Computerspiele: USK als verbindliche Richtlinie vs selbst Einschätzung der Eltern

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Ich mag diese USK nicht. Das vorweg. Es steht aber fest dass wir Menschen verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen und innerhalb dieser Entwicklungsstufen stark beeinflussbar sind. Weiter steht fest dass heute ein Mensch ohne erlernte soziale Kompetenz kein Bein mehr auf den Arbeitsmarkt bekommen wird. Unter dem Strich kenne ich Deinen Sohn nicht. Es steht mir also nicht zu ein Urteil zu fällen. Ich kann den Wunsch sich zu beweisen nachvollziehen denn immerhin gehört er zu den Aufgaben der Jugend die uns Natur mit auf den Lebensweg gegeben hat. Wäre ich heute noch mal Mutter würde ich meinen Kindern entsprechend ihrer persönlichen Entwicklung sowohl den Zugang zu Kraftproben sowohl im digitalen Bereich als auch unter Gleichaltrigen ermöglichen. Dann wäre für mich ein gesunder Ausgleich gegeben. Ich denke da z.B. an einen Sportverein, gerne Kampfsport, die Mitgliedschaft in einer NGO oder die Teilnahme an örtlichen Veranstaltungen für Heranwachsende von denen es ja manche gibt.

Nebenbei: Zur Pubertät gehört die Welt der Erwachsenen zu erforschen, sie zu hinterfragen und auch sie infrage zu stellen. Das ist gesund. Von Mutter Natur mit auf den Weg gegeben. Sogar unsere Rechtsprechung berücksichtigt dass für Erwachsene erschreckender Unfug zur Pubertät gehören kann. Aufgefangen werden solche natürlichen Ausbrüche durch gegenseitiges Vertrauen.

Noch ein Nebenher: Von der EU über den Bund bis hin zu den einzelnen Bundesländern findest Du jeweils eine Liste von empfohlenen Spielen. Ich habe ja keine Ahnung ob solche Listen überhaupt bekannt sind. Unter Umständen überlegen sich die jungen Menschen dann durchaus sehr genau ob es nicht sinnvoller ist da in gegenseitigen Wettbewerb zu treten, womöglich davon angeregt an manchen realen Wettbewerben teilzunehmen als sehr stark beworbene Dinger zu nutzen die keinen Bezug zur eigenen Zukunft haben.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Thematik sind nicht einheitlich.

Um eine persönliche Einschätzung als Elter - du kennst dein Kind am besten - kommst du nicht herum. Ich war als Kind frühreif und habe keinerlei emotionalen Schaden durch das Ignorieren von (damals noch erheblich strengeren) Altersfreigaben erlitten.

Zu Dark Souls konkret kann ich dir sagen, dass es ein düsteres, schauriges Spiel ist mit viel Gewaltdarstellung, die auch keineswegs verniedlicht wird, die Empfindung wird andererseits abgeschwächt dadurch, dass alles in einer Fantasiewelt spielt. Heutzutage ist die Gewalt in Filmen und Spielen überall so explizit, dass der Titel kaum heraussticht dadurch.

Wenn du den Eindruck hast, dass er sich emotional normal entwickelt, sollte das Spielerlebnis kein Problem darstellen. Schau dir doch im Zweifel mal selbst auf youtube ein paar Spielszenen an!

Das mit der USK ist sowieso so eine Sache. Ich als volljähriger Zocker bin nicht sonders gut gelaunt wenn es um die USK geht. Zugegeben, das Bewertungssystem ist vorbildlich. Was aber nicht vorbildlich ist, ist dieser ganze Zensierungskram. Selbst Titel die ab 18 eingestufft werden sind oft geschnitten. Als ob Erwachsene nicht selbst entscheiden könnten was sie Spielen dürfen und was nicht. Klar kann in so einem Spiel mal Blut gezeigt werden aber das ist in Filmen ja auch so. Das ist jetzt aber schon wieder weg vom Thema.

Zu deiner Frage: Ich würde ihm schon erlauben Spiele ab 16 Spielen zu dürfen. Ich sehe da kein Problem. Achte auf sein Verhalten und seine Schulleistungen. Solange sich da nichts ändert sehe ich dort kein Problem aber sofern ich das richtig verstanden hab ist dein Sohn ja sehr vorbildlich und gebildet für sein Alter. Solange sich da nichts negativ wandelt würde ich ihm seine "Zock" Zeit zugestehen und auch Spiele ab 16 erlauben. Eventuell sogar ab 18 wobei ich da jetzt nichts genaues zu sagen will. Das ist immer so eine Sache mit ab 18 Spielen, wenn auch oft unbegründet. Ich denke das liegt bei dir. Kannst dir die Spiele ja auch mal anschauen, nur fraglich ob du damit so viel anfangen kannst. Oder du wartest vielleicht bis er 14+ ist und erlaubst ihm dann auch mal Spiele ab 18. Sind bloß Tipps. Aber ich denke Spiele ab 16 sind nicht wirklich ein Problem. Aber stur nach den Alterseinstufungen zu gehen finde ich Schwachsinn. Ich habe damals auch schon Spiele ab 18 gezockt und da war ich auch 12-14. Doom oder Quake gehörten damals einfach dazu. Negativ war es nicht für mich, denke ich zumindestens. Habe ein schönes leben und einen Beruf. Lag vielleicht aber daran das ich frühreif war. Die Medien mit ihren "Killerspielen" übertreiben auch immer maßlos, ich denke sowas kommt sowieso auf die Person an. Die USK geht nur vom extremfall aus sprich Labiler Jugendlicher oder so etwas.

Sowieso sind die Einstuffungen bloß Empfehlungen bzw Richtlinien. Die Händler dürfen Spiele ab 16 oder 18 eben auch nur an Leute dieses Alters bzw höher verkaufen. Auch wenn sie es oft trotzdem tun. Wenn du als Vormund ihm das Spiel kaufst und ihm erlaubst das zu spielen ist das völlig in Ordnung.

Dark Souls ist ganz in Ordnung. Ich denke nicht das etwas dagegen Spricht ihm das Spiel zu verbieten. Wie gesagt, kannst es ja mal testen und dann halt schauen ob es sich negativ auswirkt, was ich bezweifel.

Viel Glück.

Counter-Strike:GO mit 14?

Hallo,
Ich bin ein 14-jähriger,laut Aussage vieler,ein frühreifer und kluger Junge.(Soll nicht irgendwie eigenverliebt klingen oder so).
Ich besuche ein Gymnasium in dem ich die Sprachen Latein und Altgriechisch erfolgreich lerne.Ich helfe auch im Haushalt mit und hole manchmal meine Brüder ab.Nun würde ich gerne,weil ich Taktik-Spiele mag und es mir Freunde empholen haben,manchmal das Spiel Counter-Strike:GO spielen.Allerdings ist meine Mutter,einfach nur wegen allen Vorurteilen zu solchen Spielen,nicht gewillt es mir zu erlauben.Wenn ich sie nach dem Grund frage kommt immer:,,Davon wirst du gewalttätig".Sie hat auch glaube ich keine Lust sich mit der Thematik auseinandersetzen.
Meine Frage also:Ist das Normal oder überreagiert sie nicht ein bischen.Ich meine dass FSK ist ja nur eine Empfehlung die mit Spielraum je nach Reife eines Kindes behandelt werden kann oder nicht?
Mich würde sowohl die Meinung von anderen Eltern sowie der anderer Kinder interessieren.
Liebe Grüße!

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Was haltet ihr von der Missachtung der FSK / USK?

Heißt, wenn die Eltern ihrem 12-jährigen Sohn (beispielsweise) erlauben, Inhalte ab 16 zu spielen oder sowas.

Also ich persönlich habe auch mit elf schon GTA San Andreas gespielt und bin kein Verbrecher, Gangster, ,,Assi" oder sonstiges geworden. Und wie man sieht: Rechtschreibung und Grammatik z.B. leiden auch nicht darunter. 

Weiterhin bin ich ein ziemlich mitfühlender und toleranter Mensch. 

Ist es daher nicht verständlich, wenn die Eltern weiterhin entscheiden sollten?

Was haltet ihr davon?

LG

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