Darf der Arbeitgeber durch den Dienstplan gezielt Minusstunden erzeugen?

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2 Antworten

Wenn du einen Arbeitsvertrag für eine 75 % Stelle hast, muss der Arbeitgeber dich auch für diese Zeit beschäftigen. Kann er das nicht, muss er trotzdem den vollen Lohn zahlen. Er kann nicht das Beschäftigungsrisiko auf die Angestellten abwälzen.

Du kannst ihn in "Annahmeverzug" setzen. Dann muss er den Dienstplan eben ändern oder dir die Stunden ohne Gegenleistung bezahlen.

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6 Monate Probezeit sind bei dauerhaften Arbeitsverträgen völlig normal, auch für Arbeitnehmer, die vorher schon mehrmals befristet dort gearbeitet haben. Je nach Branche ist es üblich, dass man zu gewissen Zeiten weniger arbeitet und dann wieder mehr. Bspw. macht man beim Handwerk in den Sommermonaten häufig Überstunden, die dann im Winter ausgeglichen werden - im Einzelhandel gibts vor Weihnachten eben mehr Arbeit, das wird dann später ebenfalls gegengerechnet. Das ist ok.

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Kommentar von Familiengerd
04.11.2016, 20:32

Solche Regelungen, wie Du sie für das Handwerk nennst, müssen aber vertraglich vereinbart worden sein!

Im Fragefall gerät der Arbeitgeber in den Annahmeverzug nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" Satz 1.

Die hier anfallenden Minusstunden hat alleine der Arbeitgeber zu verantworten.

Sie dürfen dem Fragesteller nicht angelastet werden: er ist für die vereinbarte Stundenzahl zu bezahlen, auch wenn er laut Dienstplan weniger eingesetzt wird, und muss die so entstandenen Minusstunden auch nicht nacharbeiten!

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