Darf der Arbeitgeber den Lohn zurückhalten (Krankmeldung nicht bei Krankenkasse eingereicht)?

7 Antworten

Es kommt darauf an - und es kann schon sein, dass er das in deinem Fall darf, denn womöglich ist dein Arbeitgeber gar nicht mehr in der Verpflichtung, den Lohn im Krankheitsfall weiterzuzahlen.

Du bist in der Pflicht, das nachzuweisen, und das kannst du nur, indem du, wie vorgesehen, die Krankschreibungen bei der Krankenkasse zuverlässig abgibst.

Die Lohnfortzahlung für den Arbeitgeber für sechs Wochen gilt nur, wenn bei wiederholtem Kranksein keine weitere Krankschreibung innerhalb von 6 Monaten wegen der gleichen Erkrankung stattfindet oder wenn seit Beginn der Erkrankung mindestens ein Jahr vergangen ist.

Diese Infos kann der Arbeitgeber nur von der Krankenkasse bekommen. Die Krankenkasse wiederum kann nur dann für Lohnersatzzahlungen einspringen, wenn sie entsprechende Belege hat.

Das ist der Grund, warum du das Blatt deiner Krankschreibung, das die Diagnose enthält, bei der Krankenkasse abgeben MUSST.

Wie soll denn dein Arbeitgeber und die Krankenkasse nun miteinander regeln, wer von beiden für welche Fehlzeiten in der Verpflichtung steht, dich zu bezahlen? Das ist unmöglich, sie können es nicht klären - allein durch deine Schuld.

Versuch, bei den entsprechenden Arztpraxen Kopien/Neuanfertigungen deiner Krankschreibungen zu erhalten, damit du sie nachträglich bei der Krankenkasse abgeben kannst. Sonst sieht es schlecht aus.

Hinzu kommt, dass auch dem Arbeitgeber unter Umständen Zahlungen von der Krankenkasse zustehen, wenn er während deiner Erkrankung den Lohn fortzahlt. Mit welchem Recht schädigst du deinen Arbeitgeber auch hier noch, indem du deiner Verpflichtung, die Krankenkasse zu informieren, nicht nachkommst?

du schreibst dass du im letzten Jahr mehrfach krank warst.

die Kassen prüfen immer rückwirkend die letzten 6 Monate bzw. 12 Monate (je nachdem wie oft du krank warst).

und wenn dann festgestellt wird, dass du in diesen 6 Monaten vorher wegen der selben Erkrankung oder einer artgleichen Erkrankung krankgeschrieben warst, dann werden all diese Zeiten zusammengerechnet.

auch wenn du vielleicht nicht 6 Wochen am Stück krank warst, so ergibt aber die Addierung dieser Zeiten 6 Wochen und mehr. damit hat dann der Arbeitgeber seine 6 Wochen Lohnfortzahlung bereits voll erfüllt.

er behält dann deinen Lohn nicht ein, sondern ist berechtigt die Lohnfortzahlung einzustellen.

Krankmeldungen müssen übrigens immer innerhalb einer Woche nach deren Ausstellung bei der Kasse vorliegen. selbst wenn es nur 1 Tag wäre, der krankgeschrieben wurde. aus jux und dollerei steht das da nicht drauf.

da lernt jetzt auch deine Mutter was neues ;-)

Wenn die Bescheinigungen der KK nicht vorliegen, kann diese die Vorerkrankungen nicht prüfen. Der AG nimmt dann anrechenbare Vorerkrankungen an und zahlt nicht. Die KK kann auch nicht zahlen, weil sie keine Bescheinigungen hat - so einfach ist das. Du bist deiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen.

Nun kannst du nur die Ärzte bitten, Duplikate auszustellen, so dass die KK anrechenbare Erkrankungen prüfen und dem AG melden kann.

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Der AG nimmt dann anrechenbare Vorerkrankungen an und zahlt nicht<<<<< so einfach kann es sich der AG nicht machen. Er kann nicht einfach davon ausgehen welche Erkrankungen der AN hatte und den Lohn einbehalten. So oder so hat der AG absolut nicht das recht den kompletten Lohn einzubehalten nur weil Krankenscheine der Krankenkasse nicht vorliegen aber dem AG schon.

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@Yvonne0809

Ich hab bei den Ärzten inzwischen angerufen und die stellen mir eine Kopie für die Krankenkasse aus.. Anrechenbar bedeutet dass alle Krankmeldung die wegen einer Krankheit ausgestellt wurden, zusammen gezählt werden?

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@PixelDeluxe

Das ist korrekt. Die Krankenkassen erhalten jetzt zwar den Nachweis von dir über die fehlenden Zeiten aber wenn du zb 5 Wochen im Vorjahr (bzw. letzte 6 Monate)wegen einer Krankheit krangeschrieben warst und jetzt erkrankst du dann weitere 2 Wochen an dieser Krankheit kommst du nicht ins Krankengeld rein, da die Frist zur Einreichung der Scheine schon lange abgelaufen ist.

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@Yvonne0809

Dem AG liegen nicht die Diagnosen vor. Deshalb stellt er eine Anfrage an die KK. Kann diese wegen mangelnder Mitwirkung des Beschäftigten keine Auskunft geben kann, zahlt der AG natürlich solange nicht, bis die Sachlage geklärt ist.

Deshalb sollte der FS sich noch einmal an seinen Arzt wenden. Krankengeld bekommt er aber in keinem Fall, da die Meldung verspätet erfolgte.

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Bist du sicher? Ein Arbeitgeber muss nicht in jedem Fall die ersten 6 Wochen den Lohn fortzahlen, nämlich wenn es innerhalb von 6 Monaten mehrfach zu einer Krankschreibung aus dem gleichen gesundheitlichen Grund / der gleichen Erkrankung kommt. Hier sind nun anscheinend innerhalb kurzer Zeit mehrere Krankschreigungen erfolgt, und eine Feststellung, wer für die Lohn- bzw. Lohnersatz-Zahlung zuständig ist, kann aufgrund fehlender Unterlagen nicht erfolgen.

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