Darf das Amt an Erspartes? Grundsicherung - Haushaltsgemeinschaft

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1 Antwort

Auf wessen Namen läuft das Konto mit den 7.000 Euronen?

Wenn das Konto auf den Namen der Großmutter läuft, dann ist ein Großteil des Geldes futsch. Denn mit Grundsicherung im Alter darf sie ein Vermögen in Höhe von 2.600 Euro haben. Das, was darüber hinaus ist, muss sie für ihren Lebensunterhalt aufbrauchen.

Wenn das Konto auf den Namen des Enkels läuft, dann darf die Grundsicherungsbehörde nicht darangehen. Die unmittelbaren Verwandten müssen nur dann für die Großmutter aufkommen, wenn die im Jahr mehr als 100.000 Euro verdienen. - Dass das Grundsicherungsamt nun die Offenbarung der Vermögensverhältnisse auch des Enkels wissen will, lässt sich so erklären.

Wenn nun plötzlich oder vor der Beantragung der Grundsicherung im Alter das vorhandene Vermögen der Großmutter zu einer anderen Person hin verschoben wird, ist das nicht erlaubt. Denn damit macht Deine Großmutter sich ja mutwillig arm. - Das heißt, die Freundin muss das Geld zurückgeben, zumindest das über den 2.600 Euro. Was die Großmutter dann mit dem ihr erlaubten Vermögen macht, ist ja ihre Sache.

Habe ich so Deine Frage beantwortet?

Silversteed87 03.11.2012, 18:23

Das Konto läuft auf dem Namen des Verdieners (Enkel)

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cyracus 04.11.2012, 01:14
@Silversteed87

Dann will das Grundsicherungsamt wohl nur wissen, wieviel Geld der Enkel hat, um zu erfahren, ob er zu besonders gut Verdienenden gehört, die ihre Eltern und Großeltern im Falle eines Falles unterstützen müssen.

Wenn das Geld schon immer auf dem Konto des Enkels war, dann dürfte alles klar sein. - Schwierig könnte es werden, wenn das Geld erst in letzter Zeit aufs Konto des Enkels rübergewandert ist, das wäre ja dann eine Schenkung, die zurückgefordert werden muss. Und bis auf den Vermögensfreibetrag (2.600 Euro) muss das Geld dann erstmal verbraucht werden.

Wenn das Geld also schon immer auf dem Konto des Enkels war, und falls das Grundsicherungsamt doch was von dem Geld fordert, dann sollte der Enkel einen Fachanwalt für Sozialrecht befragen.

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Falls der Enkel nicht sehr viel verdient und in Hamburg wohnt (wäre genial), kann er zur Öffentlichen Rechtsauskunft und Vergleichsstelle (ÖRA) in der Dammtorstraße gehen. Da bekommt er fachkundigen Rat von ehrenamtlich arbeitenden Anwälten, Richtern und Fachbeamten. Diese halten sich an die Schweigepflicht genauso wie frei praktizierende Rechtsanwälte. - Und falls erforderlich, setzen sie auch Schreiben auf oder schreiben direkt an die Gegenseite.

http://www.hamburg.de/oera/rechtsberatung/

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