Darf der Arbeitgeber 2 Monate Väterzeit verweigern?

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6 Antworten

hallo, Dein mann kann wie Du auch Anspruch auf drei Jahre Elternzeit (hat nichts mit Elterngeld zu tun) nehmen und hat danach wieder Anspruch auf einen vergleichbaren Arbeitsplatz. Das kann nicht verweigert werden, auch wenn Dein Mann nur zwei Monate davon nimmt. Das sollte dem AG mal deutlich gesagt werden. Eine andere Möglichkeit, könnte man als Entgegenkommen dem AG anbieten. Man darf nämlich während der Elternzeit Teilzeit arbeiten. Man könnte also anbieten, dass Dein Mann 4 Monate auf halbe tage oder dreitage-Woche geht. Die Kündigungsdrohung wegen Kindkrank ist lachhaft. Ich mache z.B. regelmäßig Kindkrank, weil ich in einem technischen Beruf arbeite, meine Frau aber mit Menschen. Sachen können warten, die Menschen in dem Fall nicht. Ich würde empfehlen bei einem solchen AG in die Gewerkschaft einzutreten, die vertritt einen im Falle eines Falles und gibt auch Rechtsberatung. Nach einer solchen Rechtsberatung hat sich bei meinem AG auch plötzlich etwas bewegt, wo vorher nichts ging. Ob da wohl mal ganz inoffiziell mal telefoniert wurde? Ich weiß es nicht.

Zur Praxis würde ich dringend raten, schriftlich Elternzeit zu beantragen, wenn der AG dann nicht zustimmt beim Arbeitsgericht anrufen, ich denke die können das mit einem Anruf bei Arbeitgeber klären. Bei Elternzeit gibt es nämlich keine Unklarheiten. Einzige Möglichkeit abzulehnen ist, wenn dadurch der laden den bach runter gehen sollte, wenn Dein Mann so wichtig in dieser Firma ist, würde ich aber nicht Elternzeit beantragen, sondern den Laden kaufen.

Lest Euch das EEG durch, ist etwas schwer zu lesen aber man kommt rein. Gibt im netz einfach googeln Elternzeitgesetz+juris

Grüße, lukas

Hallo,

die Elterngeldstelle hat auch bei Fragen zur Elternzeit zu beraten. Bei der Beantragung der Elternzeit sind Fristen zu beachten.

Um den Arbeitgeber (freiwillig) entgegenzukommen, sind folgende Punkte denkbar:

  • frühestmögliche Info (ggf. direkt nach der Geburt des Kindes)

  • Teilzeitarbeit (stunden- ode tageweise)

  • Kollegen verschieben Urlaub (ode bekommen während der Elternzeit des Vaters keinen Urlaub)

  • rechtzeitige Einarbeitung einer Aushilfe für die 2 Monate (evtl. kann man jemanden empfehlen?)

Gruß

RHW

Elternzeit steht dir zu und kann nicht verweigert werden. In einer fairen Diskussion können AG und AN miteinander ausmachen, dass zB die 2-monatige Elternzeit aufgeteilt wird in 2x 1 Monat. Darüber hinaus kann der Vater während der Elternzeit Teilzeit arbeiten (nicht mehr als 30 Std/Woche).

Allerdings scheint mir diese Diskussion nicht fair, wenn der AG mit Kündigung bei Kind-krank-Tagen droht und von der Frau verlangt an diesen Tagen "blau" zu machen. Das geht nämlich zu Lasten des anderen AG und könnte für die Frau zur Folge haben, den Arbeitsplatz zu verlieren - fristlos und begründet! Trotz Schwangerschaft! (sie ist die Frau und hat sich sowieso zu kümmern? Tsss - ohne Worte)

Leider ist die Rechtslage in diesem Fall für mich nicht klar, wenn dein Mann jedoch noch Kind-Krank-Tage übrig hat wäre eine Kündigung auf Grund dessen Rechtswidrig. Wegen der Väterzeit solltet Ihr euch evtl. mal an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden oder, falls vorhanden, Betriebsrat bzw. Gewerkschaft.

In einem kleinen Betrieb ist soetwas eben organisatorisch nicht möglich. Hier führt die Gesetzeslage u.U. dazu dass es zu Kündigungen kommt, wenn auf solche Dinge bestanden wird.

lukasHH 25.11.2011, 11:30

Dann muss man es so drehen, dass klar ist, dass aufgrund der forderung nach elternzeit gekündigt wurde. Dazu muss das nicht in der Kündigung stehen, da kann ruhig was anderes stehen. Zeitliche Nähe und ein fadenscheiniger Kündigungsgrund reicht da schon. Dann ne fette Abfindung einklagen!

Grüße, lukas

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user1439 25.11.2011, 11:54
@lukasHH

Genau durch solche Schmarotzer werden jedes Jahr zahlreiche Betriebe ruiniert. Zum Glück klappt das nicht immer.

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DollyPond 25.11.2011, 12:40
@user1439

das sind keine schmarotzer, das sind arbeitnehmer, die kinder bekommen und sich gegen eine ungerechtfertigte kündigung wehren, in dem sie sich auf geltendes recht berufen.

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user1439 25.11.2011, 14:18
@DollyPond

Die von lukasHH beschriebene Vorgehensweise ist Schmarotertum erster Güte !

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elternzeit steht euch zu, da braucht ihr keine zustimmung des arbeitsgebers. die entscheidung wer von euch die betreuung macht trefft ihr, nicht der chef. er muss für ersatz sorgen, wenn er das nicht schafft, ist es sein problem und nicht eures.

http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/familie,did=16318.html

user1439 25.11.2011, 11:14

genau - und wenn er die Kündigung bekommt ist es sein Problem und nicht das des Chef´s.

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DollyPond 25.11.2011, 11:15
@user1439

eine kündigung wegen der elternzeit wäre unwirksam.

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DollyPond 25.11.2011, 11:23
@user1439

der arbeitgeber muss sich für einen grund entscheiden und der wird unwirksam sein. dafür gibt es ja die arbeitsschutzgesetze.

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user1439 25.11.2011, 11:32
@DollyPond

Ich rede von einem Kleinbetrieb - bei einem großen Unternehmen werden solche Probleme erst gar nicht auftreten.

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user1439 25.11.2011, 11:50
@DollyPond

Gerade deshalb muss man sich in so einem Fall, von solchen Mitarbeitern trennen. Dir sind offenbar die wirtschaftlichen Zwänge eines Kleinbetriebes völlig fremd !

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DollyPond 25.11.2011, 12:37
@user1439

du versteht nicht, dass das nicht möglich ist. eine kündigung wegen der elterzeit ist ungültig, eine kündigung aus konstruierten und unwahren gründen ebenfalls. der arbeitgeber trägt das unternehmerische risiko, dazu gehört auch, dass die mitarbeiter eltern werden oder krank werden können. das gesetz beschützt sie in diesem fall völlig zu recht vor der kündigung, damit sie nicht unverschuldet in "wirtschaftliche zwänge" geraten.

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user1439 25.11.2011, 14:16
@DollyPond

Du hast immer noch nicht kapiert, dass ein Kleinbetrieb keine Gründe für eine fristgerechte Kündigunmg braucht. Es ist nur traurig dass dem Kleinbetrieb keine andere Wahl gelassen wird !

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sumsum076 25.11.2011, 15:09
@user1439

Gibt es doch, in einem ordentlichen Miteinander! (aber nicht in einem: Du fliegst raus, wenn du dich um dein Kind kümmerst, wenn es ins Krankenhaus muss)

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