aber noch keine Ablehnung.

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@Familiengerd

Reden wir hier aneinander vorbei? Wenn die Geschäftstätigkeit wegen ansonsten schon fehlenden Personals durch zusätzlichen Urlaub massiv beeinträchtigt wird, sind das keine dringenden betrieblichen Belange?

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@AalFred2

Nein, wir reden nciht aneinander vorbei.

Ich sprach vom "bloßen" Personalmangel.

Ein dringender betrieblicher Belang läge dann vor, wenn dadurch der Betriebsablauf "massiv", wie Du schreibst, also in unzumutbarer Weise beeinträchtigt würde. 

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@Familiengerd

Okay, das meinte ich damit. Und wenn der AG so etwas erst einmal behauptet, ist es mit kurzfristigem Urlaub Essig, selbst wenn man hinterher bei einer Klage Recht bekäme.

Es ist eben alles ein Geben und Nehmen und es könnte ja auch sein, dass der AG durchaus Gründe für seine Rückfrage hat.

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@AalFred2

Dann sind wir uns einig.

Um es aber "auf die Spitze zu treiben":

In kurzfristigen dringenden Fällen muss ein Arbeitnehmer dann eben zum Mittel einer einstweiligen Verfügung greifen.

Die Frage des Klimas zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sei einmal dahin gestellt.

Von Betriebsratsseite aus konnte ich in unserem Betrieb in allen (an weniger als fünf Fingern abzuzählenden) Fällen, in denen es - ganz allgemein - zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kam, feststellen, dass der Arbeitgeber die Angelegenheiten zum Glück immer rein sachlich gesehen hat: als Entscheidungen eines unabhängigen Dritten (des Gerichts) bei unterschiedlichen rechtlichen Auffassungen!

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Beantworten musst Du das sicher nicht - vielleicht wollen sie das nachprüfen, ob deine Angaben stimmten.

Eventuell kann der AG die Bestätigung verlangen, dass der Grund für deinen quasi Sonder-Urlaub auch wirklich gegeben ist.

Es gibt keinen Sonderurlaub, weil die Oma krank ist. Sonderurlaub, der dann auch nicht verweigert werden kann,  gibt es nur in ganz bestimmten Fällen. Hier handelt es sich um regulären Urlaub und es geht den Chef nichts an, wo man den verbringt. Er hat da nichts nachzuprüfen.

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Ich würde sagen, sowas geht den Arbeitgeber überhaupt nichts an. Solche Fragen musst du nicht beantworten.

Vielleicht will dein Chef einfach Blumen schicken?!?
Macht meiner zumindest oft.

War auch mein erster Gedanke!

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Nachvollziehbar bei einem/r eigenen Arbeitnehmer/in - aber wohl kaum bei einer völlig fremden Person wie seiner/ihrer Oma!

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@SoVain123

Der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer gegenüber sein Bedauern, sein Mitgefühl, seine Genesungswünsche (die Oma betreffend) äußern, aber nicht der Oma - also völlig fremder Person - selbst!

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@Familiengerd

Ein Chef darf also der Oma von einer seiner Angestellten keine Blumen ins Krankenhaus schicken?

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@SoVain123

Hat jemand von "nicht dürfen" gesprochen??

Wenn ich "kann" und "kann nicht" gesagt habe, dann nicht im Sinne von "dürfen" oder "nicht dürfen", sondern entsprechend dem, was "angemessen" oder "schicklich" ist!

Und einer wildfremden Person gegenüber ist das im Fall der Frage weder "angemessen" noch "schicklich".

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Das klingt so, als wollten sie ihr Blumen oder eine genesungskarte schicken. Kann das sein? Ich finde die Frage geht, bei einem guten Verhältnis zum AG nicht zu weit.

Natrülich geht die Frage zu weit. Es geht den Chef nichts an, wo die Oma ist.

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Ich sag doch, dass es auf das Verhältnis ankommt! Was ist denn daran schwer zu verstehen?!

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@Marakowsky

Es ist wohl kaum nachvollziehbar, dass ein Arbeitgeber der Oma eines Arbeitnehmers, die ja offensichtlich eine völlig fremde Person für ihn ist, Blumen o.ä. schicken sollte!

Da spielt auch das Verhältnis des Arbeitgebers zu seinem Arbeitnehmer keine Rolle.

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Das tut mir leid, dass du bisher noch nicht so einen AG hattest. Aber ja, sowas gibt es.

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@Marakowsky

Ich hatte einen ausgezeichneten Arbeitgeber; er wäre aber - richtigerweise - nicht auf die Idee gekommen, einem im völlig fremden Angehörigen eines Arbeitnehmers Blumen oder Genesungswünsche zu schicken.

Der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer gegenüber sein Bedauern, sein Mitgefühl, seine Genesungswünsche (die Oma betreffend) äußern, aber nicht der Oma - also völlig fremder Person - selbst!

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Das ist ja ok, wenn das deine Meinung ist, bitte stelle das doch aber nicht als allgemein gültiges Gebot dar. Ich hatte eine solche Situation selbst erlebt und fand es ganz und gar nicht unangebracht, sondern klasse!

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