Darf der Arbeitgeber Krankenpflegern die Aufgaben eines Securitydienstes übertragen?

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3 Antworten

Anders gefragt. Wäre ich jetzt Berater in einer Bank, und man wollte mir die Aufgabe geben, einem Kollegen zu helfen, dem gerade jemand ein Messer an den Hals hält, weil er ans Geld will, würdet ihr dann genauso antworten wie in meinem Beispiel mit dem Junkie? Wäre das dann auch natürlich mein Job ? 
Gesellschaftlich scheint tatsächlich sehr verankert zu sein, das Krankenschwester sich um jeden Sch.... kümmern müssen. 

Würde ich auf der Straße in die Situation kommen, dass jemand 100m entfernt jemandem eine Waffe ins Gesicht halten, müsste - bzw sollte - ich nicht eingreifen, weil ich mich selbst in Gefahr bringen würde. Ich müsste nur die Polizei rufen.
Aber mein Arbeitgeber kann mich dazu per Dienstanweisung verpflichten ? Das glaube ich kaum. Das kann rechtlich nicht richtig sein. Wie gesagt, wir sind weder in Sicherheits / Verteidigungsstrategien ausgebildet noch sind wir befugt, irgendeine Art von Waffe mit zu nehmen. 

Ich bin kein Polizist ! Und selbst der dürfte sich nur ausserhalb der gefährliche Zone bewegen.

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Wenn man mal diese Alarm Situation weglässt, stellt sich mir eine Frage. Wie verhältst du dich denn als Pfleger, wenn ein Patient so ausrastet wie du es gerade beschrieben hast? Also praktisch dieselbe Situation, nur ohne Alarm?

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Kommentar von Alaska1642
03.11.2016, 17:09

Ich würde die Polizei rufen, wenn die Situation nicht friedlich zu entschärfen ist. Nur braucht hier  sehr lange bis zum Eintreffen. Meiner Meinung nach müsste der Arbeitgeber einen Securitydienst einstellen, da er diese Problematik erkannt hat. 

Wenn es ein Patient ist, kann der Arzt auch zB Beruhigungsmedikamente geben. In dem Fall gibt es ja einen Behandlungsauftrag. Nur trifft das natürlich nicht auf den Junkie zu, der einbricht und mit vorgehaltenem Messer die Herausgabe von Betäubungsmitteln verlangt.

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Es handelt sich doch um Patienten? Da ist doch immer zunächst das Krankenhauspersonal zuständig und kein Sicherheitspersonal.

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Kommentar von Alaska1642
03.11.2016, 17:11

Nein, meistens sind es keine Patienten, sondern Besucher oder so. Und wenn ich zu einer anderen Abteilung gerufen werde, weiß ich ja noch nicht mal, wer oder was mich da erwartet. 

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Kommentar von Alaska1642
03.11.2016, 17:24

Um das noch kurz herauszustellen, für Patienten betreffende Notfälle gibt es eine separate Alarmeinrichtung, in diesem Fall stellt sich natürlich nicht die Frage, ob wir helfen, ganz klar. Hier geht es nun wirklich um Schutz für das Personal. Wenn auf unserer eigenen Abteilung beispielsweise plötzlich eine bewaffnete Großfamilie steht, wer hilft dann uns ? Und nein, so unwahrscheinlich ist das nicht. Alles schon passiert, darum hat man ja erkannt, dass Schutzvorkehrungen getroffen werden müssen. Aber kann das die Lösung sein ?  

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