Darf Bundeswehr(Musterung) nun Krankenakte einsehen, ja oder nein!?

3 Antworten

Die Krankenakte kann nur dann angefordert werden, wenn du explizit unterschreibst, dass du den Arzt von seiner Schweigepflicht in dieser Angelegenheit entbindest. Sonst nicht. Ob das von Bewerbern standardmäßig gefordert wird, weiß ich allerdings auch nicht.

Sagen wir mal, als Beispiel, ich würde eben NICHT unterschreiben...das kommt ja nicht sehr gut rüber, oder?

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@CarryCatnip

Sagen wir mal, als Beispiel, ich würde eben NICHT unterschreiben...das kommt ja nicht sehr gut rüber, oder?

Es kann eine Voraussetzung sein, Dein Vorgeschichte zu kennen. Wenn Du nicht bereit bist, mit offenen Karten zu spielen, ist die Bundeswehr ggf. nicht der richtige Arbeitgeber.

Was genau hast Du zu verbergen?

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@GermanSailor

Ich sagte " als Beispiel", das heißt nicht, das ich das dann auch machen werde......

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Wenn eine Akte angefordert wird, dann nur wenn Du den betreffenden Arzt von der Schweigepflicht entbunden hast. Ansonsten sieht auch die Bundeswehr nichts.

Ich habe früher bei der Bundeswehr im San-Bereich in der Abteilung "Begutachtung und Behandlung" gearbeitet. Über meinen Tisch liefen die Gutachten, aufgrund derer die Rekruten schon nach einer Woche wieder entlassen wurden. Entweder, weil sie körperlich nicht in der Lage waren, oder, weil sie irgendwie einen psychischen Schaden hatten.

Dabei handelte es sich aber überwiegend um Wehrpflichtige, die ohnehin wieder entlassen werden wollten.

Heute handelt es sich um Bewerber als Soldat auf Zeit. Und da wird sich die Bundeswehr nicht faule Eier ins Nest legen lassen und solche Leute einstellen, die trotz einer medizinischen Vorgeschichte einfach versorgt sein wollen. Das heisst, natürlich kann der Bewerber zu weiteren Ärzten geschickt werden und ebenso kann die zivile Krankenakte angefordert werden..

Ebenso kann der Soldat nach Ausscheiden aus der Bundeswehr seine miniltärische Krankenakte anfordern, z.B. bei einer Wehrdienstbeschädigung. Die wird zwar nach einiger Zeit auf Mikrofilm gezogen (heute wird sie wahrscheinlich digitalisiert), jedenfalls kannst Du als ehemaliger Soldat 30 Jahre Deine Ansprüche anmelden.

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