Creditreform und Poster XXL seltsame Mahnungen

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3 Antworten

Hi Schlagdaszeugs,

... auch eine Rechnung über die 5,99 Euro erhalten. In der Rechnung stand:

Bitte den Betrag nicht überweisen, er wurde bereits von Ihrem Konto abgezogen (Rechnung hat er noch da)

Da hat XXL geschlampt und an das Inkassounternehmen seine Forderungen abgetreten. Nun fordert das Büro den vermeintlich offnenen Betrag ein.

Waren seine damaligen Angaben (Kontoverbindung) richtig, so hat er alles für die Kaufabwicklung notwendige getan. Es lag an XXL, den fälligen Betrag per Lastschrift einzuziehen oder bei Rückbelastung Deinen Bekannten schriftlich zur Zahlung aufzufordern.

Aus den Hinweisen eines RA:

  • Schicken Sie Ihren Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein an das Inkassobüro. Teilen Sie deutlich mit, dass Sie den geforderten Betrag nicht bezahlen werden und benennen Sie hierfür Ihre Gründe so ausführlich wie möglich. Aus Ihrer Begründung muss deutlich hervorgehen, warum die Forderung bzw. Mahnung unberechtigt ist. Setzen Sie im selben Schreiben eine Frist von drei Wochen ab Zugang, innerhalb der man Ihnen die Bestätigung erbringen soll, dass die Forderung tatsächlich unberechtigt war. Kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der Frist Ihren Rechtsanwalt hinzuziehen werden. Diese Ankündigung führt dazu, dass das Inkassounternehmen Ihnen die Kosten des Rechtsanwaltes erstatten muss.
  • Muss ich Inkassogebühren oder andere Verzugskosten zahlen? Nein, denn da Sie sich nicht "im Verzug" befinden, müssen Sie keine Verzugskosten, Inkassogebühren oder Rechtsanwaltskosten tragen. Um in den Verzug zu kommen müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
    • 1. Ordnungsgemäße und berechtigte Rechnung:
    • X!X! - Es muss eine berechtigte Hauptforderung bestehen. Über diese Forderung muss Ihnen eine ordnungsgemäße und fehlerfreie Rechnung erstellt worden sein. Liegt keine Rechnung vor, ist diese undeutlich oder fehlerhaft, so sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. X!X!
    • 2. Mahnung: Zahlen Sie eine berechtigte Forderung nicht, so muss der Gläubiger Sie ermahnen. Es ist mindestens eine Mahnung notwendig, um Sie in Verzug zu setzen. Auch diese Mahnung muss Ihnen zugegangen sein, und der Gläubiger hat diesen Zugang zu beweisen. Widerum ist ein derartiger Nachweis nur per Einschreiben mit Rückschein möglich.

Hat Dein Bekannter nachgesehen, ob der Betrag von 5,99€ abgebucht wurde? Wäre wichtig, um evtl. betrügersiche Absichten nachzuweisen. Ansonsten gilt das, was der RA schreibt:

Freut mich, wenn ich Dir helfen konnte. Danke für die Bewertung, Grüße

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Bitte mal bei Poster XXL anrufen ob die Rechnung von damals wirklich eingezogen werden konnte.

  • Wenn ja, sollen sie ihm das bitte schriftlich bestätigen.
  • Wenn nicht, soll er die 5,99 € zzgl evtl. Verzugszinsen und 3,- € Rücklastschriftgebühr an Poster XXL überweisen. Auch das soll er sich schriftlich bestätigen lassen.

Auch ein Blick auf die Kontoauszüge von damals wäre sinnvoll (Kontoauszüge sind mind. 13 Jahre aufzubewahren, da nach Kontobeendigung eine 10 Jährige Verjährungshemmung beginnt, bevor die Verjährungsfrist zu laufen anfängt).

Das Inkassobüro verhält sich hier nahezu rechtswidrig (§ 240 StGB). Nach erfolgten Widerspruch muss es die Sache eigentlich an den Gläubiger zurückgeben.

Auf keinen Fall Geld an das Inkassobüro überweisen. Keine weitere Kommunikation mit dem Inkassobüro führen.

Sollte der gerichtliche Mahnbescheid ergehen und die Forderung ist längst bezahlt, so muss er dem Bescheid binnen 14 Tagen durch ankreuzen, unterschreiben und zurückschicken ans Amtsgericht widersprechen (nicht begründen!). Damit wäre der Spuk dann beendet.

Bitte mal bei Poster XXL anrufen ob die Rechnung von damals wirklich eingezogen werden konnte.

Warum? Ein Auftrag kommt nur zustande, wenn alle Angaben -auch Bankverbindung- vollständig angegeben wurde. Wenn die von XXL schlafen und keine Rechnung zugestellt wurde, sollen sie es selbst aus ihrer Kaffeekasse zahlen.

  • 1.Ordnungsgemäße und berechtigte Rechnung:

    • Es muss eine berechtigte Hauptforderung bestehen. Über diese Forderung muss Ihnen eine ordnungsgemäße und fehlerfreie Rechnung erstellt worden sein. Liegt keine Rechnung vor, ist diese undeutlich oder fehlerhaft, so sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet.

    • Mahnung: Zahlen Sie eine berechtigte Forderung nicht, so muss der Gläubiger Sie ermahnen. Es ist mindestens eine Mahnung notwendig, um Sie in Verzug zu setzen. Auch diese Mahnung muss Ihnen zugegangen sein, und der Gläubiger hat diesen Zugang zu beweisen. Widerum ist ein derartiger Nachweis nur per Einschreiben mit Rückschein möglich.

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Die Firma XXL kann ihm keine Auskunft darüber geben ob der Betrag abgebucht wurde oder nicht. Sie haben das wohl nicht mehr im Sytsem oder sowas, weder schriftlich noch telefonisch gab es eine Auskunft.

Falls er nicht abgebucht werden konnte (was er annimmt) hätte doch die Firma eine Mahnung schicken müssen und kann doch nicht einfach nach 1 Jahr ohne Vorwarnung aus 5,99 Euro 50 Euro mitm Inkasso machen?

Was wenn es nicht abgebucht werden konnte? Muss er dann die 50 Euro zahlen oder einfach nur die 5,99 Euro ?

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