Darf auf einer Straße, durch Verkehrsschilder, das Tempo von 70 km/h direkt auf 30 km/h reduziert werden, oder braucht es den zwischenschritt mit den 50 km/h?

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13 Antworten

Die Frage ist, welcher Abstand zwischen dem 30ger Schild und der festen Blitzanlage besteht und in welchem Bundesland du dich befindest. In Mecklenburg müssen es 100m sein (Autobahn 250m), in Bayern 200m.

Man muß seine Fahrweise anpassen schaffen und nicht vor dem 30ger Schild eine Vollbremsung hinlegen müssen. Im Link kannst du nachlesen was zutreffend war. http://www.bussgeld-info.de/blitzer-aufstellen/

Ist der Mindestabstand nicht eingehalten worden, hat dein Anwalt sehr gute Karten.

Ahem...

Also ich bin gestern auf einer Landstraße gefahren, auf der 70 km/h
erlaubt waren. Plötzlich nach einer Kurve kam ein Ort in den ich
eingefahren bin, wo aber 1 Meter hinter dem Ortseingangsschild ein 30
km/h Schild aufgebaut war.

Irrelevant. Denn wie du ja selbst schreibst,hattest du das Ortseingangsschild bereits passiert. Im Gegensatz zu deiner Einlassung

"Darf auf einer Straße, durch Verkehrsschilder, das Tempo von 70 km/h direkt auf 30 km/h reduziert werden"

*wird* hier also bereits die zulässige Höchstgeschwindigkeit rechtswirksam auf 50 km/h innerorts begrenzt. Denn genau dies bedeutet das Passieren des Ortseingangsschildes (Ortstafel, Z310 StVO). Natürlich ist es ärgerlich, wenn unmittelbar hinter der Ortstafel noch ein 30er Schild steht, zumal dann, wenn man es nicht rechtzeitig erkennen kann. Ob das allerdings ausreicht, um die Strafe abzuwehren. muss ggfs. gerichtlich entschieden werden.

Ich habe ja auch auf 50 km/h reduziert, bzw. war ich noch bei 52 km/h, ich weiß ja schließlich was ein Ortseingansschild bedeutet, aber das kann doch nicht sein, dass die Geschwindigkeit direkt wieder reduziert werden soll, also das war höchstens ein Meter abstand zwischen den Schilder. Daneben direkt einen Blitzer zu stellen finde ich schon sehr dreist. Aber dagegen vorzugehen, hat vermutlich leider echt keinen Sinn -.-

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Straßenschilder sind Dauerverwaltungsakte und gelten ab der Position an der sie stehen.

Man braucht keine Verwaltungsakte um einen Verwaltungsakt vorzubereiten. Wenn die Verkehrsbehörde, z.B. vor Baustellen mehrere Schilder nacheinander aufstellt (120, 80, 60), dann tut sie das nicht, weil sie gute Laune hat, sondern um Auffahrunfälle und damit eine Beeinträchtigung des Verkehrs zu verhindern.

In Deinem Beispiel interessieren die 70 überhaupt nicht mehr. Ab dem Ortsschild gilt 50, und bei einem Ortsschild ist es egal, ob davor Kurven oder sonstwas sind.

Wenn direkt an dem Ortsschild das 30er Schild gewesen wäre, dann hätten die 30 gleich dort gegolten.

Das das 30er Schild erst ein paar Meter nach dem Ortsschild steht, hätte jedem umsichtigen Fahrer ermöglicht entsprechend zu verzögern.

Der Hauptfakt in Deinem Post ist, dass Du trotz eines Ortsschildes immer noch mehr als 50 gefahren bist. Wer das tut, muss mit einer Ahndung achten.

Zudem erwarten Gerichte von Ortsfremden, dass sie sich verstärkt umschauen und auf Schilder achten. Spätestens beim Richter schießt Du Dich damit also völlig ins aus.

Hast du meinen Post gelesen? Man konnte das 30er Schild unmöglich sehen. Ich bin ja schließlich eigentlich ein umsichtiger, vorausschauender Fahrer.

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@SebVegas

Dein Problem wird aber sein, dass Du das glaubhaft machen musst. 

Wegen ein paar Euro Bußgeld wird kein Richter eine Ortsbegehung machen, und das Ordnungsamt wird sich vermutlich auch nicht auf eine längere Diskussion einlassen.

Fahr die Strecke noch mal und lass vom Beifahrer die Schilder fotografieren oder Filmen.

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Genau das ist beabsichtigt! Das ist speziellen Verkehrsanwälten bekannt.Der Staat weis nicht ein,noch aus um schnellstmöglich an die größtmöglichen Gelder zu kommen,um den eingegangenen Verpflichtungen nachkommen zu können.Das ist eigentlich schlicht kriminell.Jeder Nachweis,der hier geführt wird,das Blitzfallen aufgestellt werden,diese weder der Verkehrserziehung noch der Vermeidung von Unfallschwerpunkten dienen,der durchschnittliche ,nicht ortsansässige Fahrer entweder gefährlich scharf bremst um nicht geblitzt zu werden,bzw.geblitzt wird,Auffahrunfälle provoziert ist am Besten an Automilclubs zu schicken ,gegen das Bußgeld zu klagen,medienwirksam zu interagieren! Leute warum tut Ihr es nur nicht?

Ich wollte mich erstmal schlau machen und dann eventuell dagegen vorgehen. Wenn es nur vornerein keinen Sinn macht, lohnt es sich ja leider nicht.

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@SebVegas

Doch lohnt.Auf jeden Fall gesellschaftlich.Sollte es Dir ums Geld gehen,Prozeßrisiko,musst halt gucken.Eine Rechtsschutzversicherung ,mindestens eine Verkehrsrechtsschutzversicherung halte ich persönlich für die zweitwichtigste nach der Privathaftpflicht ! Dann stellen sich solche Fragen nämlich nicht.Auch das nutzt der Staat aus,macht es so unangenehm und so aussichtslos wie möglich.

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So schnell kann man gar nicht von 70 auf 30 runterbremsen

Mit dieser Argumentation solltest Du vorsichtig sein. Laut § 3 StVO darfst Du nur so schnell fahren, dass "innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann". Bedeutet: Geschwindigkeit auf Null reduzieren.

Wenn Du es also nicht schaffst, rechtzeitig auf 30 km/h runterzubremsen, warst Du, ungeachtet der erlaubten Geschwindigkeit, zu schnell unterwegs.

Aber jetzt mal im Ernst. Mit sowas rechnet doch kein Mensch. Man denkt halt erstmal, man darf mit 50 km/h weiter fahren.

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Hallo.

In Niedersachsen sollten es 150 mtr. sein. Aber das wird nicht immer eingehalten.

Das ist für jedes Bundesland verschieden. Soweit mir bekannt gibt es für NRW keine Vorschrift.

Mal abgesehen von der Ortsschild-Thematik -

Es gibt jede Menge Landstraßen-Baustellen, an denen eine solche Kombination 100 - 70 - 30 vorkommt. Auch dort muss man sich an die Regelung halten.

Ab Ortseingangstafel gilt 50 Km/h. Also brauchtest du deine Geschwindigkeit nur um 20 Km/h verringern und das ist auf wenigen Metern möglich wenn man nicht gerade blind durch die Gegend segelt.

Ob das rechtens ist?Ja,ist es.Es bedarf keiner allmählichen Km/h Reduzierung.

Ja richtig, deshalb habe ich ja auf 50 km/h runter gebremst, aber 1
Meter später soll ich dann plötzlich 30 km/h fahren? Wie soll das gehen,
wenn man das als ortsfremder da nicht weiß?

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Es ist fies, aber leider zugelassen. Was glaubst du warum dort eine Säule stand? Die wissen schon wie sie Geld einnehmen können. Es gibt ja auch Autobahnen wo plötzlich ein 80er Schild auftaucht.

Echt eine Schweinerei sowas. Ich sehe es ja auch ein, wenn ich zu schnell war etc., aber sowas unübersichtliches für ortsfremde dahin zu stellen ist echt dreist.

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Wie weit war denn der Blitzer von dem 30er schuld weg?

Auf der anderen Straßenseite. würde sagen ein paar Meter. Das weiß ich aber nicht mehr ganz genau.

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Moment mal.
In jedem Ort gilt IMMER 50KMH! Da braucht man keine Schilder.

Ja richtig, deshalb habe ich ja auf 50 km/h runter gebremst, aber 1 Meter später soll ich dann plötzlich 30 km/h fahren? Wie soll das gehen, wenn man das als ortsfremder da nicht weiß?

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Hm frag da mal bei der Stadt nach. Ansonsten weißt du jetzt wie du nächstes mal da rein fährst:) Du kannst es nicht ändern mein Freund

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Das stimmt nicht. Es gibt in Friesoythe LK.CLP für die Stadt 30 kmh.  Allerdings sind Schilder genug da.

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Nein, der Zwischenschritt, wie du es nennst, ist rechtlich nicht vorgesehen.

Insbesondere da du auch noch in einen Ort eingefahren bist. Und am Ortseingang gilt ob mit oder ohne Ortsschild immer 50 Km/h.


Ja richtig, deshalb habe ich ja auf 50 km/h runter gebremst, aber 1
Meter später soll ich dann plötzlich 30 km/h fahren? Wie soll das gehen,
wenn man das als ortsfremder da nicht weiß?

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Du musst das 30 er Schild nur rechtzeitig erkennen müssen.....

Ging ja nicht, da wie beschrieben, direkt nach einer Kurve und verdeckt durch das Ortseingangsschild

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