Darf auch gegen meinen Mitbewohner geklagt werden obwohl er nicht im Mietvertrag steht?

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6 Antworten

Wann fand der Prozess statt? Wann wurde dir das Urteil bekannt gegeben? Wann hast du den Kostenfestsetzungsbeschluss des Richters erhalten? Was hat dein Rechtsbeistand zu diesem Beschlüssen gesagt, falls du einen RA beauftragt hattest. Im Vorfeld des Prozesses hätte das Rubrum zwingend in der Klage geändert werden müssen, wenn sich die Klage nur gegen die Mieterin zu richten hatte. Im Urteil hätte jetzt stehen müssen: die BEKLAGTEN! werden verurteilt............. Damit ergäbe sich, dass du ein Recht auf Schadensersatz gegen deinen Mitbewohner hättest. Gib bitte mehr Informationen!

Du sprichst in deinem Nachsatz wahrscheinlich von einer "Gerichtlicher Mahnung", gegen die du offenbar nicht Widerspruch eingelegt hast. Damit ändert sich das Bild, und das pro cedere ist somit rechtens und lässt sich nicht mehr revidieren. Errechne den Anteil an deinen Kosten und stelle deinem ehemaligen Mitbewohner eine Rechnung über Schadensersatz mit Fristsetzung. Du hast Anrecht auf hälftige Erstattung, wenn der Herr nicht auch Kosten geltend machen kann.

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Rechtlich ist es so, daß z.B. bei einer Räumungsklage der Vermieter gegen alle Bewohner der Wohnung klagen muß, auch wenn diese gar nicht im Mietvertrag stehen.

siehe auch hier:

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/kdgprozs.htm

Da Du allein den Mietvertrag abgeschlossen hast, haftest Du auch für Miete, Nebenkosten, für die Räumung, sowie bei Verzug die daraus resultierenden Anwalts- und Gerichtskosten.

RA habe ich keinen eingeschaltet - der Prozess nahm seinen Lauf ohne das wir dort erscheinen mussten. Es kam einfach irgendwann ein Kostenbescheid vom Gericht den wir tragen mussten - über eine Verhandlung etc wurden wir nicht informiert.

Prozess ging wie folgt: Mahnung --> Mahnbescheid an meine Person --> Vollstreckungsbescheid --> Kostenfestsetzung durch ein Gericht --> Ich habe alles beim Gerichtsvollzieher bezahlt.

Das wir beide beim Gericht mit einbezogen worden ist mir erst jetzt aufgefallen nach Einsicht der Akten. Ich hatte zuerst nur die Kosten im Auge bis ich diese beglichen hatte. Ich fühle mich da im Nachherein etwas über den Tisch gezogen.

Hi Gerhart,

es gab insgesamt 2 Kostenfestsetzungen über 2 Mietausstände. Alles andere wurde so rechtzeitig bezahlt, dass es nicht bis vor Gericht ging.

Der Prozess fand Ende Juli statt - eine Woche später hatte ich den Kostenbeschluss vorliegen, welchen ich dann direkt beim Gerichtsvollzieher bezahlt habe. Die gleiche Prozedur hatte ich dann mit dem 2. Gerichtsbeschluss, dieser kam Mitte August per Post.

Einen Rechtsbeistand hatte ich nicht. Ich habe mir im ersten Moment Gedanken darüber gemacht alles zu bezahlen. Da ich glücklicherweise wieder einem Job im mittleren Management bekommen habe, konnte ich alle Außenstände schnell begleichen.

Gibt es noch eine Chance etwas zu regeln?

Noch einmal deutlich: Ich war Mieter im Vertrag. Nicht mein Mitbewohner. Er hat mit der Sache nichts zu tun gehabt. Das war mein Verschulden. Prozess wurde gegen beide geführt und deswegen entstanden Mehrkosten.

du hattest doch sicher einen RA, dem das auch hätte auffallen müssen und wenn 2 Leute verklagt werden, müssen theoretisch auch beide vor Gericht erscheinen. Wenn ein Urteil ergangen ist, wirst du jetzt dagegen nichts mehr machen können. So was sollte einem schon vorher auffallen.

du hattest dich offensichtlich nie um fristen gekümmert und bist dann wohl nach aktenlage verdonnert worden,da du der zahlungspflichtige mieter warst. ob du deinen mitbewohner auf kostenbeteiligung verklagen kannst,solltest du prüfen lassen,frag allerdings vorher nach den kosten dafür.

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