Darf der Arbeitgeber beim Arzt anrufen und Auskunft darüber verlangen, ob ein Attest tatsächlich ausgestellt worden ist?

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6 Antworten

Grundsätzlich kann und darf der Arbeitgeber beim Arzt nachfragen, ob dieser tatsächlich eine AU-Bescheinigung ausgestellt hat.

Wenn aber diese Frage im Raum steht, dann hat ja wohl der Arbeitgeber Zweifel an der Echtheit einer eingereichten Bescheinigung. Das heisst, er vermutet einen Betrug des Arbeitnehmers.

Wird die Bescheinigung vom Arzt bestätigt, ist alles in Ordnung. Wird hingegen die Echtheit der Bescheinigung verneint, kann sich der Arbeitnehmer auf die fristlose Kündigung gefasst machen.

Unter die Schweigepflicht fällt alles was nicht offensichtlich ist, d.h. allein die Tatsache eines Arztbesuchs. Nachdem jedoch wohl ein Attest ausgestellt wurde, somit der Arztbesuch bekannt und offensichtlich ist, spricht meines Erachtens nichts gegen die Information dass ein bestimmtes Attest von jemand ausgestellt wurde oder nicht. Jedoch nur ein "ja" oder "nein", keine weiteren Zusatzinformationen.

Er kann mitteilen das eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von ihm ausgestellt wurde, aber mehr nicht.

Aber du musst deinem AG auch nicht mitteilen welcher Arzt und vor allem niemals Warum die AU ausgestellt wurde.

Einzige Ausnahme ist "das es sich um einen Arbeitsunfall handelt" aber auch hier ist nur der Arbeitsunfall wichtig und niemals die Diagnose.

Natrülich darf er anrufen. Der Arzt wird ihm aber nix sagen. Allerdings kann der AG vom  Arzt prüfen lassen, of das Attest echt ist. Dazu muß er es vorweisen. Das unterliegt  dann nicht der Schweigepflicht, alles andere schon.

Versteh ich nicht. Wenn ein Attest ausgestellt wurde, hat der AG es doch ohnehin vorliegen, oder? Oder glaubt er, es sei eine Fälschung?

Das wäre die einzige logische Antwort auf die Frage, warum der Arbeitgeber hier nachfragen will.

Und es wäre nur normal, wenn dem betreffenden Arbeitnehmer nun das Wasser in den Hosen kochte.

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@Interesierter

Naja, wenn man tatsächlich so dreist ist, ein ärztliches Attest zu fälschen, dann darf man ruhig kochen *g*. Aber ein entspanntes Betriebsklima versteh ich darunter nicht.

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@Stellwerk

Natürlich hast du damit recht. Aber auch ein schlechtes Betriebsklima rechtfertigt keinen Betrug.

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Der Arzt kann sagen es ist eins ausgestellt aber nicht mehr. Sehr armseliger Arbeitgeber

So einseitig würde ich das nicht sehen wollen. Der Arbeitgeber hat sicherlich Gründe, an der Echtheit der Bescheinigung zu zweifeln.

Sollte sich die Bescheinigung als echt herausstellen, ist alles in Ordnung. Ist sie jedoch gefälscht, haben wir es nicht mit einem armseligen Arbeitgeber sondern mit einem betrügerischen Arbeitnehmer zu tun.

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@Interesierter

Als Arbeitgeber würde ich mich hinsichtlich der Echtheitsprüfung der AU-Bescheinigung grundsätzlich zuerst mit der zuständigen Krankenkasse in Verbindung setzen.

Nur wenn dies ergebnislos wäre, würde ich Zugriff auf den Arzt nehmen.

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