Darf AOK krankengeld einbehalten?

5 Antworten

Hallo,

Forderungen verjähren nach 3 Jahren, zum 31.12. des nächsten Jahres.

Forderungen von 2011 wären also am 31.12.2015 verjährt.

Forderungen mit Zahlungen auszugleichen halte ich für bedenklich, nach meiner Meinung könnte es sogar als Unterschlagung gewertet werden.

Du solltest unbedingt per Einschreiben, oder Quittung gegen den Bescheid Einspruch erheben und zudem für die  angeblichen Forderungen Nachweise anfordern . 

Der Nachweis vom Versand angeblicher Mahnungen reicht nicht aus.

Der Versender muss die Zustellung nachweisen können, was nur bei eingeschriebenen  Briefen, oder Faxen mit Sendebericht möglich ist.

Hat die Krankenkasse per normalen Brief angemahnt und sonst nichts unternommen, so hat sie ein Problem.

Sollte die Kasse auf den Forderungen bestehen, so hast Du wegen deiner finanziellen Situation die Möglichkeit, beim Amtsgericht Prozesskostenbeihilfe zu beantragen.

Wurde dieser Antrag bewilligt, so entstehen dir bei einem anstehendem Prozess gegen die Krankenkasse keine Anwalts- und Gerichtskosten.

Viel Erfolg!

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Forderungen von 2011 wären also am 31.12.2015 verjährt.

Nicht etwa 31.12.2014 ?

Denn ab dem Folgejahr aus dem die Forderungen entstanden sind, sind dann drei Jahre Ende 2014

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@johnnymcmuff

Nicht wirklich.

Wenn Forderungen aus dem Jahr 2011 wären, zum Beispiel aus Juni, und am 31.12.2014 verjähren würden, wären die bereits nach 2 1/2 und nicht erst nach 3 Jahren verjährt. 😉

...

WANN DIE VERJÄHRUNGSFRIST STARTET

Dass die sogenannte regelmäßige Verjährungsfrist immer drei Jahre beträgt, steht im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 195 BGB). Aber wann fangen diese drei Jahre an? Das hängt von zwei Bedingungen ab. Die Verjährung beginnt immer mit dem Schluss des Jahres, in dem

1.    der Anspruch entstanden ist und

2.    der Inhaber davon wusste oder zumindest hätte wissen sollen (§ 199 Abs. 1 BGB).

...

Quelle:

http://www.finanztip.de/verjaehrungsfristen-bgb/

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Im Sozialversicherungsrecht verjähren Forderungen erst nach vier Jahren, nicht nach drei.

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@RuedigerKaarst

Nein. Jedenfalls nicht, sofern es sich um eine bereits angemahnte öffentlich-rechtliche Forderung handelte.

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@FordPrefect

Die Mahnung muss jedoch belegt werden können. Ein normaler Brief reicht wohl nicht aus.

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normalerweise wäre die Forderung bereits verjährt. die Verjährungsfrist wird aber gehemmt - ich nenne es mal für Laien "verlängert" - wenn innerhalb der Verjährungsfristen die Forderung angemahnt wurde.

wenn die Kasse die Forderung z.B. in 2012 angemahnt hat, ist die Verjährung gehemmt und weiterhin einforderbar. jetzt wird sie erneut angemahnt, um die Verjährung nicht zu riskieren.

du sollstest also mal gut nachdenken, ob nicht vielleicht doch damals ein Forderungsbescheid kam. wenn du dich nicht errinnern kannst, dann fordere die Kasse auf, dir mitzuteilen, wann seit 2011 die Forderung angemahnt wurde (ggf. auch nach der Anschrift fragen, wohin die Mahnung geschickt wurde).

nun zu deiner Frage mit der Verrechnung. grundsätzlich ist es tatsächlich möglich, dass die Kassen zu zahlende Leistungen mit offenen Forderungen verrechnen dürfen.

einfach alles verrechnen ist aber auch nicht so einfach. die Kassen müssen dir monatlich den Betrag belassen, den die Pfändungsfreigrenzen bestimmen. hast du Einkünfte oberhalb der Pfändungsfreigrenzen, wird alles darüber verrechnet.

http://www.finkenbusch.de/?p=881

Es handelt sich hier wohl abweichend von § 199 BGB um eine öffentlich-rechtliche Forderung. Hier gilt stattdessen § 52 SGB X, demzufolge die regelmäßige Verjährungsfrist von 4 Jahren (gerechnet ab dem Ende des Jahres, aus dem die Forderung stammt) bereits durch einen einfachen Verwaltungsakt gehemmt wird. Hatte die Klinik respektive die KK den Betrag also zwischen dem 31.12.2011 und dem 31.12.2015 bereits angemahnt, dann ist *keine* Verjährung eingetreten und die Aufrechnung statthaft.

Krankmeldung zu spät zur Krankenkasse gebracht - Sanktion durch Jobcenter?

Hallo,

folgende Frage: Wegen Gesundheitlichen Problemen beziehe ich derzeit Hartz 4 (ALG 2).

ich bin seit April krankgeschrieben und habe immer die Krankmeldung beim Jobcenter sofort abgegeben, allerdings nicht bei der Krankenkasse.

Dort habe ich sie leider verspätet hingebracht, ich hatte das total verschwitzt.

Naja weil ich Anfang des Jahres erst ALG 1 beantragt hatte hat nun das Jobcenter gemeint ich hätte Anspruch auf Krankengeld von der AOK.

Hab bei der AOK angerufen und die meinten, das ich kein Krankengeld bekomme, da ich die Krankmeldungen zu spät abgegeben habe.

Das Jobcenter will nun ein fiktives Krankengeld berechnen, das ich nicht bekomme.

Bei der AOK meinten die noch, das ich evtl. noch eine Strafe durch das Jobcenter bekomme, da ich die Krankmeldungen bei der AOK zu spät eingereicht habe.

Nun meine Frage:

1.) Darf das Jobcenter ein fiktives Krankengeld das ich nicht bekomme berechnen?

2.) Kann ich vom Jobcenter Sanktioniert werden, weil ich die Krankmeldungen zu spät bei der AOK abgegeben hab?

Ich weiß das ich die Krankmeldungen sofort einschmeißen muss, es tut mir auch leid das ich das versemmelt hab und das wird in Zukunft auch nicht wieder vorkommen!

Liebe Grüße,

Alpaka3

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Hallo ich habe da ein Problem mit meiner Krankenkasse und wollte wissen ob ich auch während ich Krankengeld beziehe wechseln kann? Bei mir wurde der Unterkiefer entfernt.Wenn jemand an der Hüfte Operiert wird kann er ja auch nicht gleich wieder arbeiten kann ja auch 8 Monate dauern. Mein Problem ist:Bin seid mitte Dez. krankgeschrieben und bekomme ab 24 .Jan.13 Krankengeld.Letzte Woche hat sich die Krankenkasse gemeldet und hat mir gesagt das der Med.Dienst meint das ich im moment nicht länger als 3 Sdt. arbeiten kann und deshalb EM-Rente geprüft werden soll. 1.Meine Ärtzte sagen bei mir bis ich wieder arbeiten kann wirds Ende des Jahres. 2. Ich dachte mann bekommt 78 Wochen Krankengeld und habe ich da eine Möglichkeit das abzuwenden?? 3. Hat jemand eine Tipp wie ich weiter Krankengeld bekomme oder was ich machen kann???

Gruß und 1000 Dank

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