Darf Arbeitgeber Arzt anrufen wegen zu langer Krankenmeldung?

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7 Antworten

Hallo,

erstmals. es tut mir Leid zu hören, daß du unheilbar krank bist.

Normalerweise ist der Arzt an der Schweigepflicht gebunden. Wenn der Arzt dich lange krank geschrieben, hat er dies aus guten Gründen getan!

Der AG darf eigentlich nicht direkt beim Arzt anrufen, und der Arzt wiederum muß sein Gesuch (vom AG) mit einer Absage abschmettern: "ich bin nicht befugt mich über die Gesundheit meiner Patienten mit Fremden zu unterhalten und meine Krankschreibung ist und war gültig!"

Wenn der Arzt von sich aus auf Bitten des AGs eine Krankmeldung "korrigiert" hat, dann kannst du ihn deswegen mit Anwaltlicher Hilfe belangen. Das ist auch ein Fall für die Ärztekammer!

Als Patient hast du Rechte! Der Arzt ist für seine Handlungen verantwortlich zu machen...

Das mit dem Krankengeld müsstest du evtl. mit einem versierten Anwalt klären. Weil man könnte auch davon ausgehen, daß dein Vertrag hätte verlängert werden können, wenn du nicht krank gewesen wärest...

EIn Anwalt für Patientenrecht ist für dich der richtige Ansprechpartner. Wenn du kein Geld hast, dann kannst du einen Beratungshilfeschein bei deinem zuständigen Amtsgericht holen.

Wegen deiner Erkrankung, wende dich an ein entsprechendes Verein, so daß du Unterstützung und Trost findest. Eine Selbsthilfegruppe oder Selbsthilfeorganisation kann dir auch helfen.

wenn du kannst, und wenn es möglich ist, laß dir so bald wie möglich einen Behindertenausweis austellen.

Wenn du chronisch krank bist, und wenn die Krankheit fortschreitet,  kannst du evtl. eine Pflegestufe beantragen für die Hilfe im Alltag u. a.

Du mußt auch die Arge so bald wie möglich schriftlich oder persönlich über die Beendigung deines Vertrages unterrichten, oder hast du es schon gemacht, sonst kriegst du kaum ALG1

Ich drücke dir die Daumen!

LG Emmy

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Kommentar von Maxmama78
28.09.2016, 14:34

Vielen herzlichen Dank. Ich ruf morgen mal meinen Arzt an und frage was da genau gelaufen ist. Mein AG ist ab dem 30.09.16 raus aus der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Weswegen ruft er dann bei meinem Arzt an, es kann jedem passieren dass man eine Krankmeldung zu lange ausfüllt. Dazu habe ich meinen "in zwei Tagen Exchef" informiert woran ich genau erkrankt bin, obwohl ich dazu net verpflichtet bin...ich wollt halt so fair sein...das hat man halt davon...finanzielle Einbußen

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Der AG darf das zwar, aber mir erschließt sich der Grund nicht. Wenn dein AV ausläuft, endet auch dein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Wenn deine Krankschreibung darüber hinaus läuft, hast du einen Anspruch auf ALG I, oder, falls die 6-Wochenfrist abgelaufen ist und die Diagnose immer noch dieselbe, auf Krankengeld. Das hat mit den Daten der Krankschreibung nichts zu tun.

Tipp: Melde dich auf jeden Fall am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich beim AA und lass dir das bescheinigen. Da werden die Leute gern abgeschmettert mit dem Hinweis, dass sie wieder kommen sollen, wenn sie arbeitsfähig sind.

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Kommentar von Maxmama78
28.09.2016, 14:45

Danke. Genau das versteh ich eben nicht. Das kann nur eine persönliche Schiene sein da ich unheilbar erkrankt bin und somit oft krank bin und ausfalle...ich hatte des auch meinem Chef mitgeteilt obwohl ich des net musste...ich war halt so nett...so wirds einem gedankt

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Er kann anrufen, aber er wird vom Arzt sicher keine Auskunft bekommen, geschweige dem eine Verkürzung des Krankenstandes. Das entscheidet der Arzt

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Kommentar von Maxmama78
28.09.2016, 14:42

Danke. Ja mein Arzt hat die Krankmeldung um 3 Wochen verkürzt aufgrund des Hinweises meines Exchefs. Durch mein Lupus und meinem derzeitigen gesundheitlichen Zustand werden höchstwahrscheinlich weitere Krankmeldungen nötig werden.

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Generell darf dein Arbeitgeber nicht mit deinem Arzt sprechen denn es besteht eine Schweigepflicht vom Arzt dem Arbeitgeber gegenüber. Viele Arbeitgeber versuchen es trotzdem.

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natürlich muss dein AG keine unberechtigte lohnfortzahlung leisten.

und natürlich kann er den arzt in diesem zusammenhang auf eine falsche AU hinweisen.

immerhin macht sich derjenige, der (wissentlich) falsche angaben macht, regressfähig und ggf. auch strafbar werden

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Kommentar von Maxmama78
28.09.2016, 14:39

Des muss er net, ist eh raus aus der Lohnfortzahlung wegen befristetem Vertrag welcher zum 30.09.16 endet.

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AG darf anrufen,

aber der Arzt darf sich dazu nicht äußern.

Wenn du aber länger krank bist oder häufiger, kann dich der AG
zum Amtsarzt schicken. Dort wirst du dann auf dein Leiden untersucht.

Wenn du krank bist, kein, Problem wenn nicht, gibt es kein Attest und du musst wieder arbeiten kommen.


Grüße

REK

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Kommentar von Maxmama78
28.09.2016, 14:37

Danke. Ich bin an Lupus erkrankt, mein Chef weiss des auch.

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Natürlich darf er das. Er darf nur nicht mit ihm über deine Krankheit reden. Das fällt unter die Schweigepflicht.

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