Darf das Unternehmen sowas?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Aber die können doch auch nicht einfach sagen Vollzeit gibt es nicht du kriegst jetzt nur noch 12 Std von uns .?!?

Wenn man vor der Elternzeit einen Vollzeitjob gehabt hat, hat man auch danach Anspruch auf diesen. Ein AG darf nicht eigenmächtig eine Reduzierung der Stunden vornehmen.

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/elternzeit/die-elternzeit/73832?view=DEFAULT

Wenn Du nach der Elternzeit eine Reduzierung der Stunden möchtest, solltest Du nach § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz einen Antrag stellen. Diesen muss der AG spätestens drei Monate vor dem gewünschten Beginn der Teilzeittätigkeit erhalten.

Voraussetzung ist dass das Arbeitsverhältnis schon länger als sechs Monate besteht und im Unternehmen mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt sind (ohne Azubis).

Der AG muss bei einer Ablehnung die betrieblichen Gründe die gegen eine Reduzierung sprechen belegen können.

Habt Ihr einen Betriebs-/Personalrat? Wenn ja, erkundige Dich doch mal dort. Man wird Dir bestimmt weiter helfen können.

Den kompletten § 8 zur Verringerung der Arbeitszeit kannst Du selbst mal im Teilzeit- und Befristungsgesetz nachlesen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach der Elternzeit hast du einen Anspruch darauf, in dem Umfang wieder zu arbeiten, in dem du vorher gearbeitet hast. Möchtest du deine Arbeitszeit verkürzen und auf bestimmte Tage legen, musst du rechtzeitig einen Antrag stellen, in dem du deinen Teilzeitwunsch und die Verteilung der Arbeitszeit (beispielsweise: Montag bis Donnerstag, jeweils vormittags) äußerst.

Das Verfahren ist im § 8 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG googeln) beschrieben.

Vor Rechts wegen muss sich dann dein Arbeitgeber mit dir zusammensetzen und diesen Antrag diskutieren. Ablehnen kann er nur aus "betrieblichen Gründen".

Die Differenz zwischen der Rechtslage und der Handhabung schwankt aber von Unternehmen zu Unternehmen und von Berufsbild zu Berufsbild ganz erheblich. Je weiter "unten" du in diesem Gefüge angesiedelt bist Verkäuferin statt Ärztin, Call-Center-Agentin statt IT-Fachfrau), desto brutaler springen Arbeitgeber oft mit dir um, weil du wenig Alternativen hast.

Nichtsdestoweniger solltest du einen solchen Antrag nach deinen Vorstellungen stellen; vielleicht machen das ja die meisten deiner Kolleginnen nicht. Dann hat natürlich der Arbeitgeber Narrenfreiheit.

Letztlich kannst du immer noch vor das Arbeitsgericht ziehen. Wie gut das deinem Arbeitsverhältnbis allerdings tut, erfordert nicht viel Fantasie zum Ausmalen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Arbeitsvertrag steht wie viele Stunden in der Woche die Regelarbeitszeit ist. Wenn der AG die Stunden ändert muss er entweder das Einverständnis das AN  haben oder eine Änderungskündigung machen. Umgekehrt ist das ähnlich. Wenn du weniger Arbeiten möchtest musst du mit dem AG reden. Das bringt aber meines Erachtens jetzt noch nichts. Warte damit bis du in Eltern zeit bist und du weißt wann die wieder arbeiten gehen kannst. Bis dahin kann sich viel ändern. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Prinzipiell hast du nach der elternzeit das recht, in die stelle zurückzukehren, die du vorher hattest. Sprich, hattest du vorher eine Vollzeitstelle, muss dir dein AG die Vollzeitstelle wieder anbieten. Möchtest du aber weniger Stunden arbeiten, muss der AG dem nicht entsprechen.

Eventuell kann man aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz etwas ableiten. Siehe hier:

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Service/fragen-und-antworten.html?frage=162730

Aber auch das ist keine Garantie, im Zweifel entscheiden Gerichte darüber.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach der Elternzeit besteht der bisherige Arbeitsvertrag grundsätzlich weiter. Eine Änderung der Arbeitszeiten ist durch einen Änderungsvertrag möglich. Allerdings ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet statt einer 40 Std Woche jetzt eine 20 Std Woche zu akzeptieren. Am besten man klärt das vorher mit dem Atrbeitgeber und läßt sich das schon mal schriftlich bestätigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Familiengerd
13.10.2016, 12:33

Allerdings ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet statt einer 40 Std Woche jetzt eine 20 Std Woche zu akzeptieren.

Doch, ist er, wenn keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen.

0

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, die Wünsche seiner Angestellten umzusetzen. Wenn du nach deiner Elternzeit nicht so arbeiten kannst wie "nötig" und der Arbeitgeber dich nicht so einsetzen "kann", wie du es gerne hättest, müssen sich eure Wege eben trennen.

Wenn du die Zeit zwischen Angebot und Ende der Elternzeit nutzt, um nach Lösungen zu suchen, lässt sich da oft noch was machen. Zumindest kannst  dir dann rechtzeitig was anderes suchen und kriegst auch keine Sperre, falls du den "unpassenden" Job mit Erlaubnis vom Arbeitsamt ablehnst.

Wenn du ein gutes Verhältnis zum Chef hast, kannst du auch schon vorher mit ihm sprechen. Aber mach dir bitte klar, dass er dir jetzt noch keine Zusagen für bestimmte Arbeitszeiten in drei Jahren (?) geben kann...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Am besten ist es mit deinem Ag zu sprechen und nicht auf das Geschwätz von irgendwem und irgendeiner zu hören. Du kannst deine Rechte einfordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ja, du änderst ja deinen vertrag

da müssen beide zustimmen

und wenn sie dir nur x anbieten, musst du x nehmen oder deinen alten vertrag behalten

du hast doch keinen anspruch, deine vertragsmodalitäten frei zu bestimmen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von karin91
13.10.2016, 08:09

Aber die können doch auch nicht einfach sagen Vollzeit gibt es nicht du kriegst jetzt nur noch 12 Std von uns .?!?

0

Was möchtest Du wissen?