Darf der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer kündigen, wenn dieser in seiner Freizeit kifft?

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10 Antworten

Prinzipiell würde ich sagen, dass das den Arbeitgeber nichts angeht, was man in seiner Freizeit macht. Wenn man aber in einem Beruf arbeitet, in dem man sich oder andere stark gefährden kann, wäre eine Kündigung in meinen Augen legitim.

Das Argument mit der Gefährdung kann aber jeder Arbeitgeber immer bringen

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@Dirimox

Sehe ich nicht so! Für mich ist es ein riesen Unterschied, ob jemand alleine an seinem PC sitzt oder irgendwelche Gerüste aufbaut!

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Wenn Drogenfreiheit Bestandteil der arbeitsrechtlichen Vertragsvereinbarungen ist, dann wäre das Vorhandensein von Abbauprodukten im Urin für den Arbeitgeber ein Grund die Kündigung des AN zu betreiben.

Vermutlich würden Richter am Arbeitsgericht die Situation ähnlich (verfälscht) bewerten wie Behörden in Führerschein-Angelegenheiten. Wenn ein Kraftfahrer am Vor- oder Vor-Vortag gekifft hat, der Konsument in eine Kontrolle kommt und abpinkeln muss, dann müssen oft drastische Konsequenzen ertragen werden. (Zu Unrecht wie ich meine, weil zum Zeitpunkt des Fahrens keine THC-bedingte psychoaktive Wirkung die Aufmerksamkeit des Fahrers beeinträchtigt hat.)

Grundsätzlich darf es aber nicht von Interesse für den AG sein, was der AN in seiner Freizeit tut, so lange die Arbeit korrekt gemacht wird. Wird also ein wie o.g. entsprechender Kompromissvorschlag ("Entziehung") gemacht, wird sich der AN entscheiden müssen, ob er "entzieht" und künftig keine Abbauprodukte mehr nachweisbar sein werden oder ob er lieber der Job wechseln möchte.

as high as - (Recht, Arbeitsrecht, Jura)

Bei einem Hofkehrer wäre das wohl übertrieben, aber bei einem Staplerfahrer etwa oder einem Fräser hätte ich dafür Verständnis, denn in bekifftem Zustand gefährdete der Mitarbeiter ja nicht nur sich selbst, sondern auch andere und ausserdem strebt jeder gute AG danach, dass in seinem Betrieb möglichst keine Arbeitsunfälle passieren.

Wenn der AG hier den AN zum "Entzug" schicken wollte, dann käme er damit seiner Fürsorgepflicht nach und das ist eindeutig positiv zu bewerten.

Wenn der AN das ablehnte, dann könnte ihm schlimmstenfalls sogar gekündigt werden.

Wie gesagt, es gibt keine Studie, keinen test, kein einziges Medizinisches Gutachten das belegen könnte das sich Cannabiskonsum NACHHALTIG negativ auf den Menschen auswirken könnte.Meiner Meinung nach kommt der AG keiner Fürsorgepflicht nach, sondern greift tief in das Privatleben des AN ein.

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Wenn du an Maschinen arbeitest, ist das ein Kündigungsgrund.

Natürlich. Wenn das Kiffen die Arbeit beeinträchtigt oder die besonderen Anforderungen an das Berufsbild (Mediziner, Piloten) das Kiffen ausschließt.

Wir hatten in unserem Betrieb so einen Fall. Hier verlor der AN leider die Klage wegen fristloser Kündigung. Es stand ausdrücklich in Arbeitsvertrag, dass der Konsum von Drogen j e d e r Art nicht gestattet/geduldet wird. Dem Kollegen wurde eine Entziehung angeboten (sogar vom AG unterstützt und mitfinanziert), leider von ihm bgelehnt. Darauf folgte die fristlose Kündigung - mit Recht !!!!!!Ich habe beim Leser Deiner Antworten eher das Gefühl, dass Dir sowieso das alles sch...egal ist. Du willst Dich nur aufspielen und machen, was Dir passt!. Sorry dass Du so uneinsichtig bist.

wenns der Arbeitgeber nicht erlaubt, und das wird schon Gründe haben, darfst du's auch in der Freizeit nicht. Oder such dir nen anderen Job, wo man das lockerer sieht

Ja, aber der Arbeitgeber hat nichts zu erlauben oder zu verbieten was die Freizeit des MA angeht.

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@Dirimox

nachweisbaren und zu Problemen führenden Alkohol oder Drogenkosum in der Freizeit kann der AG zwar nicht verbieten, aber er brauchts auch nicht zu dulden

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Ja natürlich.

Wenn ich in meiner Freizeit Alkohol konsumiere und deshalb mit 2 Promille zur Arbeit erscheine, ist das auch ein Kündigungsgrund.

DH, das ist der richtige Denkansatz. Wenn man kifft, dann zeigt das ja auch noch recht lange Wirkung - viel länger als Alkohol.

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@Franticek

Nun ist es ja so das Alkohol einen Menschen sehr stark beeinträchtigen kann, was Cannabis natürlich nicht tut.Die Gesetzeslage ist bei dieser Thematik im Moment leider sehr unausgereift.Meiner Meinung nach hat es den Arbeitgeber nichts anzugehen was ich in meiner Freizeit mache, solange ich nicht unter dem DIREKTEM Einfluss eines Betäubungsmittels stehe. Ich finde das ist einfach ein zu tiefer eingriff in die persönliche freie Entfaltung.

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@Dirimox

Im Gegenteil: Die Gesetzeslage ist sehr eindeutig. Suchtkrankheiten sind immer ein Kündigungsgrund.

Etwas anders sieht es aus, wenn der Arbeitnehmer daran arbeitet, dann kann man es bei einer Abmahnung mit Auflagen belassen.

Lehnt er, wie oben beschrieben, eine angebotene Entziehungskur ab, ist das aber definitiv ein Kündigungsgrund.

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@Dirimox

Du stehst aber unter passivem Einfluss! THC bleibt lange im Körper! Deshalb ist es auch legitim, wenn man eine Kündigung erhält!

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@Welfensammler

Verstehe, dann liegt der Fehler wohl da, dass der Gesetzgeber Cannabiskonsum als Suchtkrankheit definiert.In diesem Fall rennt man wohl gegen Windmühlen.Darf der Arbeitnehmer denn einen unbegründeten Drogentest mitten im Arbeitsverhältnis z.b. ( alle paar Jahre ) ablehnen.die Polizei muss ja auch immer erst vorher fragen bevor sie einen Drogentest machen darf, zumindest keinen unbegründeten.

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@Dirimox

Definiere "unbegründet".

Wenn er im Arbeitsvertrag drinsteht, hast du ihn akzeptiert. Eine Ablehnung ist dann abmahnfähig.

Außer der Reihe muss ein Drogentest begründet werden.

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@SweetHardstyle

Ich muss dich an dieser Stelle leider korrigieren, THC bleibt max. 12 Std. im Körper je nach dosierung. Was du meinst ist das Abbauprodukt, dieses kann in der Tat bis zu 3 Monate im Körper bleiben.

Wenn du z.b. von der Polizei positiv auf Cannabis getestet wurdest, deine Blutwerte jedoch nachweisen das der letzte konsum länger als 12 Std. her ist, sprich du nicht unter dem direktem Einfluss von Cannabis standest während der fahrt., dann kann man dir trotzdem noch den Führerschein entzeihen.Nicht weil Cannabis noch so lange im Köper bleibt, sondern weil du unter generalverdacht stehst und man dir vorwirft "drogensüchtig" zu sein und somit GRUNDSÄTZLICH nicht zu führen eines kfz geeignet bist.

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@Welfensammler

Als Begründung reichen aber schon glasige Augen und der Verdacht auf Suchtkrankheit.

Heutige Drogentests können sehr genau zwischen einmaligen und dauerhaftem Konsum differenzieren.

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@Welfensammler

Oh man, in was für einem krankem System wir doch leben, aber danke für die Antwort.

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@Welfensammler

Oh man, in was für einem krankem System wir doch leben, aber danke für die Antwort.

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In welchem Bereich bzw. als was ist der Arbeitnehmer denn tätig?

Das ist doch egal, wie gesagt, er konsumiert ausserhalb seiner Arbeitszeit und steht nicht unter dem einfluss des Betäubungmittels während seiner Arbeitszeit,.

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@Dirimox

Das ist doch egal

Wenn es so egal wäre, hätte ich sicher nicht nachgefragt.

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Es gib keine bewiesenen negativen folgen beim Cannabiskonsum. Das ist alles nur spekulation.

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@Dirimox

Du schädigst damit das Ansehen der Firma ! Und das ist auch ein Kündigungsgrund.

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Ja, damit muss ein Arbeitnehmer in gewissen Bereichen rechnen! Er sollte sogar froh darüber sein, wenn der AG ihn erst zur Entziehung schicken möchte, anstatt gleich zu kündigen.

Aber bei so was hier rollen sich meine Zehennägel auf und ab:

Es gib keine bewiesenen negativen folgen beim Cannabiskonsum. Das ist alles nur spekulation.

Ja sicher doch... wieder so ein Abergläubischer...

Allein schon bei dem, was dem Cannabis so beigemischt wurde, da können einem die Locken wegfliegen...

Aber ist ja auch alles nur Spekulation, dass z.. B. doch die Hirnzellen das große Flattern bekommen, gell?

Ganz abgesehen davon, dass ich so einem im Verkehr nicht entgegenkommen möchte, wenn der wieder rosa Elefanten ausweicht bzw. grinsend und stoned am Lenkrad bei 150 kmh mal plötzlich chillen will...

Mal so am Rande gefragt: wenn es keinen Strom, keine Supermärkte also überhaupt keine Infrastruktur wie wir sie kennen mehr gäbe, wie lange könnten solche überhaupt überleben? Wenn die auf die Jagd gehen müssten, abgesehen davon das die wohl kaum was erlegen, würde es eher umgekehrt laufen, wenn so eine Wildsau einen Zugedröhnten aufspießt, der nichts mehr peilt und nur noch im Stand chillen will :P

Allen Drogis in ein Reservat, solln se zusehen wie se dann klarkommen :PP

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@nkWO47

Arbeitslager-Wahnvorstellungen nach dem Motto "Gute Drogen - schlechte Drogen"? Weißt Du eigentlich, dass es allein europaweit rund 40 Millionen Cannabisgebraucher gibt, von denen die überwiegende Mehrheit ein unfauffälliges Sozialleben führt? Wie groß wäre bei Deiner Vorstellung dann das Reservat für Alkoholdrogen-Gebraucher?

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@aXXLJ

Ich habe nichts von Arbeitslager geschrieben. ;)

Aber die Masse von 40 Mio. macht mir schon Sorgen... Nichts gegen die, dies aus gesundheitlichen Gründen machen müsse - aber ehrlich gesacht möcht ich auch keinem zugekifften im Verkehr begegnen.

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@nkWO47

Der ADAC hat zusammen mit Autobild in einem Test in Holland keine negativen Auswirkungen feststellen können.Teilweise waren die Reaktionszeiten sogar besser.

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Ja, bei denen die Nüchtern und nicht unter Drogeneinfluss gefahren sind. :D

Oder haste dafür Gegenbeweise? :P

Du willst doch wohl nicht behaupten, unter Dorgeneinfluss fährst sichs besser?

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@Eichbaum1963

Grundsätzlich haben Drogen in Strassenverkehr natürlich nichts verloren , aber ich hätte mehr Angst vor alkoholisierten Autofahrern, als solche die ne Tüte geraucht haben.

Fakt ist, hätten die Menschen statt Alkohol schon immer gekifft, dann wäre der Alkohol heute verboten und nicht das Cannabis.Das wäre auf jeden fall gerechter.

Alkohol und Lobbyverbände haben deshalb auch etwas gegen die legaliesierung.Wäre ja auch schade wenn die Menschen sich einfach mal mit ner Tüte gechillt auf die Couch legen anstatt.literweise Bier in der Kneipe zu saufen; Den Nachteil das Alhohol tausende vergiftungsopfer, und Verkehrstote kostet nimmt man gerne in kauf.Immerhin verdient der Staat ja gut an den Steuern.Auch das assoziale gegrööle und die zusätzlichen Ausgaben für Security schmälern den Gewinn nicht.

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Sy, aber deine Antwort ist vollgestoppft mit Vorurteilen.Die konntest nicht ein einziges nachvollziehbares Argument liefern.

  1. Warum soll der AN froh sein wenn er zur "entziehung" geschickt wird ???Cannabiskonsum ist keine Sucht und der Wirkstoff ist nach 12 St.d abgebaut.

  2. Wie alleine was da beigemischt wurde, was denn ? Wovon redest du überhaupt.Natürlich muss der Käufer die Qualität des Produkts beurteilen.

  3. Richtig, ist alles nur spekulation. Es gibt nicht einen Beweis, nicht eine Studie, keine Untersuchung die je bewiesen hätte das sich gelegentlicher Cannabiskonsum im Erwachsenenalter negativ auswirken könnte.

4.Von Cannabis hat man keine halluzinationen, man sieht auch keine Elefanten und 150 wird er dann wohl auch net fahren, da man dann eher langsamer fährt.Du solltest dir lieber sorgen machen wenn ich von hinten mit 210km/h komme und so Mittelspurfahrer wie dich schneide.

Mal ne Frage am Rande, jedes Jahr sterben Zehntausende in Deutschland durch Alkohol, aber kein einziger an Cannabis ? Deine Antwort/en strozt nur so von Inkompetenz und medialer Gehirnwäsche.

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Wow, wie die Drogenverteidiger hier abgehen :-P

Naja, getretener Hund beißt oder so. :-D

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