Darf Chef den gesetzlichen Urlaubsanspruch mit dem Stundenlohn als bezahlt verrechnen?

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2 Antworten

Das wäre mir neu. Meines Wissens ist der gesetzliche Urlaubsanspruch nicht finanziell umrechenbar. Eine Reduktion des Stundenlohns sollte man auch nicht unterschreiben. Normalerweise dienen Vertragsänderungen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses fast immer den Interessen des Unternehmens und selten den Interessen des Arbeitnehmers.

So gesehen müsste man sich überlegen, ob man sich nicht zusammenschließt und dem Chef den Vertrag un-unterschrieben zurück gibt, mit der Begründung eine Lohnkürzung sei nicht hinnehmbar und eine Umrechnung des Urlaubs auf den Stundenlohn nicht gesetzlich gedeckt.

Leider sind die Arbeitgeber oft in der besseren Ausgangsposition, in dem Sinne, dass es als Nächstes heissen könnte "... wer nicht unterschreibt fliegt eben raus, da zu teuer..."

Die offizielle Begründung wird natürlich anders lauten "...aus betriebsbedingten Gründen ist eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses leider nicht mehr möglich...".

Würde mich sehr wundern, wenn dies Aktion legal wäre - ich denke nicht!!

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Nein, das geht keinesfalls. Es sei denn du unterschreibst eine Vertragsänderung, wobei Urlaubsabgeltung im laufenden Arbeitsverhältnis selbst bei schriftlicher Vereinbarung unwirksam wäre.

Der gesetzliche Mindesturlaub muss in Freizeit gewährt werden!

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