Cousin schizophren, was tun?

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3 Antworten

Du brauchst professionelle Hilfe vor Ort. Die kann - hoffentlich - liefern: der Sozialpsychiatrische Dienst (an großen Orten gibt es u.U. mehrere von unterschiedlichen Trägern mit unterschiedlicher Ausrichtung), das Gesundheitsamt, die niedergelassenen Fachärzte für Psychiatrie. Wenn unmittelbare Gefahr droht, kann man die Polizei rufen. Man muss aber die Polizisten dann überzeugen, dass wirklich Gefahr besteht und nicht nur abstrakt vielleicht droht, dh., wenn der Betroffene ein Messer in der Hand hat, ist das vielleicht glaubhaft. Bei den angegebenen Helfern erfolgt die Hilfe allmählich, dh, es dauert wohl Wochen. Man kann sich auch beim Amtsgericht beraten lassen, das verweist aber wohl aufs Gesundheitsamt.

Dass Medikamente abgesetzt werden, ist ein häufiges Problem, denn diese haben sehr unangenehme Nebenwirkungen. Die Fachleute vor Ort sollten hier Rat anbieten können.

Am wichtigsten finde ich aber, dass man das Selbstwertgefühl des Betroffenen stärkt, dass man ihm zeigt, dass man ihn achtet und schätzt , bei aller Distanz. Und dass man seine Argumente ernst nimmt, auch, wenn man seine Meinung nicht teilt.

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Hallo,
es gibt Hilfe. Gegen Stimmungsschwankungen und psychotische Symptome helfen auch spezielle Antidepressiva wie Elontril (Bupropion) das ist ein SDNRI was auch bei ADHS eingesetzt wird, ist angenehm also macht im Vergleich zu den Neuroleptika die meist bei Psychosen eingesetzt werden keine Probleme.
Damit könnte es alleine funktionieren also damit ist die Chance da ohne Neuroleptika klar zu kommen, was eine Entlastung für den Betroffenen und Angehörige ist. So ein spezielles Antidepressivum kann man sich normal vom behandelnden Psychiater aufschreiben lassen, also gegen Positivsymptome bekommt man es normal nicht da es keine Indikation dafür gibt, aber es hilft auch gegen Negativsymptome, Nikotinsucht und Gewichtszunahme auch gegen Stimmungsschwankungen also von daher sollte man es bekommen.
Bei den Neuroleptika ist das Problem das fast alle Negativsymptome machen also ein enormer Leidensdruck schon allein durch die Medikamente entstehen können, von daher werden diese häufig reduziert oder abgesetzt.
Abilify wirkt da sehr gut und hat relativ wenig Nebenwirkungen also ist im Vergleich zu anderen Neuroleptika sehr verträglich.
Also diese beiden Medikamente können einen da sehr weiterhelfen.
Hier ein link zu Vergleichsstudien der A-typischen Neuroleptika:
http://www.psychoseforum.de/index.php/Thread/11-%E2%80%8BAtypika-Liste-Vergleich/
Das sind diese Medikamente die heutzutage noch bei Psychosen zum Einsatz kommen und es gibt bei diesen schon große Unterschiede von der Verträglichkeit, also auch bei den Dosierungen muss man aufpassen, da diese häufig sehr hoch sind, so das diese unnötig einschränken.
An sich denke ich das diese Neuroleptika an sich falsch wirken, also die Dopaminhypothese falsch ist bei Psychosen, man setzt also Neuroleptika ein weil diese eine Wirkung erzielen, aber an sich haben diese eine falsche Wirkung auf die Botenstoffe, also schaden auch sehr.
Von daher bin ich der Überzeugung das Elontril (Bupropion) besser als ein Neuroleptikum ist, dieses Antidepressivum steigert das Dopamin leicht und das Noradrenalin mehr, also wirkt anders, auch kein Vergleich mit anderen Antidepressiva. Dies führ zur Stabilisierung der Stimmung und hilft gegen Positiv- und Negativsymptome meiner Meinung, da ich es selbst nehme besser als Neuroleptika, wobei ich Abilify so für Akutsymptome sehr gut finde. Würde also zu diesen beiden Medikamenten raten am Anfang auch Abilify gegen die Akutsymptome und später nach Möglichkeit würde ich versuchen ganz auf das Elontril zu gehen, damit keine Negativsymptome auftreten.
Der Link oben führt zu meinem Forum, dort kannst du dich auch über das Elontril (Bupropion) informieren oder gerne auch dort anmelden falls du weitere Fragen hast oder so.

Gruß

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Es gibt beim Gesundheitsamt Deiner Stadt einen psychosozialen Dienst, der sich im Bedarfsfall mit solchen Fällen befaßt. Sofern festgestellt wird daß von Deinem Cousin aufgrund seiner Erkrankung Gefahr ausgeht ect., wird man sich entsprechend der Erfordernisse um Ihn kümmern. Schlimmstenfalls wird er bis auf Weiteres zur Beobachtung und aus Sicherheitsgründen in einer geschlossenen Psychatrie untergebracht.

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