Darf das Amt dass ausgezahlte ALG II zurück fordern?

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8 Antworten

Darf das Amt das zurückfordern?
Definitiv JA.

Warum haben sie dir monatelang Leistungen gezahlt?
Erstmal warst du in dem Moment in einer Situation, in der du aus Sicht des SGB II als bedürftig gegolten hast.
Das kannst du auch sein, wenn du zwar Anspruch auf anderweitige Leistungen hättest, es aber länger dauern würde, bis diese zum Tragen kommen.
Dann würde das JC mit dem ALG II erst mal "einspringen", wenn  du dann aber anderweitige Leistungen oder Einkommen (auch Unterhalt ist ein Einkommen) hast, welche rückwirkend gezahlt werden, dann musst du diesen "Vorschuss" natürlich zurückzahlen.

Die sind allerdings völlig zu Recht davon ausgegangen, dass du dich selbst informierst, welche Leistungen dir vom Kindsvater zustehen.

Das sind nun mal Unterhalt für die Kindsmutter und Unterhalt für das Kind.

Es ist definitiv nicht die Aufgabe des Jobcenters, jemanden über ihm zustehende Leistungen aufzuklären, die erst mal nichts mit dem SGB II zu tun haben.

Dafür hättest du dir, falls du dich nicht ausreichend informiert fühlst, eine Beratungsstelle aufsuchen können. Oder das Internet nutzen können.

Irgendwie hätte ich von einer 25-jährigen angehenden Erzieherin auch erwartet, dass sie sich da selbständig schlau macht ...

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Warum soll der Kindsvater Unterhalt bezahlen wenn doch beide für das Kind sorgen und beide auch zusammen sind? Was für ein Mist das ist..... Das Problem hatten wir auch.... Mein Freund und Vater der Kinder sollte auch Unterhalt zahlen obwohl wir gleich viel Zeit mit den Kindern verbrachten und auch gleich viel Geld ausgaben für die Kids. Und wir haben auch ein Schreiben aufgesetzt und das alles rein geschrieben das wir zusammen sind und uns gleichermaßen um die Belange unserer Kinder kümmern. Leg Widerspruch ein. Wir hatten die Situation auch beim Jugendamt geschildert und die meinten auch das ist totaler Quatsch. Es wurde übrigens bei uns dann auch verstanden und es gab kein Stress mehr. Was sie auf jedenfall machen ist das dass Einkommen deines Freundes mit angerechnet wird. Aber macht das nicht mit Unterhalt solange ihr zusammen seid und gemeinsam für das Kind sorgt. 

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Sehr verwirrend das ganze. Offenbar warst du tatsächlich nicht Leistungsberechtigt, wenn ich mir das so durchlese. Die Sachbearbeiterin hat da aber auch ihren Anteil daran. Fakt ist das du das Geld wohl zurück zahlen werden musst, sieh zu das du eine Ratenzahlung bekommst, mit der du zurecht kommst.(Eventuell kannst du Gerichtskostenbeihilfe beantragen, um diese Sache gerichtlich zu klären)

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Ja, darf es. Im Übrigen ist es nicht Sache des Sozialleistungsträgers, dich über deine privatrechtlichen Unterhaltsansprüche aufzuklären. Als alleinstehendes Elternteil muss man das schon selber im Blick haben.

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Kommentar von Mutti2016
18.05.2016, 14:11

Und wieso zahlt das Amt mir dann erst Monte lang Geld? Bzw hat mir nicht gleich gesagt das ich garkein Anspruch habe?

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Das Amt darf leider Solche Zahlungen zurückfordern. Oft lohnt es sich allerdings einen auf ALGII spezialisierten Anwalt einzubeziehen. Vielleicht findet der noch einen Schlupfwinkel.

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"Unterhaltspflicht" kann man googlen... Und das ist nicht die Aufgabe vom Amt!

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Kommentar von Mutti2016
18.05.2016, 14:16

Naja also ich denke wenn es nicht die Aufgabe vom Amt ist zu prüfen ob ich Anspruch habe, von wem ist es dann die Aufgabe. Wieso wurde mir denn nicht einfach von vornherein gesagt dass ich kein Anspruch habe, sondern mein Freund für mich aufkommen muss?

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Darf das Amt dass ausgezahlte ALG II zurück fordern?

Ja. 


Mir wurde nie gesagt dass mein Freund für mich eigentlich aufkommen muss. 

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

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Kommentar von Mutti2016
18.05.2016, 14:09

Sehr Hilfreiche Aussage. :(

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Dein Freund und Vater des Kindes ist Vollzeit berufstätig. Er verdient also Geld. Warum sollte statt ihm der Staat für seine Familie aufkommen?

Er ist zu Unterhalt verpflichtet, egal ob ihr zusammen wohnt oder nicht!

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