Cousin betrunkn Auto gefahrn Unfall

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Hallo Selina19951995,

es kommt jetzt ganz da drauf an, was ihm zur Last gelegt wird, sprich ob er sich noch im Ordnungswidrigkeitenverfahren oder im Strafverfahren bewegt.

Ordnungswidrigkeitenverfahren (zu erwarten Bußgeld und Fahrverbot von einem Monat)

  • bei weniger als 1,1 Promille und keine Ausfallerscheinungen

Strafverfahren

  • mehr als 0,3 Promille und Ausfallerscheinungen oder
  • mehr als 1,1 Promille

Zu den Folgen der Straftat. Wenn Dein Cousin wie beschrieben mit mehr als 03 Promille und Ausfallerscheinungen oder mehr als 1,1 Promille (dabei spielt es keine Rolle mehr, ob er mit oder ohne Ausfallerscheinungen angetroffen wurde) angehalten wurde, wird er mit einem Strafverfahren nach folgender Rechtsgrundlage rechnen müssen:


§ 316 StGB - Trunkenheit im Verkehr

(1) Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.

(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.


Als Nebenfolge der Straftat wird ihm die Fahrerlaubnis entzogen und eine Sperre von mindestens 6 Monaten bis zu fünf Jahren verhängt. Das richtet sich nach folgender Rechtsgrundlagen:


§ 69 StGB - Entziehung der Fahrerlaubnis

(1) Wird jemand wegen einer rechtswidrigen Tat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, verurteilt oder nur deshalb nicht verurteilt, weil seine Schuldunfähigkeit erwiesen oder nicht auszuschließen ist, so entzieht ihm das Gericht die Fahrerlaubnis, wenn sich aus der Tat ergibt, daß er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. Einer weiteren Prüfung nach § 62 bedarf es nicht.

(2) Ist die rechtswidrige Tat in den Fällen des Absatzes 1 ein Vergehen

  1. der Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c),

  2. der Trunkenheit im Verkehr (§ 316),

  3. des unerlaubten Entfernens vom Unfallort (§ 142), obwohl der Täter weiß oder wissen kann, daß bei dem Unfall ein Mensch getötet oder nicht unerheblich verletzt worden oder an fremden Sachen bedeutender Schaden entstanden ist, oder

  4. des Vollrausches (§ 323a), der sich auf eine der Taten nach den Nummern 1 bis 3 bezieht,

so ist der Täter in der Regel als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen anzusehen.

(3) Die Fahrerlaubnis erlischt mit der Rechtskraft des Urteils. Ein von einer deutschen Behörde ausgestellter Führerschein wird im Urteil eingezogen.


§ 69a - Sperre für die Erteilung einer Fahrerlaubnis

(1) Entzieht das Gericht die Fahrerlaubnis, so bestimmt es zugleich, daß für die Dauer von sechs Monaten bis zu fünf Jahren keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf (Sperre). Die Sperre kann für immer angeordnet werden, wenn zu erwarten ist, daß die gesetzliche Höchstfrist zur Abwehr der von dem Täter drohenden Gefahr nicht ausreicht. Hat der Täter keine Fahrerlaubnis, so wird nur die Sperre angeordnet.


Im ersten Fall, sprich wenn sich Dein Cousin noch im Ordnungswidrigkeitenverfahren bewegt, muss er mit einem Disziplinarverfahren und einer Disziplinarstrafe rechnen, aber ich denke nicht das ihm deshalb gekündigt wird, aber ausschließen möchte ich das nicht.

Im zweiten Fall, sprich wenn sich Dein Cousin im Bereich des Strafverfahrens bewegt, wird auf jeden Fall ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet und ich vermute, dass es nicht nur bei einer Disziplinarstrafe bleiben wird, sondern dass das er deshalb raus geworfen wird.

Nicht nur für Dienstanfänger (zur Anstellung / auf Probe) kann eine Verurteilung zu einer Kündigung führen, sondern auch bei Beamten auf Lebenszeit. Ab einer Freiheitsstrafe von über einem Jahr und zwar völlig unabhängig ob die Strafe mit oder ohne Bewährung ausgesprochen wurde, ist die Kündigung sogar unausweichlich.

Schöne Grüße
TheGrow

Er muss damit rechnen dass seine Ausbildung unter Umständen bald vorbei sein wird, was meiner Meinung nach auch vollkommen richtig wäre bei so einer blöden Aktion! Mit Bußgeld etc. wird er auf jeden Fall rechnen müssen...

Ich denke, dass die Entlassung aus dem Dienstverhältnis die Folge sein wird, egal ob Straftat oder Ordnungswidrigkeit. Die charakterliche Eignung als Polizeibeamter wird angezweifelt werden, meiner Meinung nach auch gerechtfertigt! Bei uns in S-H kenn ich auch von Fällen, wo Auszubildende wegen sowas direkt entlassen worden sind

Es wird möglicherweise die Entlassung aus der Ausbildung erfolgen, da unter den geschilderten Umständen an der charakterlichen Eignung deines Cousins gezweifelt werden muss. Ein Polizist ist u.a. für die Einhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zuständig und das Verhalten lässt Zweifel an der notwendigen Reife zu.

Er wird wohl die Kündigung bekommen...Grade er in seiner Position muss mit guten Beispiel voran gehen und darf so etwas unter keinen Umständen machen.

Vorauf muss mein Cousin welcher nebn mir sitz einstelleb Kündigung?

Kündigung schonmal gar nicht, wenn wird das ganze Ausbildungsverhältnis widerrufen, wenn er Beamter dort ist und alles andere wäre Kündigung und das kann schon sehr wohl vorkommen, dass er sich von seiner Ausbildung verabschieden kann, weil hier womöglich sein kann, dass an der charakterlichen Eignung gezweifelt werden kann.

Ich nehme mal an das sein Führerschein noch in der probezeit ist... der kann sich auf srine Kündigung einstellen. Ein Polizist darf sich nix zu schulden kommen lassen. Und wenn er den lappen nicht mehr hat und sich ein aufbau Seminar unterziehen muss dann ist das ein vergehen. Und damit ist er dann raus. Hat er verdient. Das ist echt der dümmste und schlechteste Polizist von dem ich bisher je gehört habe.

Noch ist er kein Polizist

0
@Selina19951995

Noch ist er kein Polizist

Wenn er sich in der Ausbildung befindet ist er auch Polizist.

Er ist zwar kein voll ausgebildeter Polizeivollzugsbeamter, aber er ist Polizeivollzugsbeamter und hat auch den entsprechenden Dienstgrad, sprich Polizeimeisteranwärter oder Polizeikommissarsanwärter.

0

Es ist zwar nicht richtig...aber er ist auch nur ein Mensch. Kommt drauf an wie der Leiter das sieht. Entweder er ist streng und meldet es und wirft deinen Cousin raus oder er ist cool und menschlich und macht sich da nichts draus und vergisst es einfach :)) hoffen wir mal auf das zweite:)

na hoffentlich ist der Ausbilder nicht cool und vergißt es einfach.........wäre besser für die Allgemeinheit .............einen Polizisten der privat besoffen Auto fährt braucht wirklich niemand ............................hast zwar recht , er ist auch nur ein Mensch und er kann natürlich feiern gehen so wie jeder andere auch....ABER nicht Auto fahren im Suff....das geht GAR NICHT ............

0

Das kommt nicht darauf an, wie das der Leiter sieht! Hier gibt es kein Entschließungsermessen! Der Beamte, der ihn kontrolliert hat, muss tätig werden! Egal ob Straftat oder bedeutende Ordnungswidrigkeit! Bei einer bedeutenden Ordnungswidrigkeit gibts keine mündliche Verwarnung mehr oder ähnliches. Und die Entlassung aus dem Dienstverhältnis wird wohl die Folge sein

0

Sein Cousin ist betrunken Auto gefahren! Er hat mit seiner Aktion etliche Menschenleben gefährdet! Solche Menschen gehören nicht ins Polizeiamt.

0

Er kann sich schon mal einen Schlafplatz unter der Brücke suchen. Polizist wird er nach der Aktion nämlich definitiv nicht.

Was möchtest Du wissen?