darf der arbeitgeber den Koran auf der Arbeit verbieten?

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33 Antworten

Selbstverständlich herrscht Religionsfreiheit.

An Deiner Stelle würde ich nicht nur den Koran aufhängen, ich würde auch den Gebetsteppich mitbringen, meine vorgeschriebenen Gebete durchführen und im Ramadan daheim bleiben, da ich ohne tagsüber essen und trinken zu dürfen viel zu geschwächt zum arbeiten bin.

Weil Dein Arbeitgeber Deine Religionsfreiheit tolerieren muss, darfst Du das alles tun und Deine Brüder und Schwestern auch.

Da fällt mir noch ein, warum arbeitest Du am Freitag? Solltest Du nicht lieber am Samstag oder Sonntag arbeiten als gläubiger Muslim?

IRONIE AUS, ich halte Dich für einen TROLL.

Mastrodonato 21.04.2017, 11:08

Da wäre ich mir nicht sicher. Es gab schon in England eine Chirurgin, die mit Kopftuch (!) operieren wollte. Bei Lidl gab es eine Angestellte, die keine Alkoholika in Regale auffüllen wollte.

Ich habe auch schon eine Kandidatin gehabt, die während der Arbeitszeit gebetet hat, sie hat das vor dem Antritt mit meinem Kunden vereinbart, was der zugelassen hat.

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Hexle2 21.04.2017, 11:12
@Mastrodonato

Dass es solche AN gibt, bezweifle ich nicht, wir hatten im Betrieb auch schon eine Anfrage nach einem Gebetsraum.

Mir kommt aber die Schreibweise und die Provokation in der Frage bekannt vor. In letzter Zeit gab es immer wieder so einen User der dann kurz darauf gesperrt wurde und unter neuem Namen wieder neue Fragen ähnlicher Art eingestellt hat.

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Mastrodonato 21.04.2017, 13:28
@Hexle2

Kann natürlich schon sein. Die Frage ist aber immerhin nicht uninteressant.

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http://www.heute.de/eugh-unternehmen-duerfen-religioese-symbole-am-arbeitsplatz-verbieten-46755130.html


Zitat aus dem Artikel:
"Unternehmen dürfen das Tragen von religiösen Symbolen am Arbeitsplatz untersagen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Es muss dafür aber eine allgemeine Regel geben, die das Unternehmen diskriminierungsfrei durchsetzt. Das Urteil gilt als wegweisend für die Religionsfreiheit in der EU."

Die Frage ist, ob einen Koran dort zu haben, auch als "Tragen eines religiösen Symbols" gewertet wird.

Da steht, dass es eine allgemeine Regel geben muss, d.h. wenn der Koran am Arbeitsplatz als Deko verboten wird, dann sollten wohl auch die Bibel oder andere religiöse Symbole verboten werden.

Die Religion ist Privatsache. Jedes Kind weis dass das Privatleben on der Arbeit nichts zu suchen hat. Der Arbeitnehmer muss sich dabei seinen Arbeitgeber anpssen. Wenn er das nicht möchte darfst du es auch nicht aufhängen.

Religionsfreiheit bedeutet nicht dass du dein Arbeitsplatz so schmücken darfst wie es dir gefällt sondern dass du eine Religion frei ausleben und auswählen darfst solange du dabei niemanden beeinträchtigst. Dekoration ist geschmacksache und wenn sie jemand nicht mag, vor allem dein Arbeitgeber, wird sie auch nicht geduldet

Wer sich um eine Arbeit bewirbt und ein Vorstellungsgespräch hat, hat beim Vorstellungsgespräch Gelegenheit, über religiöse Werte, Traditionen und Bräuche zu reden, um herauszufinden, ob diese mit der betreffenden Arbeit(-sstelle) vereinbar sind. Sind diese religiösen Werte, Traditionen und Bräuche mit der betreffenden Arbeit bzw. Arbeitsstelle nicht vereinbar, so muss man entweder auf diese religiösen Werte, Traditionen und Bräuche während der Arbeitszeit und, sofern Kollegen und/oder Kundschaft dadurch belästigt würde, in der Pausenzeit verzichten oder sich eine Arbeit bzw. Arbeitsstelle suchen, bei welcher es keine Konflikte mit den betreffenden religiösen Werten, Bräuchen und Traditionen gibt.

Dies tangiert weder die Religionsfreiheit, noch beeinflusst die Religionsfreiheit die arbeitsspezifischen Anforderungen und Erfordernisse, denn man ist immer frei, sich eine Arbeitsstelle zu suchen, die im Einklang mit den eigenen religiösen Werten, Bräuchen und Traditionen ist.

Im Übrigen gibt es für mich als aktiven Christen auch die Möglichkeit, nur in Gedanken, ohne die Augen zu schließen, Arme oder Hände zu verschränken zu beten, wenn ich durch eine andere Art zu beten andere in meinem Umfeld verunsichern würde. Schließlich geht es im Gebet nicht um die Anerkennung Anderer, sondern dass man den Gott anerkennt, zu dem man betet. Und zumindest in Bezug auf den himmlischen Vater steht in der Bibel, dass er auch das Verborgene sieht, also auch in Gedanken formulierte Gebete.

Dass mir der Sonntag als Sabbattag heilig ist, funktioniert nur, weil dies im Notfall mit meinen Kollegen ausgeglichen wird - dadurch haben diese dann den Sonntagszuschlag, auf den ich dadurch verzichte.

Da sind einige falsche Annahmen zusammen gekommen.

  1. Der Arbeitgeber hat das Hausrecht und kann alles verbieten.
  2. Der Arbeitgeber kann darauf bestehen, dass in seinem Unternehmen die persönliche Neutralität der Arbeitnehmer gegeben ist.
  3. Die von Dir vereinnahmte Religionsfreiheit betrifft alleinig Dich selbst. Alles was darüber hinausgeht fällt unter Umständen unter die negative Religionsfreiheit. Die negative Religionsfreiheit bedeutet, dass ich mich nicht von der Religion von anderen religösen Gruppen belästigen lassen muss.

So schaut nunmal die rechtliche Situation aus.

Ja darf er. Mit Religionsfreiheit hat das nichts zu tun, da es sich dabei um ein Grundrecht handelt und diese prinzipiel keine Drittwirkung haben. Das ist ein Recht gegen den Staat und nicht gegenüber deinem Arbeitgeber. 

Dein AG hat das Hausrecht und kann religiöse Dinge am Arbeitsplatz untersagen.
Deine Religionsfreiheit kannst du zu Hause ausleben.

Toll finden darfst du es jeder Zeit. Das Aufhängen darf er dir jedoch verbieten. Sonst hängt der nächste ein Poster von sein Lieblingspferd auf, noch einer ein Poster eines Sängers. Also: keine Wanddeko im Büro,

Du vertrittst den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber entscheidet, wie er nach außen Aussehen will. Bei Kundenkontakt, kann er so was untersagen. Du bist ja nicht im privaten. 

Auch im Kollegium kann er so etwas untersagen, denn für das Betriebsklima ist er zuständig. Das mag manchmal eine falsche Entscheidung sein, aber die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber und deswegen entscheidet er darüber. Er entscheidet ja auch über Kleidung, die nicht getragen werden darf. 

Archimedeshiwi 21.04.2017, 11:14

In deiner privaten Zeit bist du in deiner Religionsfreiheit nicht eingeschränkt. Nach Dienstschluss kannst du die Lesen was du willst und optisch repräsentieren was du willst. 

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Ja, dein Chef darf entscheiden mit was und deinen Arbeitsplatz "dekorieren" darfst und mit was nicht.

Es gibt immer Räume, in denen die Ausübung von Freiheitsrechten eingeschränkt sein kann. Das ist normal und stellt nicht diese Rechte an sich in Frage.

Mich würde ein Koran ebenso stören wie ein Kreuz. Aber auf mich kommt es nicht an. Auf Dich aber auch nicht. Ein Arbeitgeber hat das Recht, Regeln für das Zusammenleben der Mitarbeiter festzulegen.

Der Arbeitsplatz ist kein Ort, an dem religiöse Praktiken etwas zu suchen hätten. Auch religiöse Bekenntnisse sind dort unangebracht.

Du solltest also im Sinne eines sozialen Miteinanders auf Deinen Chef hören. Nach Feierabend kannst Du dann machen, was Du willst.

Mehmet, seit wann hängt man einen Koran auf.? Hast du da ein Loch hinein gemacht und das Buch an die Wand genagelt?

Ich finde, das ist nicht seriös. Das gehört sich nicht.

realsausi2 21.04.2017, 16:42

Vielleicht hat er seinen Koran ja gekreuzigt?!

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Wer hängt den ein Buch auf??

Und ja, darf er, wenn er im Gegenzug den anderen Mitarbeitern auch verbietet Religiöse Symbole aufzuhängen. D.H. Kein christliches Kreuz, kein Judenstern etc... alles muß ab.

das Büro ist dein Arbeitsplatz und nicht dein Privatbereich .... also entscheidet allein der Arbeitgeber was dort an der Wand hängt und was nicht ...... so einfach ist das ....

Zu Hause kannst du dich frei entfalten. In der Arbeit gilt das Hausrecht des Firmeninhabers. An diese Anweisungen hast du dich zu halten.

Selbstverständlich darf er das! 

Dein Chef darf natürlich darüber entscheiden, was in seinen Räumen aufgestellt/aufgehängt wird zu Dekozwecken und was nicht. Er kann auch verbieten persönliche Dinge jeglicher Art am Arbeitsplatz zu platzieren. Seien es Fotos von der Familie, Pin-Up-Girls, Religiöse Symbole oder was auch immer man sich da hinstellen/hängen mag.

Übrigens: Ich persönlich würde mich insbesondere von religiösen Symbolen belästigt fühlen, da nur Leute sowas aufhängen, die sich wichtig machen wollen. Religion gehört in die eigenen 4 Wände und sonst nirgends hin. Wer seine Religion durch irgendwelche äußeren Dinge zur Schau stellt diskriminiert andere Menschen! 

Zudem sind Menschen, die die Religionsfreiheit missbrauchen (so wie du das tust), nicht gerade gute Werbeträger für ihre eigene Religion!

Es sind seine Büroräume in denen er verbieten und erlauben kann was an der Wand hängt. Du kannst ja auch kein Bild von deiner Familie aufhängen oder von Merkel > siehe Meinungsfreiheit 

Bei mir hättest die Kündigung auf den Tisch, Beten ist dein
Privat vergnügen das kannst zu Hause.

Für was brauch den Koran auf der Arbeit,?? Es ist dein
Arbeitsgeber durch der Lohn der  dich
leben lässt , oder müssen in absehbare zeit alle Mitarbeiter der Koran mit führen?

Das ist reine Provokation auf eine Art nur anders kommt es
mir vor wie die Aktion in Rom 2011

Mal umgekehrt: Was würdest du machen, wenn in deinem Zimmer ein Kreuz hängen würde? Würdest du dann auch sagen: Mir egal Religionsfreiheit?

Und: Seid wann hängt man einen Koran auf du Troll?

Wenn Du nicht in einem muslemisch-kirchlichen Betrieb arbeitest, darf es das verbieten. Religion hat nichts im Betrieb zu suchen.

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