Dänische Grammatik vergleichbar mit deutscher?

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3 Antworten

Es ist eine germanische Sprache, weswegen sich die Grammatik nicht grundlegend von der schwedischen, deutschen, isländischen, norwegischen, niederländischen usw. unterscheidet.

Es gibt wie im Deutschen drei Artikel (wovon zwei aber ununterscheidbar sind, also sind's nur zwei). Vieles kommt einem bekannt vor, z. B. die Wortreihenfolge wie etwa Artikel + Adjektiv + Substantiv, z. B. "Der rote Hund". Oder die Zusammensetzung von Wörtern wie "Hauptbahnhof", wo man einfach die Wörter "Haupt", "Bahn" und "Hof" nimmt.

Es gibt zwei ganz auffällige Unterschiede zwischen dem Dänischen und dem Deutschen.  

1. Im Dänischen ist der bestimmte Artikel enklitisch postpositiv. Das heißt, die sagen zwar "Ein Glas steht auf einem Tisch", aber "Glasdas steht auf Tischdem", und das schreiben sie auch noch zusammen.

2. Dann haben die Dänen wie im Lateinischen Deponentien, d. h. Passivkonstruktionen, die aber Aktiv verstanden werden, z. B. statt "Wir sehn uns" sagen die Dänen "Wir gesehenwerden"; oder in der DSB steht: "Kann reserviertwerden", das Wort "werden" ist aber gar nicht drin, sondern nur ein "s".  

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Kommentar von Schreiberhut876
10.07.2017, 19:39

Danke, sehr umfangreich und gut geschrieben, genau das, was ich gebraucht habe.

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Meine Kurzantwort:

NEIN, es gibt große Unterschiede zwischen der dänischen und deutschen Grammatik (auch im Wortschatz übrigens) , obwohl beide germanische Sprachen sind.

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Nur eine Nebenbemerkung zu "vergleichbar?":

Vergleichbar ist alles, denn auch in der sinngemäß verwandten Frage „Kann man das vergleichen?“ wird eine unklare Auffassung von „vergleichbar“ sichtbar.

Nämlich eigentlich als  „ähnlich“ oder „gleich genug“.

Das ist hier auch gemeint und darf dann aber nicht
"vergleichbar" hei0en.



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