Dämmung mit natürlichen rohstoffen

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3 Antworten

Was ist es denn für ein Bestandsgebäude? Material, Wandstärke, Art der bisherigen Beheizung, Feuchteprobleme? Geld ausgeben für fragwürdige Dämmung? Ich denke, es geht ums Geld ausgeben, um Heizkosten zu sparen, oder? Da steht die Dämmung in der Regel ganz hinten an, sofern es sich nicht um die Dämmung der obersten Geschoßdecke handelt.

Die Frage nach natürlichen oder künstlichen Dämmstoffen ist auch weniger von Bedeutung, wichtiger ist die Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit der Dämmmaßnahme. Dazu muss man sich etwas Physik verdeutlichen, die an jeder Dämmung wirkt, egal ob künstlich oder natürlich.

Dämmung auf der Fassade verhindert die wirksame Einspeicherung von Tageswärme in die Fassadenoberfläche. Diese eingespeicherte Tageswärme wird nachts wieder an die Umwelt abgegeben und braucht nicht von der Heizanlage zur Verfügung gestellt werden. Diese eingespeicherte Tageswärme verhindert, dass die Fassadenoberfläche nachts unter die Lufttemperatur fällt und damit zu einer Fläche von Kondensatausfall wird. Die Algenbildung auf gedämmten Fassaden, egal aus welchem Material (sogar aus hochwärmedämmenden Porotonsteinen) hat genau hier ihre Ursche in der ständigen Befeuchtung der Oberfläche durch nächtliche Tauwasserbildung.

Massiv gemauerte Bestandsgebäuden wurden in den letzten Jahrzehnten oft falsch beheizt. Mit viel Warmluft wurden die Wände befeuchtet, was deren Dämmwert erheblich sinken ließ. Diese Warmluft im Zimmer kühlte vor der Außenwand ab und dabei steige die rel. Luftfeuchte an dieser Außenwandoberfläche, was zur Befeuchtung der Wand führte. Besser ist es, mit viel Wärmestrahlung zu heizen. Wärmestrahlung erwärmt die Oberfläche direkt, die Luft erwärmt sich an der Wandoberfläche, hier sinkt nun die rel. Luftfeuchtigkeit und die Wand trocknet aus und der Dämmwert steigt.

4% Feuchte am Ziegel, mindert den Dämmwert um 50%, bei 10% Feuchte am Ziegel ist der Dämmwert bereits um 77% vermindert, daher ist die trockene Wand durch doe richtige Art der beheizung enorm wichtig. früher wurden mit Öfen die Häuser trocken geheizt, denn die Öfen hatten einen hohen Anteil von Wärmestrahlung. Da blieben die Wände trocken und dämmfähig. Erst mit dem Heizkörper unter dem Fenster setzte die Befeuchtung und der Dämmwertverlust der Wände ein.

Bevor also an der Außenwand irgendwas gedämmt wird -> Umstellung der Heizanlage auf einen größeren Anteil von Strahlungswärme, z.B. durch den Heizkörper Typ 10, Wandheizsysteme, hydraulische Heizleisten oder Temperierleitungen im Sockelbereich.

Alleine durch die Beheizung mit Strahlungswärme konnten im Versuch an gleichgearteten Gebäuden 29% der Heizleistung eingespart werden (an zwei baulich gleichen Pavillons in Schloss Salsta in Schweden im Zuge des EU Forschungsprojektes EU-1383 Prevent), ohne anderweitige Maßnahmen!

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Der Klassiker bei den Naturdämmstoffen sind Holzfaser-Dämmstoffe, aber auch Hanf, Schafwolle und Kork wie von dir ausgesucht sind möglich. Es gibt dazu eine gute Broschüre, die alle Naturdämmstoffe vergleicht und auch die Kosten aufführt http://www.energie-fachberater.de/news/daemmung-im-dienste-von-umwelt-und-wohngesundheit.php

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Was möchtest du denn dämmen? Möchtest du außen oder innen dämmen? Und warum natürliche Rohstoffe?

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