Darf der Arbeitgeber ohne Grund den Urlaub verbieten?

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9 Antworten

Man hat einen rechtlichen Anspruch auf Urlaub. Und der Chef muss auf die Wünsche des Arbeitnehmers Rücksicht nehmen. Allerdings können betriebliche Belange dazu führen, dass Urlaub in einer bestimmten Zeit nicht gewährt wird.

Einfach so in Urlaub gehen darf dein Freund aber auch nicht.

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Nein, "grundsätzlich und zu jedem Zeitpunkt" darf er definitiv nicht verbieten!

Allerdings gibt es zB viele Betriebe wo zwischen den Feiertagen oder auch im Dezember generell (Einzelhandel zB) urlaubssperre ist!

Oder in anderen betrieben wo Urlaub über bleiben muss weil die komplette Firma da geschlossen (Ferien) hat 

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Nein, das darf der AG nicht. Der AN hat Anspruch auf Erholungsurlaub. 

Der AG muss die Wünsche des AN bzgl. der Planung des Urlaubs berücksichtigen, es sei denn, dem stehen wichtige betriebliche Gründe entgegen (BUrlG §7). Die Beweislast liegt also auf Seiten des AG.

Des weiteren soll der Urlaub auch im laufenden Jahr genommen werden (gleichfalls §7). Nicht genommener Urlaub ist in den ersten 3 Monaten des Folgejahres zu nehmen, außerdem muss der AG dafür Rückstellungen machen.

Einfach wieder absagen ist also nicht - aber auf der anderen Seite steht ohne schriftliche Fixierung Aussage gegen Aussage.

Mein Tipp: Neuen Urlaubsantrag SCHRIFTLICH genehmigen lassen, dann kann der AG keinen Rückzieher machen.

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Nein darf er nicht. Ich selbst hatte mich schon mal im Januar für vier Tage eingetragen für zwei Konzerte Mitte November. Kurzfristig meinte er es geht nicht. War mir aber egal und ich bin einfach nicht gekommen. War da auch nicht der einzigste der so gehandelt hat. Er war zwar angepisst ohne Ende als ich wieder da war, aber er weiß auch das er nicht einfach so Urlaub streichen kann. Schon überhaupt nicht wenn er das schon fast ein Jahr weiß. Wenn du das eine Woche vorher machst, sind die Umstände aber wieder anders. Egal ob die Zusage schriftlich oder mündlich war, dein Freund muss sich nicht alles gefallen lassen. Daher mein Vater Anwalt war wusste er relativ schnell das er keine Chance hat.


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Sobald dein Freund einen unterschriebenen Urlaubsschein hat, kann der Arbeitgeber den Urlaub nicht so ohne weiteres verbieten. Er kann aber deinen Freund bitten, den Urlaub zu verschieben oder abzusagen. Entstandene Kosten muss natürlich der Arbeitgeber dann tragen.

Deshalb Tipp: Immer zuerst den Urlaubsschein erhalten und dann erst buchen.

Der Arbeitnehmer hat das Recht auf 24 Urlaubstage pro Jahr, die er nehmen darf. In der Regel sind die frei wählbar, aber der Arbeitgeber kann einige Tage festsetzen, wenn z.B. Betriebsruhe herrscht.

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Ein Arbeitgeber kann ein Urlaubsbegehren nicht ohne Begründung ablehnen.

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Ne, grundsätzlich verbieten geht nicht. Und wenn er den Urlaubsantrag bereits schriftlich genehmigt hat, dann hat dein Freund auch Anspruch auf genau diesen Zeitraum.

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Kommentar von dinoSAOrier
25.10.2016, 12:06

Es war leider nur mündlich, und das kann er schlecht nachweisen.

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Der Chef wird bestimmt Gründe genannt haben. Als was arbeitet er denn?

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Kommentar von dinoSAOrier
25.10.2016, 12:10

Er ist Rechtsanwaltsfachangestellte, das Problem ist, dass er zu seiner Chefin gegangen ist, die meinte er soll zum AG gehen und er meinte, er soll sie  nocheinmal fragen. Also hatten beide anscheinend keine Gründe, nein zu sagen.

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