Da ich meine Wohnung im letzten Jahr verkauft habe, wollte ich wissen von wem ich Rechnungen erhalten kann, da ich kein Eigentümer mehr bin?

3 Antworten

Eigentümerversammlung und Abrechnung für 2014 erst in 2016? Das ist für eine Hausverwaltung sicher rechtlich nicht möglich. Der Vermieter muss seinen Mietern ja innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Abrechnungsperiode eine Jahresabrechnung zukommen lassen. Das ist sicher auch so auch wenn die Bewohner nur aus Eigentümern besteht. Für die Zeit in der sie Eigentümer waren, haben sie das Recht in alle Belege Einsicht zu nehmen und auch darüberhinaus. Wird eine Immobilie innerhalb einer Abrechnungsperiode verkauft (ist ja fast immer so), müssen sich der alte und der neue Eigentümer ja über die Jahresabrechnung absprechen (Kostenaufteilung), denn eine Hausverwaltung darf das (anders als bei Mieterwechsel) nach WEG-Recht ja nicht. Sie sollten sich mal über das WEG-Recht informieren.

Die Rechnungen muss dir der Hausverwalter bei Bedarf und Anforderung zur Verfügung stellen. 

Nachforderungen für einen Zeitraum in dem du Eigentümerwarst muss er nachweisen. Auch können nur Zahlungen verlangt werden für Sachen die gemacht wurden als du noch im Besitz der Wohnung warst.

Er hat mich heute angeschrieben, dass er mit seinem RA Rücksprache halten muss, ob ich überhaupt das recht habe zur Belegeinsicht. Es sind 3600 Euro Reparaturen nur vom 1.7. bis 31.12.14 und es gibt einen Wirtschaftsplan in diesem Zeitraum von 500 Euro. Es wurden aber nicht einmal diese 500 Euro repariert. Er hat hier irgendwelche Rechnungen reingeschmuggelt die entweder vor diesem Zeitraum oder nach diesem Zeitraum liegen. Ich habe das nämlich gemerkt, als ein alter Eigentümer noch schnell mir seine Rechnungen zukommen lies. Dies wird dann an den Verwalter weitergeleitet in der Hoffnung man merkt es nicht.

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Jetzt bin ich aber kein Eigentümer mehr, das ist das Problem. Diese rückt er nicht raus aber zahlen soll ich.

Am 7.4.16 war EV, aber am Juli 15 war Eigentumsübergang und am 1.4.15 besitzübergabe. Im Vertrag steht, dass mit Besitzübergabe alle Rechte und Pflichten für und gegen den Erwerber gelten. Wenn aber erst am 7.4.16 über eine Hausgeldabrechnung von 2014 abgestimmt wird. Geht das überhaupt und kann der neue Erwerber zu seinem Vorteil und meinem Nachteil stimmen? 

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@lachs4709

Abstimmen kann der neue Eigentümer natürlich zu seinen Gunsten. Er stimmt aber ja nicht allein ab. D.h. auch die anderen Eigentümer müssen entsprechend abstimmen. 

Woher weisst du, dass nur für 500€ repariert wurde? 

Die Rechnungen für die du bezahlen sollst, musst du auch einsehen können. Ggf. auch eine Kopie erhalten, da dieses ja steuerlich absetzbar ist. Wenn du vermietet hättest, dann hat der Mieter ja auch einen Anspruch auf die Rechnungen.                                             Also zusammenfasst gesagt, für das wofür du bezahlen sollst müssen dir auch Rechnungen vorgelegt werden. 


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@Heidrun1962a

Ich weis es deshalb mit den 500Euro, weil er die andere Rechnung überhaupt nicht in den abrechnungszeitraum gemacht hat wo sie hingehört. Der abrechnungszeitraum war 1.7.14 bis 31.12.14 und die Reparatur war am 14.1.15.

Das waren jetzt nicht umlegbare Rechnungen also nicht für den Mieter. Aber du hast Recht für die Steuer müsste er mir diese rausgeben, da weiss ich nicht ob die Hausgeldabrechnung fürs Finanzamt ausreicht oder ob man da die Rechnungen extra benötigt. Weisst du wie das ist?

Der neue Eigentümer hat zu seinen Gunsten gestimmt und die anderen Eigentümer auch. Der Hausverwalter hat sich nicht einmal an die richtigen Miteigentumsanteile gehalten, obwohl es eine Teilungserklärung gibt. Das regt mich auf.

Hat man in Deutschland überhaupt keine Rechte mehr.

In meinem Kaufvertrag steht aber auch drin, dass mit der Besitzübergabe der Erwerber in die Rechte und Pflichten aus der Wohnungseigentümergemeinschaft eintritt, so wie sich diese aus der Teilungserklärung nebst evtl. Nachträgen, den Beschlüssen der Wohnungseigentümerversammlung, sowie nach dem Gesetz ergeben.

Hätte er dann nicht so abstimmen müssen wie es in der Teilungserklärung geregelt ist?

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@lachs4709

Das Rechnungsdatum ist für die Abrechnung nicht entscheidend, sondern wann der Schaden aufgetreten ist und repariert wurde. Die Rechnungen brauchst du nicht für das FA, da reicht deine Abrechnung.

Der neue Eigentümer darf so abstimmen, wie er es möchte. Er tritt ja auch in die Rechte ein. 

Leider wissen wir hier nicht, über was der neue Eigentümer mit entschieden hat. Deshalb kann ich keine genaue Antwort gegeben werden.

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@Heidrun1962a

Das Problem ist aber dass alle Eigentümer die Hausgeldabrechnung zugestimmt haben. Natürlich auch der wo die Wohnung gekauft hat und jetzt habe ich ein anwaltschreiben bekommen wo ich ca. 1600€ bezahlen soll mit Gericht. Muss ich jetzt einfach eine 1400€ Rohrverstopfung bezahlen welche durch mein Mieter überhaupt nicht verursacht wurde, was auch sein Rechtsanwalt bezahlt.

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll und kann nicht mehr schlafen. Am 7.4.16 wurden zwei Hausgeldabrechnungen beschlossen in einem Zeitraum wo ich noch Besitzer war. Eine vom 1.7.14 bis 31.12.14 und die zweite vonm 1.1.15 bis 31.3.15.

Am 1.4.15 habe ich die Schlüssel übergeben und war noch bis 7.8.15 Eigentümer. Folglich bin ich auch nicht mehr zur EV 2016 eingeladen worden. Was soll ich machen? Muss ich für den neuen Eigentümer haften? Ich habe ihm mehrere e-mails geschickt, dass er gegen die EV stimmen soll. Dies hat er nicht gemacht.

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@Heidrun1962a

Die Reparatur war am 14.1.15 da trat der Schaden auf und am nächsten oder gleichen Tag wurde der Kanal gereinigt.

Dann war am 21.5.15 eine zweite Rohrverstopfung.

Wer muss dann bezahlen wenn der neue eigentümer so abstimmen kann wie er möchte. Muss ich dann für ihn haften???

Dies ist ja auch wahnsinnig gefährlich, da könnten die Eigentümer für 100.000€ was beschliessen auch wenn kein Schaden entstanden ist und man ist dann sofort insolvent. Oder wie bei mir, dass mein Mieter nichts in die Toilette geworfen hat und ich soll jetzt trotzdem bezahlen, obwohl die andere Eigentümerin die Rohrvertsopfung zugegeben hat. Ein Wohnungsverkauf ist dann ja viel zu gefährlich, da man immer verliert wenn man selbst nicht abstimmen und auch nichts anfechten kann.

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@lachs4709

Ich kenne leider nicht den genauen Wortlaut des Protokolls nicht. Es kann durchaus sein, dass Abstimmungen in die Vergangenheit gehen. Bei Rohrverstopfungen kann sich diese ja langsam über Jahre/Jahrzehnte  hin gezogen haben. Da sagt der neue Eigentümer natürlich auch, zu meiner Zeit konnte da noch nichts passiert sein. 

Es läßt sich auch nicht feststellen, wer die Verstopfung letztlich verantwortlich ist. Da werden auch alle dran beteidigt sein, wenn nicht zufällig einer immer seinen Hausmüll darüber entsorgt hat. Dieses ist aber auch erst zu beweisen.

Also ohne einen genauen Wortlaut aus dem Eigentümerprotokoll kann hier nichts gesagt werden. 

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Rechnungskopien anfordern. Alles was nach dem Verkaufstag der Wohnung ist: an die Hausverwaltung zurückgeben.

Denn: wenn der neue Eigentümer nicht zahlen muss, sofern das so abgestimmt wurde, dann muss ggfs. die Gemeinschaft aus dem Gemeinschaftstopf aufkommen.

Ich weiß ja nicht was die abgestimmt haben. Es war nur ein kleiner Ausschnitt aus der EV zu lesen und da ist zu lesen, dass sogar die QM-Zahlen nicht stimmen. In meinem kaufvertrag steht, dass alles nach dem Verkaufszeitpunkt die Kosten welche zum Zeitpunkt abgerechnet werden und nach Besitzübergabe stattfinden der Erwerber übernimmt und die anderen welche zeitanteilig abgerechnet werden, verteilt werden.

Aber mit wem soll das abgestimmt sein, dass er nicht zahlen muss?

Der Verwalter möchte von mir über 1500Euro.

Ich habe jetzt aber überschlagen und gesehen, dass ich noch Guthaben habe. Aber an wen wende ich mich jetzt?

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@lachs4709

Wenn es mit der Hausverwaltung abgestimmt ist, muss es dazu ein Protokoll geben. Da Du nicht gefragt wurdest, musst Du darüber informiert werden. Einfach nur auf Zuruf würde ich auch nichts zahlen, sofern es dem Verkaufsvertrag widerspricht. Und das tut es in Deinem Fall.

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@Thandu

Das komische ist. ich habe sogar ein teil vom Eigentümerprotokoll, hier steht sogar drin, dass die QM Zahl falsch ist. Da dies aber zu meinen Lasten ging war es dem neuen Eigentümer offensichtlich egal und zog auch nicht vors Gericht. Er hätte es anfechten können. Mit ihm habe ich schon sehr viele Probleme gehabt, u.a. eine Gerichtsverhandlung weil er zu spät bezahlt hat dann musste ich zuerst über 3000 Euro Rechtsanwaltskosten vorstrecken.

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