Dachboden veschenken?

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15 Antworten

Den ersten Satz Deines Textes lese ich so, dass zum Haus (nicht zur einzelnen Wohnung) ein bisher ungenutzter Dachboden gehört.

Mag sein, dass der Typ Deine Unterschrift benötigt. Vermutlich ist er im Moment auf der Suche nach Zustimmung der Mehrheit der Eigentümer der Wohnungseigentümergemeinschaft, zu der Du gehörst.

Erst wenn er sich dieser Mehrheit sicher sein kann, macht es Sinn, zusammen mit der Hausverwaltung darüber zu verhandeln, wie das überhaupt ermöglicht werden kann, was er vor hat.

Das Gegenangebot, das er macht, bezieht sich offenbar nur darauf, dass er Dir ein "Zuckerl" hinwerfen will, damit Du jetzt erst mal zustimmst. Darauf würde ich nichts geben, denn das ist am Ende Teil des Vertrages, den er mit Euch allen schließen muss.

Wer ist der Typ?

Es gibt dazu zwei Möglichkeiten:

1. Ein Unternehmer, der ganz bewußt auf der Suche nach solchen Möglichkeiten ist, Wohnraum zu schaffen, den er dann verkaufen oder vermieten kann.

2. Eine Privatperson, die tatsächlich auf Eurem Haus zusätzlichen Wohnraum zur Selbstnutzung oder zur Kapitalanlage schaffen will.

Ich tippe mal eher auf 1.

Selbst, wenn Du jetzt grundsätzlich zustimmst, heißt das noch lange nicht, dass das am Ende auch was wird und Du hast immer noch die Möglichkeit, nach Vorlage aller Pläne in der Eigentümerversammlung, doch noch dagegen zu stimmen.

Ob Du zustimmen solltest, hängt natürlich von vielem ab:

1. Wieviel Geld zahlt er für den Ausbau und den Erwerb des Dachgeschosses? Der Verkaufserlös muss mit Sicherheit auf alle Eigentümer der WEG aufgeteilt werden.

2. Welche Vor- und Nachteile ergeben sich evtl. für die bisherigen Eigentümer?

Vorteile könnte sein, dass im Zuge eines Ausbaus ein womöglich schon in die Jahre gekommenes Dach erneuert wird und diese Maßnahme dann kein Extra-Geld kostet.

Auch die Aufteilung von fixen Kosten auf mehr Eigentümer könnte gewisse Vorteile in der späteren Kostenaufteilung ergeben.

Nachteile wären z. B. wenn die Ruhe im Haus nicht nur während der Bauzeit, sondern auch danach nicht mehr gewährleistet ist, wenn die Haustechnik so sehr verändert und erweitert werden muss, dass das für alle zusätzliche Kosten bringt u. a.

Hier müßte eine erfahrene Hausverwaltung gute Vorarbeiten leisten.

Die anderen Themen, wie Statik, Genehmigungen durch Behörden etc., sind eine Frage die vor allem durch Architekten geklärt werden könnte.

Die wichtigste Frage wird aber wohl sein, wieviel der Bauinteressent an Euch als WEG überhaupt zahlen will. Mir ist nicht bekannt, dass es Marktpreise gibt für ausbaubare Dachböden, aber es gibt bestimmt Anhaltspunkte, wie man einen fairen Preis ermitteln kann, um dann entsprechendes zu Verlangen oder das Gebotene damit abzugleichen.

Denkbar wäre, dass man die Grundfläche * ortsübliche Baulandpreise je m² nimmt.

Hallo,

wenn aus dem Dachboden der Eigentümergemeinschaft eine oder mehrere Wohnungen werden sollen, bedarf es einer Änderung der Teilungserklärung. Diese muss von ALLEN Miteigentümer beim Notar unterschrieben werden.

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Der Umbau ist nach meiner Meinung noch eine weitergehende Änderung als das die meisten Antworten vermuten.

Zwar kann die WEG einstimmig kleinere bauliche Veränderungen beschliessen, und damit die Teilungserklärung ändern, in der genau beschrieben ist, was wie genutzt wird. 

Aber einen Dachboden in Wohnraum umwandeln und ein neues Teileigentum schaffen, das könnte auch eine bauliche Veränderung sein, die eine Baugenehmigung erfordert. Da könnte die WEG als höchstens beschliessen, einen Architekt zu beauftragen, selfmade Umbau ist da schon gar nicht, würde unkalkulierbare Konsequenzen für die WEG bedeuten: Brandschutz, Baugenehmigung, Auflagen der Gemeinde bzgl Parkplätzen ... 
Wenn das alles geklärt wäre, wäre es absolut lächerlich, wenn der neue Besitzer das neu geschaffene Teileigentum nur für Übernahme von eine paar Renovierungsarbeiten und der Baukosten erhalten würde. 

Es müsste eine neue Teilungserklärung geben, nach der die Eigentümer Anteile am Gesamtobjekt abgeben, und vom neuen Eigentümer dafür Geld bekommen. 

Beispiel: 5 gleiche Wohnungen, hat jeder 200/1000 .. Neu 6 Wohnungen, sagen wir das Dachgeschoss nur ca. halb so gross, also zb. würden dann aus 200 neu 182 Miteigentumsanteile, der neue bekommt 90 Anteile müsse jedem Alteigentümer also 18/1000 abkaufen. Umbaumassnahmen am Gemeinschaftseigentum, z.B. eine erweitere Treppe, Fenster, Wohnungstür, Installationsleitungen zur neuen Wohnung müsste korrekterweise die Gemeinschaft tragen per Umlage, was sich wieder im Kaufpreis für den jetzt höheren Wert des Gesamtobjektes niederschlagen müsste.

Also da geht entweder jemand ziemlich naiv an ein Bauprojekt ran, oder er will euch über den Tisch ziehen.

Ja, dass ist schlecht, hatte auch einmal das Angebot. Wenn schon müsstet ihr genau alles Vertraglich vereinbaren.

1) Wenn er schlecht baut, musst du alles wieder abreissen (auf deine Kosten) hattest aber den Aerger mit den ev monatelangen Bauarbeiten.

2) was wenn er falsch baut zb Waermedämmung Lärmschutz nicht einhält? Du hast dann den Lärm von oben (Wasser/Trittschall) kannst aber nichts mehr machen. Ev gibt es durch Baufehler waehrend Jahren Schäden (Nässe, Schimmel), wer kontrolliert und haftet?Was wenn die Wohnung nicht abgenommen wird von den Behörden wegen massiver Mängel? Was wenn er Elektrizität selber macht, falsch, das Ganze brennt ab?

3) was wenn du erkennst ist eine mühsame Person, ein Krimineller, Betrüger, bekommst krach waehrend der nervigen Bauarbeiten und dann wirst du ihn nicht mehr los. Ev nimmt er sich auch rechte raus, weil er findet ist jetzt Teils sein Haus?!

Klar du könntest die Pläne stellen, Kontrollen machen,Spezialisten deiner Wahl vorschreiben, einen Architekten/Bauleiter. Und Kündigungsbedingungen verhandeln für den Fall der Fälle. Ist aber Aufwendig und er oder du springen vermutlich wieder ab, denn es ist zu kompliziert und riskant.

Ein solches "Geschäft" ist nur über eine notarielle Beurkundung möglich.

Erst einmal wäre die Frage zu klären, ob du das nach der Hausordnung der WEG überhaupt darfst.

Auf Aussagen wie "dafür renoviere ich....." würde ich mich auf keinen Fall einlassen.

Falls es überhaupt möglich ist, soll er dir ein Kaufangebot machen. Von dem Geld kannst du dann deine Renovierung selbst bezahlen.

Die WEG kann einstimmig beschließen, dass der Dachboden veräußert wird- ein Ausbau ist natürlich nur mit Baugenehmigung möglich. Gerade in den Ballungszentren werden aktuell viele Dachböden nachträglich ausgebaut- aber selbstverständlich sollte kein Eigentümer so dämlich sein sein Eigentum zu verschenken- unter Umständen bietet sich da nämlich eine interessante Einnahmequelle. Deine Geschichte klingt daher entsprechend sehr kurios.

Man kann keinen Dachboden separat veräußern, wenn er zu deiner Wohnung (Wohnungseigentumsrecht) gehört. Er müsste erst rechtlich vom Wohnungseigentumsrecht abgespalten und das Sondereigentum in ein neues Grundbuch eingetragen werden (wenn es schlecht läuft, müssen sogar alle Wohnungseigentümer mitwirken, sofern Gemeinschaftseigentum betroffen ist).
Weiter wäre zu prüfen, ob das nach der Teilungserklärung und baurechtlich überhaupt zulässig wäre.

Ob ein Dachboden zu einer Wohnung umgebaut werden kann, entscheidet die Baubehörde. Manchmal ist es nicht zulässig oder ist aus technischen Gründen unmöglich.

Wenn es tatsächlich möglich wäre, dann hat die Dachwohnung als Eigentumswohnung einen erheblichen Wert von mehreren zehn- bis hunderttausend Euro, abhängig von der Größe, Ausstattung, der Wohngegend usw.

Toll, dass sich der "Anrufer" einen so hohen Eigentumswert schaffen will und dich mit der Hausflurrenovierung für wenige hundert Euro abspeisen will. :-))) Der Anrufer kann nur ein Scherzkeks sein, der dich verschaukeln wollte.

Außerdem muß die Übertragung des Eigentums am Dachboden notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden. Nur deine Unterschrift reicht gar nicht aus. Du könntest dem "Anrufer" den Dachboden also verkaufen, wenn du willst. Dafür muß er aber einen angemessenen Kaufpreis bezahlen, den du mit vergleichbaren Wohnungen im Internet finden kannst. Oder willst du den Dachboden verschenken? Das ginge auch, aber dann macht ER den großen Reibach und du schaust in die Röhre.

Oder er baut den Dachboden zur Eigentumswohnung aus und DU bleibst Eigentümer. Was hat er dann davon? Das macht alles überhaupt keinen Sinn.

Wenn du noch keine 10 Jahre Eigentümer der selbstbewohnten Wohnung bist, zu der der Dachboden gehört, kann es sein, dass du die Differenz zwischen Ein- und jetzigem Verkaufspreis (anteilig für den Dachboden) versteuern mußt. Dann zahlst du noch drauf - und das gegen die Hausflurrenovierung?

Zudem weiß ich nicht, ob die Eigentümergemeinschaft dem Verkauf zustimmen muß oder nicht.

Vergiß den Anrufer. Der will dich über den Tisch ziehen. So, wie er sich das vorstellt, funktioniert das rein rechtlich gar nicht und ob es technisch machbar ist, muß von Bausachverständigen/der Baubehörde geklärt und genehmigt werden.

Ist der Dachboden kein Sondereigentum, dann ist er gemeinschaftliches Eigentum der WEG. Schau mal in die Teilungserklärung.

Dieses Thema sollte auf einer Eigentümerversammlung besprochen werden, wie mit dem Dachboden verfahren werden kann. Eine Zustimmung eines einzelnen Eigentümers ist rechtsunwirksam. du solltest hier nicht weiter mit dem Antragsteller verhandeln.

wenn es die baubehörde zulässt, dass in deinem mehrfamilenhaus der dachboden mit wohnungen ausgebaut wird und weiterhin die eigentümer-gemeinschaft dem zustimmt, ist das kein problem.

und du willst das "veschenken" oder gegen ein wenig malerarbeiten eintauschen? wenn du einen eigentumsanteil am dachboden besitzt, kannst du dann auch gleich geld zu fenster rauswerfen,wie kraß ist das?

vermiete es an den interessenten und was er dafür leisten will, kann verrechnet werden.

Man kann,glaube ich,nicht einfach so den Dachboden ausbauen...dazu braucht man sicher eine Baugenehmigung,weil der Dachboden nicht als Wohnraum genehmigt wurde.

Sei vorsichtig...ich würde es nicht machen 

.... da kann aber etwas nicht stimmen, in einem Mehrfamilienhaus kann es keine Eigentumswohnung geben.

und warum nicht?

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@Annabell2014

....weil ein Mehrfamilienhaus ein Grundbuch hat und die eingeschriebenen Eigentümer bestimmen.

Bei ETW gehört das Grundstück und die Hütte nicht dem Eigentümer der Wohung.

Zudem gibt es für jede Wohnung ein Grundbuch und klare gesetzliche Vorgaben, wer was machen darf und was nicht nicht.

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Natürlich gibt es das. Überall. Habe Jahrelang in einer Eigentumswohnung in einem 16 Parteien-Haus gewohnt! Das Grundstück gehört der Eigentümergemeinschaft!

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@DinoSauriA1984

.... und was soll ein 16 Parteienhaus sein und was soll so eine Haus mit einer WEG bzw. einem Mehrfamilienhaus am Hut haben?

Ein ET sollte schon wissen, was er hat und welche gesetzlichen Vorgaben jeder hat und warum es unterschiedliche Mietverträge und v.a.m. gibt. Aber vielleicht kommt es ja noch.

Warum benötigt wohl eine Eigentumswohnung eine Angeschlossenheitserklärung und ein Parteienhaus nicht und ein MFH auch nicht?

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Solche Veränderungen können nur in einer WEG-Versammlung beschlossen werden.

Haben Sie was zun verschenken?

Einzekaktionen wäre da Unfug!


Das klingt tatsächlich nicht seriös. Ich würde darauf nicht eingehen.

Der Dachboden gehört der WEG? Stimm da bloß nicht zu! 

Du willst also jemanden bei dir kostenlos wohnen lassen?

Check ich nicht

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