DAAS bild von Gott in der Renaissance?!.

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

ich denke, beispielhaft für die Renaissance ist ein Wort von Hans Sachs, das da lautete:

"Mercurius, ein Gott der Kaufleyt"

Die Zeitperiode der Renaissance ist deshalb von so großer Wichtigkeit, weil alle die Merkmale, welche die vorausgegangene Zeit beherrscht hatten, in Auflösung begriffen waren. Die Renaissance war die Reformation der Italiener. Sie befreite Wissenschaft und Kunst von den dogmatischen Fesseln und verhalf zu europäischer Macht. Durch den Gedanken des Humanismus kam es auf diese Weise zu einer kosmischen Bildung, in deren Prozess wir noch heute stehen, deren Weiterentwicklung und Ziel wir nur erahnen können. ..... Mit der großen Zeit des italienischen Humanismus beginnt der mühsame Weg zur modernen Menschlichkeit. Wenn man abzuschätzen versucht, welche Rolle die Abkehr von der Religion bei der Entstehung der natürlichen Amoralität der Menschen spielte, muss man bedenken, dass neben der Minderheit der gebildeten Skeptiker, die große Masse des Volkes dem christlichen Glauben ergeben blieb. Aufklärung ist immer nur bei einem kleinen Teil möglich, Emanzipation ist Sache des einzelnen. Wenn auch die wenigen aufgeklärten Männer gegen falsche Reliquien und angebliche Wundertaten die Stimme der Vernunft erhoben und behaupteten, dass die Ablässe nichts anderes seien als bar bezahlte Wechsel auf die Zukunft; das Volk ließ sich den Glauben an sie nicht nehmen. Da die Mächtigen ihr privates Handeln von dem Grundsatz bestimmen ließen, daß der Zweck die Mittel heilige, und für sich alle Privilegien mit Gewalt und Hinterlist beanspruchten, kann man annehmen,dass auch bei der Masse des ungebildeten Volkes die Religion als sittliche Richtschnur, ihre Macht teilweise eingebüßt hatte. Ein Sittengesetz bedarf, um wirksam zu sein, des Glaubens an ein Weiterleben nach dem Tode oder an den göttlichen Ursprung der sittlichen Gebote. Die Zivilisation eines Volkes bedeutet die Vermenschlichung ihrer äußeren Einrichtungen mit Bezug auf ihre innere Gesinnung. Wissenschaft und Kunst veredeln den gesellschaftlichen Zustand und damit entsteht die Kultur eines Staates. Sittliche Bildung ist etwas Innerliches, eine Sinnesart, die sich aus der Erkenntnis des geistigen und sittlichen Strebens als menschlicher Charakter ergibt. Der menschliche Geist ist in einer unerrnesslichen Fortentwicklung begriffen und gerade der Kampf der Gegensätze trägt dazu bei, diese Entwicklung zu fördern; so wie der Kampf zwischen der geistlichen und weltlichen Gewalt dazu beitrug, die europäische Christenheit zu entwickeln.

aus;: http://www.schule-athen.at/die-kultur-der-renaissance?3326d1a63ce41970409d31d50c0498d5=2bebf4d11143115af87da3b48f38510e

Was möchtest Du wissen?