Darf das Jobcenter meine Kindergeld Nachzahlung anrechnen, wenn es bereits angerechnet wurde BITTE DRINGEND UM HILFE!?

8 Antworten

Wenn das Kindergeld das du nicht erhalten hast bereits auf deinen zurückliegenden Bedarf angerechnet wurde,dann kann das Jobcenter diese Nachzahlung ( wenn sie sich nur auf diesen Leistungsbezug bezieht ) nicht nochmal als Einkommen anrechnen !

Du hast dann ja für diesen Zeitraum schon weniger Leistungen erhalten,als dir tatsächlich zugestanden haben.

Solltest du schon einen Bescheid mit einer Anrechnung der Nachzahlung bekommen haben,dann lege fristgerecht einen schriftlichen Widerspruch mit Begründung ein,am besten von dem ALG - 2 Bescheid mit der Anrechnung des nicht erhaltenen Kindergelds eine Kopie machen und auch noch mal eine Kopie von der Nachzahlung aus der der Zeitraum dieser hervorgeht.

Im übrigen darf das Kindergeld bei volljährigen nicht vollständig angerechnet werden,wenn das Kind kein sonstiges Einkommen hat,dann müssen mindestens die 30 € Versicherungspauschale berücksichtigt werden.

Das klingt nach Standardabfertigung...

Prinzipiell ist das richtig, denn beim Alg 2 kommt das Zuflussprinzip zum tragen, also es zählt immer das Datum an dem etwas aufs Konto kommt, und ist in dem Fall anzurechnen als Einkommen.

Fraglich ist ob die Absprache vorher korrekt war, denn meiner Meinung nach müssen sie entweder Hartz4 nachzahlen was bisher einbehalten wurde können dann das einmal Kindergeld als Einkommen anrechnen. Oder zweite Variante alles läuft wie vorher und es wird nicht als einkommen angerechnet, wie vorher vereinbart.

Dies ist zeitnah zu klären, nicht davon abschrecken lassen wies jetzt gelaufen ist, denn das ist ja der normale Vorgang, bei dem aber offensichtlich niemand bevor er den Bescheid rausgeschickt hat in die Akte gesehen hat. Vielleicht hat ja auch der Sachbearbeiter gewechselt. Gegen jeden Bescheid kann man schriftlich !!!! Wiederspruch einlegen (Achtung meist kurzes Zeitfenster). Parallel dazu evtl Telefonisch nachhaken (wenn das bei dem Jobcenter geht) oder um Termin bitten in dringender Angelegenheit mit der Abteilung die die finanzen Regelt( man hat ja meist Sachbearbeiter und Vermittler)

Die Sache ist die, Alg2 ist ja Existenssicherung und wenn du monatelang auf dieses Geld verzichten konntest, dann scheinst du nicht bedürftig genug gewesen sein. Und daher kann man jetzt die Nachzahlung anrechen. War keine gute Idee von dir. Du hättest dir das Geld auszahlen lassen sollen monatlich und dann zur Seite legen sollen.

Du solltest aber Widerspruch gegen die Entscheidung der Anrechnung einlegen und evtl. damit begründen, dass du monatlich von Krediten oder Unterstützung deiner Verwandten gelebt hat, die aber das Geld zurück haben wollen (evtl. Geldverträge vorlegen). Und dass das Anrechnen dein persönlicher Wunsch war, würde ich auch nicht erwähnen.

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