Darf der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer kündigen, wenn dieser in seiner Freizeit kifft?

7 Antworten

Wenn Drogenfreiheit Bestandteil der arbeitsrechtlichen Vertragsvereinbarungen ist, dann wäre das Vorhandensein von Abbauprodukten im Urin für den Arbeitgeber ein Grund die Kündigung des AN zu betreiben.

Vermutlich würden Richter am Arbeitsgericht die Situation ähnlich (verfälscht) bewerten wie Behörden in Führerschein-Angelegenheiten. Wenn ein Kraftfahrer am Vor- oder Vor-Vortag gekifft hat, der Konsument in eine Kontrolle kommt und abpinkeln muss, dann müssen oft drastische Konsequenzen ertragen werden. (Zu Unrecht wie ich meine, weil zum Zeitpunkt des Fahrens keine THC-bedingte psychoaktive Wirkung die Aufmerksamkeit des Fahrers beeinträchtigt hat.)

Grundsätzlich darf es aber nicht von Interesse für den AG sein, was der AN in seiner Freizeit tut, so lange die Arbeit korrekt gemacht wird. Wird also ein wie o.g. entsprechender Kompromissvorschlag ("Entziehung") gemacht, wird sich der AN entscheiden müssen, ob er "entzieht" und künftig keine Abbauprodukte mehr nachweisbar sein werden oder ob er lieber der Job wechseln möchte.

as high as - (Recht, Arbeitsrecht, Jura)

Prinzipiell würde ich sagen, dass das den Arbeitgeber nichts angeht, was man in seiner Freizeit macht. Wenn man aber in einem Beruf arbeitet, in dem man sich oder andere stark gefährden kann, wäre eine Kündigung in meinen Augen legitim.

Das Argument mit der Gefährdung kann aber jeder Arbeitgeber immer bringen

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@Dirimox

Sehe ich nicht so! Für mich ist es ein riesen Unterschied, ob jemand alleine an seinem PC sitzt oder irgendwelche Gerüste aufbaut!

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wenns der Arbeitgeber nicht erlaubt, und das wird schon Gründe haben, darfst du's auch in der Freizeit nicht. Oder such dir nen anderen Job, wo man das lockerer sieht

Ja, aber der Arbeitgeber hat nichts zu erlauben oder zu verbieten was die Freizeit des MA angeht.

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@Dirimox

nachweisbaren und zu Problemen führenden Alkohol oder Drogenkosum in der Freizeit kann der AG zwar nicht verbieten, aber er brauchts auch nicht zu dulden

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