Darf BG nach 8 Wochen Behandlung ablehnen?

3 Antworten

Hoi.

Natürlich darf sie das und muss es auch. Wenn das Unfallgeschehen nicht mehr zu den Unfallfolgen passt, muss die BG die Behandlung einstellen und die Krankenkasse führt das Heilverfahren weiter.

Ein Sturz aus 80cm Höhe hätte bei einer gesunden Wirbelsäule nicht diese Unfallfolgen gehabt(sofern eben das MRT nichts weiter ergibt). Daher ist anzunehmen, dass die Wirbelsäule vorgeschädigt ist(z.B. durch die Arbeit oder alterbedingt) und dass diese Folgen auch bei einem Sturz im privatem Bereich hätten auftreten können: sogenannte Gelegenheitsursache. 

Deshalb soll nicht nur der Arbeitgeber für die Kosten aufkommen(die BG-Beiträge zahlt ja der Arbeitgeber alleine), sondern die Kosten soll die Krankenkasse übernehmen(die ja durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert werden).

Ciao Loki

Loki, das ist absoluter Quatsch.

Ein guter Freund ist vor zehn Jahren aus einer vergleichbaren Höhe rückwärts von der Leiter "geplumpst". Dachte im ersten Augenblick, es sei nur ein harmloses Missgeschick.Ende vom Lied, er sitzt seit diesem Tag im Rollstuhl.

Die Fallhöhe hat viel weniger damit zu tun als der Winkel, Punkt des Aufschlags und der Kraftverteilung, während des Aufschlages.

Oder um ein physikalisches Beispiel zu bringen. Ein Schlag mit der offenen Hand kann Haut nicht durchdringen. Derselbe Schlag mit einem spitzen Gegenstand (bspw. Messer) konzentriert die Kraft am Punkt des Aufeinandertreffens, gemeinhin als Spitze bekannt, und dringt ohne Schwierigkeiten ein.

Kurz, er soll der Sache weiter nachgehen, nötigenfalls mit Anwalt.

Es ist der Job der BG abzulehnen, was immer sie kann. Schließlich will man dem Missbrauch vorbeugen.

Oft geht es nur mit Urteil, da Spätfolgen häufig zu jahrelangen Zahlungen führen.

Wenn die BG nicht mehr zuständig ist, dann ist die Krankenkasse zuständig

Was möchtest Du wissen?