Darf das Finanzamt Steuerschulden meines verstorbenen Mannes mit einer Nachzahlung verrechnen

3 Antworten

Leider schreibst Du ncihts zum Thema:

1. um welche Steuerarten handelt es sich (Einkommensteuer, Umsatzsteuer)

2. Warum hast Du 2008 bezahlt? War es Einkommensteuer aus einer Zusammenveranlagung (geschätzt?).

3. Du hast ja anscheinend das Erbe angenommen und damit ggf. die Schulden mitübernommen.

Nach dem Sachverhalt ist vieles möglich, aber nichts sicher. Für den Steuerbescheid 2008 (welche Steuerart) kannst Du ggf. die getrennte Feststellung der (Einkommen-)Steuer beantragen und dann sind nur die Anteile Deines verstorbenen Mannes verrechenbar.

Es handelt sich um die Einkommenssteuer, zusammen veranlagt. Ich habe bezahlt weil man Mann kein Geld hatte. Ich habe das Erbe nur mit beschränkter Haftung angenommen und muss nicht für die Schulden meines Mannes aufkommen. Die Erstattung betriftt hauptsächlich die zuviel gezahlten Schätzungen für meinen Mann, die ja ich bezahlt habe.

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@jujeva

Steuererstattung

Kommt es infolge einer Zusammenveranlagung zu einer Steuererstattung, so ist die Erstattungsberechtigung nach § 37 Abs. 2 AO zu bestimmen und nicht nach den §§ 268 ff. AO. Die Ehegatten sind nicht Gesamtgläubiger, sondern erstattungsberechtigt ist der Ehegatte, der die zu erstattende Steuer an das FA gezahlt hat oder auf dessen Rechnung bezahlt wurde (BFH, Beschluss v. 14.12.2007, III B 102/06).

Das gesamte Dokument:

http://www.haufe.de/steuern/kanzlei-co/antrag-auf-aufteilung-der-gesamtschuld-nach-268-ff-ao/grundsaetze-aufteilung-gesamtschuld_170_222720.html

Diese Art Literatur sollte der liebe Kollege aber auch allein finden können. Das ist das Standardprogramm unseres Berufsstandes.

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@wfwbinder

Würde es einen Unterschied machen wenn mein Mann damals eine Aufteilung nach §§268 ff beantragt hätte. Evtl. hat er dies getan, ich bin nicht sicher. Ich bin fest angestellt und habe meine Steuern immer direkt vom Lohn abgeführt. Habe in der Zwischenzeit natürlich schon mehrere eigene Steuererklärungen abgegeben, immer eine Erstattung bekommen und nie den Hinweis und Abzug etwaiger Rückstände meines Mannes. Heißt Ihre Aussage oben, wenn ich nachweisen kann, dass ich die Steuern 2008 bezahlt habe steht mir auch die Rückerstattung zu und darf nicht mit Schulden aus 2007 verrechnet werden?

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@jujeva

Nein, dun sollst die Aufteilung beantragen, weil Du ja auch die Zahlujng für 2008 allein geleistet hast. Deshlab habe ich Dir doch extra den Text rauskopiert. Wenn das vernünftig vorgetragen wird, darf man evtl. gar nciht verrechnen.

Dein Steuerberater ist mir gegenüber im Vorteil, er hat die Bescheide vorliegen.

Verjährung kann nicht eingetreten sein, weil es ja um viel später ergangene Bescheide geht.

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@wfwbinder

danke für die tollen Antworten. Mit Verjährung meinte ich Verrechnung mit dem Jahr 2007. Müsste die nicht schon verjährt sein. Weiß nicht wie alt der Bescheid ist, da ich ihn nicht vorliegen habe, aber bestimmt älter als 5 Jahre.

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@jujeva

DEutsches Steuerrecht, kompliziertes Steuerrecht.

Es unterscheidet zwischen der Festsetzungsverjährung und der Vollstreckungsverjährung.

Um ein Urteil abzugeben müsste man wissen, wann der Bescheid 2007 ergangen ist. Erst dann kann die Vollstreckungsverjährung beginnen. Diese kann aber auch unterbrochen werden.

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was meint den euer Steuerberater dazu ? und warum wurde die Einnahmen für 2008 geschätzt (das ist immer schlecht) ?? ich würde hier auch zu einem Fachanwalt für Steuerrecht gehen. geht ja schon um eine Stange geld. 

Der Steuerberater meint wir sollen die wahrscheinlich negative Antwort des Finanzamts erst einmal abwarten. Zur Frage nach der Rechtslage, hat er leider keine Ahnung.

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Da du für diese Steuernschulden nicht gebürgt hast, darf das Finanzamt diese Steuerschulden nicht mitverrechnen.

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