Darf einem Selbstständigen, der nebenberuflich eine unständige Beschäftigung ausübt, von seinem Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge +MwSt. abgezogenwerden?

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1 Antwort

Sozialversicherung und Mehrwertsteuer passt ja gar nicht zusammen.

Kannst Du das mal konkreter beschreiben?

der Arbeitgeber der unständigen Beschäftigung rechnet auf der Gagenabrechnung das Honorar ab, zieht davon Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung ab und auf den Gesamtbetrag wird 7% Mehrwertsteuer berechnet, sodass der Nettobetrag sich erheblich vermindert. Ein Kollege behauptet das wäre rechtens, weil wenn man hauptberuflich Selbsständig ist und nur nebenbei eine unständige Beschäftigung ausführe.


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@lockebo

Der Arbeitgeber der unständigen Beschäftigung begründet die 7% MwSt. auf der Gagenabrechnung damit, dass man hauptberuflich Selbstständig sei, die Beschäftigung bei diesem Arbeitgeber eine unständige Beschäftigung sei und deshalb sowohl Sozialversicherungbeiträge abgezogen werden dürfen als auch der Gesamtbetrag mit 7% versteuert werden dürfe. Ich halte das für absoluten Unsinn. Man kann doch bei diesem Arbeitgeber nicht gleichzeitig Unständig Beschäftigter UND Selbstständiger sein, oder? 

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Ich vermute das der Personengruppenschlüssel in Deiner Abrechnung 118 ist??

Ich sehe die Sache so:
Als unständig Beschäftigter fällt in der Krankenversicherung der ermäßigte Beitragssatz an, da Du keinen Anspruch auf Krankengeld hast.
In der Arbeitslosenversicherung bleibst Du beitragsfrei.

Wieso nun Mehrwertsteuer abgezogen wird ist m. E. nicht erklärbar. Lohnsteuer kommt im sozialversicherungspflichtigen Abrechnungsbereich nicht vor.

Insofern man da irgendwas bezüglich Deiner Selbstständigkeit hinein interpretiert würde es ja allenfalls dazu führen können, dass Du als Leistungserbringer die Mehrwertsteuer berechnen würdest und sich der Auszahlungsbetrag erhöhen würde.

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