Darf das Bafög-Amt mir folgende Fragen stellen, wenn ich auf elternunabhängiges Bafög einen Antrag gestellt habe und Vorrausleistungen beziehen möchte?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ja natürlich dürfen sie das und man muss das auch wahrheitsgemäß beantworten.

Man will bestimmte Leistungen, die an bestimmte Voraussetzungen geknüpft sind. Also muss das Amt herausfinden, ob die Voraussetzungen vorliegen oder nicht.

Mit "knapp" 30 ist man eben nicht 30. Und erst mit 30 kann man elternunabhängiges Bafög beantragen. Ist man unter 30 muss man schauen und prüfen, ob andere Voraussetzungen vorliegen.

Ob man Kontakt mit den Eltern hat oder nicht spielt da keine Rolle. Selbst miese Rabeneltern sind Eltern und damit unterhaltspflichtig. Man kann nicht einfach Kinder in die Welt setzen, keinen Kontakt haben und hoffen die Allgemeinheit kommt für das Kind auf. Eltern haben Pflichten. Moralische und finanzielle. Moralische kann man selten durchsetzen, finanzielle Pflichten umsomehr.

X sollte etwas mehr kooperieren, dann zieht sich das auch nicht.

Bafög zahlt nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Wenn die Voraussetzungen nicht vorliegen, müssen die Eltern zahlen. Und da keiner Geld zu verschenken hat, muss eindeutig geklärt werden wer hier zu zahlen hat.

X kann das sowas von egal sein, von wem das Geld kommt. Solange es kommt. Und Geld wird erst dann kommen, wenn das geklärt ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MariaMitchell
19.08.2016, 11:49

Wenn man 30 Jahre alt ist und davor noch kein Bafög bezogen hat, erhält man auch keins mehr.

Und X kooperiert mehr als genug, X hat seit 11 Monaten (!) nahezu täglichen Briefwechsel und persönliche Termine beim Bafög Amt und hat von zwei Gerichten die Unterlagen eingereicht, hat insgesamt über 20 Adressen des Vaters im Nicht-EU-Ausland ausfindig gemacht, aber der zieht so oft um, dass es keine Adresse davon mehr die Aktuelle ist.

Da hilft auch nicht die Moralkeule... die Vorausetzungen liegen definitiv vor, genau dafür, dass die Eltern eben nicht zahlen ist doch das Bafög-Amt da, die Forderungen gehen dann auf das Amt über und die verklagen dann die Eltern. Und der letzte X bekannte Wohnort, der wurde dem Bafög-Amt mitgeteilt. Aber das glaubt X nicht.

0
Kommentar von MariaMitchell
19.08.2016, 14:41

Und hier die passende Regelung: Sofern der Aufenthaltsort der Eltern des BAföG-Berechtigten unbekannt ist und dieser auch nicht ermittelbar ist, wird ebenfalls elternunabhängig gefördert. Diese Tatsache muss sodann dem BAföG-Amt, samt der Erklärung, dass kein Unterhalt von den Eltern bezogen wird, schriftlich mitgeteilt und versichert werden. Die Regelung hierzu findet Ihr im § 11 Abs. 2a BAföG.

Das alles hat X getan, trotzdem weigert sich das Bafög-Amt und kommt mit immer neuen Schikanen siehe oben.

0

... und warum ist der Student/die Studentin nicht lernfähig?

Wo ist bitte das Formblatt 8 und warum wurde es in der Regelstudienzeit nicht eingereicht beim Studentenwerk, wenn denn die Eltern nicht wollen oder können?

Wurde auch ein Stipendium geprüft?



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MariaMitchell
19.08.2016, 11:42

Für den Bachelor wurde kein Bafög bezogen und auch kein Antrag gestellt. Es geht einzig und allein um den Master (1. Semester bzw. jetzt im 2. Semester). Formblatt 8 wurde schon lange eingereicht.

0

Warum soll X Hartz 4 Empfänger werden? Man könnte sich auch mit einem Bachelor einen Job suchen.

Wenn man noch Bafög haben möchte, muss man die Fragen wohl oder übel beantworten. Und zwar wahrheitsgemäß und nicht danach ob man noch Geld will oder nicht!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MariaMitchell
19.08.2016, 11:44

Wieso soll X die Zukunftsplanung über Bord werfen und minderqualifiziert arbeiten gehen? X will in die Forschung und das heißt promovierne und habilitieren. Nur das Bafög Amt meint sich dem in den Weg stellen zu müssen...

0

Was möchtest Du wissen?